23.09.2020, 10.48 Uhr

Gruppenvergewaltigung in Afghanistan: "Sexuell gefoltert"! 13-jähriger stirbt nach Missbrauch durch fünf Polizisten

In Kabul kam es zu einer schrecklichen Tragödie. Ein gerade einmal 13 Jahre alter Junge wurde mutmaßlich von fünf Polizisten vergewaltigt. Eine Woche nach dem Missbrauch ist er nun im Krankenhaus gestorben. Die fünf Tatverdächtigen wurden festgenommen.

Der Junge ist an seinen schweren Verletzungen gestorben. Bild: AdobeStock/ Tinnakorn

Ein 13-jähriger Junge ist in Afghanistan nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung durch fünf Polizisten Behörden zufolge im Krankenhaus gestorben. Die Männer seien festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei in der südlichen Provinz Kandahar am Mittwoch.

13-Jähriger Junge von fünf Polizisten vergewaltigt und "sexuell gefoltert"

Der Zwischenfall ereignete sich den Angaben zufolge vor etwa einer Woche an einem Kontrollpunkt im Distrikt Dand. Die fünf Beamten, darunter der Chef des Kontrollpunkts, sollen den Jungen "sexuell gefoltert" und zwei Tage lang in ihrer Gewalt gehalten haben, hieß es.

Vergewaltiger begründen Tat mit "unzulässiger Beziehung" des Jungen

Zu einem möglichen Motiv der Tat sagte ein Sprecher, der 13-Jährige habe im Verdacht gestanden, eine "unzulässige Beziehung" zu einem anderen Jungen aus dem Umkreis des Polizeikommandeurs zu haben. Das könne aber nicht stimmen, da es sich bei beiden um Kinder handele, fügte er hinzu.

13-Jähriger schildert Missbrauch in schockierendem Video

Unzulässige sexuelle Beziehungen sind in Afghanistan ein heikles Thema. Familien, die diese als Schande betrachten, rächen sich teils in verschiedenen Formen, um das Stigma zu beseitigen. Oft wird dies mit der Todesstrafe geahndet. In einem veröffentlichten Video hatte der Junge vor seinem Tod über die Tat und die erlittenen Qualen gesprochen.

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fka/news.de/dpa

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