Von news.de-Redakteurin - 24.06.2020, 07.41 Uhr

Leuchtende Nachtwolken im Sommer 2020: Beeindruckendes Himmelsschauspiel! DIESES Licht erhellt die Nacht

Nur im Sommer zeigt sich ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel. Stimmen alle Voraussetzungen, zeigen sich Leuchtende Nachtwolken am Firmament. Wie diese entstehen und wann man sie sehen kann, erfahren Sie hier.

Im Juni und Juli erscheinen Leuchtende Nachtwolken am Himmel. Bild: AdobeStock / lukjonis

Ein Blick in den Abendhimmel lohnt sich an diesen Tagen besonders. Mit etwas Glück können Sie Leuchtende Nachtwolken entdecken. Was sich hinter dem Phänomen verbirgt, wie es entsteht und wann Sie es am besten beobachten können, lesen Sie hier.

Spektakuläres Phänomen! Leuchtende Nachtwolken im Juni 2020 über Deutschland

"Noch ein paar leuchtende Nachtwolken gefällig?", fragt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf Twitter und teilt ein paar Fotos des Phänomens von @AstroGuigeek. "This morning (June 22, 2020), the #Noctilucent clouds lit up the sky of Normandy (France). We could clearly identify a huge variety of structures: bands, strips, waves and even bright knots! I have never seen such a wonderful display of #NLC to the naked eye", heißt es in dem Tweet des Astro-Fotografen.

Sie können den Tweet vom DLR nicht sehen? Dann hier entlang.

Leuchtende Nachtwolken am Himmel: So entsteht das Phänomen

Bei den Leuchtenden Nachtwolken handelt es sich um Ansammlungen von Eiskristallen in der Mesopause, der atmosphärischen Grenzschicht zwischen Mesosphäre und Thermosphäre. Anders als Wolken der Troposphäre (13 Kilometer) erscheinen sie in einer Höhe von 81 bis 85 Kilometern. Durch diese enorme Höhe leuchten sie auch nach Sonnenuntergang und kurz vor Sonnenaufgang. Das Licht der Sonne wird von den Eiskristallen reflektiert. Dadurch werden sie am Himmel als leuchtende fasrige Wolke wahrgenommen. Daher auch ihr Name Leuchtende Nachtwolke.

Wann kann man Leuchtende Nachtwolken in Deutschland beobachten?

Leuchtende Nachtwolken sind von Nordwesten bis Nordosten sichtbar. Allerdings treten sie nur auf, wenn sich die Sonne mindestens 6 und maximal 16 Grad unter dem Horizont befindet. Die perfekte Uhrzeit zur Beobachtung lässt sich mit Hilfe eines Planetariumsprogramms berechnen. Astro-Fans in Norddeutschland können sich besonders freuen: Dort kann man die Leuchtenden Nachtwolken nämlich von Anfang Juni bis Mitte Juli die ganze Nacht sehen.

"Noctilucent Clouds" beobachten und fotografieren

Um die "Noctilucent Clouds" zu sehen, benötigen Sie kein besonderes Equipment. Die leuchtenden Wolken kann man nämlich problemlos mit bloßem Auge sehen. Jedoch empfiehlt sich ein Fernglas, um feine Strukturen zu erkennen. Wer das beeindruckende Himmelsphänomen fotografieren will, benötigt eine Kamera, bei der man die Belichtungszeit, die Blende sowie den ISO-Wert manuell einstellen kann. Zudem ist ein Weitwinkelobjektiv erforderlich. Um Bildrauschen möglichst gering zu halten, sollte mit einem ISO-Wert von maximal 100 gearbeitet werden. Die Blende sollte vollständig geöffnet sein. Um ein perfekt belichtetes Foto von den Leuchtenden Nachtwolken zu schießen, sollten Sie die Belichtungszeit erhöhen. Je nach Dämmerung kann diese bis zu 30 Sekunden betragen. Ein Stativ ist daher unerlässlich.

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bua/fka/news.de

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