05.02.2021, 14.27 Uhr

Coronavirus-Impfstoff-News: 143 Briten sterben kurz nach Corona-Impfung! Behörde sieht keinen Zusammenhang

In Großbritannien wurden mehr als 140 Todesfälle gemeldet. Die Menschen sollen kurz nach der Corona-Impfung gestorben sein. Die Fälle werden nun genauestens untersucht. Die Behörden sehen bislang keinen Zusammenhang.

In Großbritannien sind mehr als 140 Menschen kurz nach der Corona-Impfung gestorben. Bild: AdobeStock / REDPIXEL

Schwerwiegende Nebenwirkungen treten bei der Corona-Impfung nur extrem selten auf. Dennoch kursieren im Netz immer wieder Meldungen von Todesfällen, die kurz nach der Impfung auftraten. So schockte Anfang Januar ein Bericht über einen US-Arzt, der drei Wochen nach der Corona-Impfung an einer seltenen Blutkrankheit gestorben ist. Kurze Zeit später machten Gerüchte über 23 Impf-Tote in Norwegen die Runde. Es gebe jedoch keinen Grund anzunehmen, dass die Impfung die Ursache war.

143 Todesfälle nach Corona-Impfung! Behörde sieht keine Zusammenhang

Nun sind offenbar 143 Menschen in Großbritannien kurz nach der Verabreichung des Corona-Vakzins gestorben, meldeten medizinische Beobachter. Laut Aufsichtsbehörden gebe es keinen Hinweis darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Menschen und dem Impfstoff gebe. Vor allemÄltere und Menschen mit Grunderkrankungen seien unter den Todesfällen. Die Impfstoffe seien sicher.

22.820 Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen in Großbritannien protokolliert

Bislang haben mehr als zehn Millionen Menschen in Großbritannien ihre erste Impfdosis erhalten. Bis zum 24. Januar wurden 22.820 Nebenwirkungen protokolliert. Laut der medizinischen Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel in Großbritannien MHRA treten bei etwa einem von zehn Impfungen Nebenwirkungen auf. Impfstoffe seien der wirksamste Weg, um vor Covid-19 zu schützen, Leben zu retten und schwerwiegende Komplikationen zu verhindern, bekräftigtDr. June Raine, Vorstandsvorsitzende von MHRA. Die gemeldeten Todesfälle werden nun genauer untersucht. 

Kein Zusammenhang zwischen Corona-Impfung und Todesfällen

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sieht Impfungen in der Corona-Pandemie bisher nicht als Ursache für Todesfälle. Bislang seien bei rund 1,7 Millionen Immunisierungen 69 Todesfälle gemeldet worden, die eine Stunde bis 18 Tage nach der Impfung auftraten, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek am Freitag. "Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie von der Impfung verursacht wurden", ergänzte er. "Es handelt sich häufig um Personen mit Grunderkrankungen. Es ist plausibel, dass diese Grunderkrankungen zum Versterben geführt haben." Die Toten seien im Alter zwischen 56 und 100 Jahren gewesen. Das PEI im hessischen Langen ist in Deutschland für Impfstoffe zuständig.

Gesichert gemeldet worden seien bisher auch 22 allergische Reaktionen auf die Impfung, die wieder abklangen. "Es ist nicht ganz klar, worauf diese zurückgehen", sagte Cichutek. Nach den Erfahrungen in klinischen Tests sei aber bereits in sehr seltenen Fällen damit zu rechnen gewesen. Deshalb gebe es in vielen Impfzentren eine ärztliche Notfallversorgung. Allergische Reaktionen seien dort "sehr, sehr selten und die Betroffenen erholen sich davon". Entwarnungen gebe es auch bei Gesichtslähmungen als Impfreaktion. Auch sie seien sehr selten und bildeten sich wieder zurück, berichtete der PEI-Präsident.

Erwartbar seien dagegen milde und moderate Impfreaktionen nach drei bis fünf Tagen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, leichtes Unwohlsein oder leichtes Fieber. "Insgesamt haben wir es mit Impfstoffen zu tun, die von Millionen sehr gut vertragen werden und die den nötigen Schutz geben werden, den wir erwarten", resümierte Cichutek.

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bua/loc/news.de

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