12.02.2020, 11.41 Uhr

Sturmflut in Norddeutschlandaktuell: Hochwasser-Alarm! Hamburger Fischmarkt steht unter Wasser

Während Sturmtief "Sabine" Deutschland durcheinanderwirbelt, wird für den Norden Deutschlands eine Sturmflut-Warnung herausgegeben. In Hamburg sorgte eine schwere Sturmflut für Chaos auf dem Fischmarkt.

Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle steht während einer Sturmflut unter Wasser. Bild: dpa

Zum Wochenstart wurde Deutschland von Sturmtief "Sabine" tüchtig durchgeschüttelt. Die Sturmfluten am Montag und Dienstag haben in Schleswig-Holstein und Hamburg keine größeren Schäden angerichtet. Die Deiche an der Nordseeküste hätten den Fluten "problemlos standgehalten", sagte der Sprecher des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, Hendrik Brunckhorst, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Erneut Sturmflut - Hamburger Fischmarkt wieder überflutet

Der Hamburger Fischmarkt wurde am Dienstagmorgen und am frühen Abend erneut überflutet. Das Wasser lag am frühen Dienstag 1,74 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte. Das Nachmittagshochwasser stieg nach BSH-Angaben auf rund 2,30 Meter über das mittlere Hochwasser. Für Mittwoch sagte das BSH zwei weitere Sturmfluten voraus.

Auf den Inseln Sylt und Föhr kam es zu Sandabtragungen am Strand. Das Ausmaß dieser Schäden sei noch nicht genau festgestellt, sagte Brunckhorst. An die Dithmarscher Küste seien Pflanzen, aber auch Müll angeschwemmt worden.

Schwere Sturmflut in Hamburg! Fischmarkt steht unter Wasser

Eine erste Sturmflut hatte bereits am Montagnachmittag den Fischmarkt in Hamburg-St. Pauli überschwemmt. Das Wasser stieg nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie auf 2,70 Meter über dem mittleren Hochwasser. Damit handelte es sich um eine schwere Sturmflut.

Auch wichtig:

Bundesamt: Sturmflut in Hamburg fällt höher aus

Die für Montagnachmittag erwartete Sturmflut in Hamburg fiel demnach etwas höher als bislang vorhergesagt aus. Der Scheitelpunkt gegen 17.30 Uhr werde in St. Pauli 2,00 bis 2,50 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, hieß es vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Tatsächlich stieg das Wasser auf 2,70 Meter. Die Feuerwehr rief Autofahrer auf, ihre Fahrzeuge aus den tiefer gelegenen Gebieten an der Elbe wegzufahren. "Sonst ziehen wir die Autos mit dem Unimog raus, und das ist nicht gut fürs Getriebe", sagte ein Sprecher.

Schwere Sturmflut in Hamburg - Fischmarkt unter Wasser

Eine schwere Sturmflut hat am Mittwoch (12.02.2020) Hamburg erreicht. Die Pegelstände in der Hansestadt lagen 2,76 Meter höher als das mittlere Hochwasser, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie am Vormittag. Der Fischmarkt und einige Straßen am Hafen wurden laut Polizeiangaben überschwemmt. Verletzt wurde niemand. Einige Autos mussten aus dem Wasser gezogen werden.

Auch die Nordseeküste in Schleswig-Holstein wurde von einer Sturmflut getroffen. Hier lagen die Wasserstände rund eineinhalb Meter über dem mittleren Hochwasser. Überschwemmungen oder größere Schäden habe es laut Polizeiangaben dort aber nicht gegeben.

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loc/news.de/dpa

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