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28.12.2019, 13.54 Uhr

Vermisst, abgebrannt, gestorben: DIESE tragischen Schicksale bewegten 2019

Das Schicksal des kleinen Julen, der in ein Bohrloch gestürzt war, das Schicksal der verschwundenen Rebecca Reusch - das waren zwei der Themen, die 2019 die Menschen berührten.

Diese Schicksale bewegten Bild: news.de-Fotomontage (dpa; dpa; dpa; dpa)

Julen (2) stirbt bei Sturz in Brunnenschacht

Die halbe Welt bangt im Januar zwei Wochen lang mit einem kleinen spanischen Jungen und seinen verzweifelten Eltern. Der zweijährige Julen fällt in der andalusischen Gemeinde Totalán beim Spielen in einen winzigen, mehr als 100 Meter tiefen Brunnenschacht. Wegen der Enge des illegal gegrabenen Bohrlochs ist es Rettungsteams lange unmöglich, zu dem Kind vorzudringen. Zudem ist nicht klar, in welcher Tiefe Julen steckt. Lebenszeichen von ihm gibt es nicht. Schließlich bohren Experten unter großen Mühen einen Parallelschacht, doch auch dabei gibt es wegen des harten Gesteins immer wieder Rückschläge. Am frühen Morgen des 26. Januar orten die Helfer Julen schließlich in 70 Metern Tiefe. Kurz darauf gibt es traurige Gewissheit: Das Kind ist tot - das von Menschen in allen Teilen der Erde erhoffte Wunder bleibt aus. Später ergibt der Autopsiebericht, dass der Zweijährige schon wenige Minuten nach dem Unglück an schweren Kopfverletzungen gestorben war.

Rebecca Reusch vermisst: Ist die 16-Jährige noch am Leben?

Es war der Vormittag des 18. Februar, als die mittlerweile 16-jährige Rebecca höchstwahrscheinlich das letzte Mal lebend gesehen wurde. Die Schülerin hatte im Haus ihrer ältesten Schwester und ihres Schwagers im Südosten Berlins übernachtet. In der Schule tauchte sie nicht auf. Auch danach blieb sie verschwunden. Rebeccas verzweifelte Eltern und ihre beiden Schwestern baten im Internet um Hilfe bei der Suche nach ihr. Sie verteilten Flugblätter mit Fotos des Mädchens - vergeblich.

Die Kriminalpolizei ging schnell davon aus, dass Rebecca das Haus nicht lebend verließ, sondern ermordet wurde. Die Mordkommission hält den Schwager für den Täter. Das Auto der Familie wurde kurz nach dem Verschwinden zweimal auf einer Autobahn östlich von Berlin erfasst. Die Polizei schickte wochenlang Hundertschaften mit Hunden durch die dortigen Wälder, Taucher suchten Seen nach Rebeccas Leiche ab. Weit über 2000 Hinweise gingen bei der Mordkommission ein. Ein Treffer war nicht dabei. Im Juni sagte eine der Schwestern im ZDF: "Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie tot ist." Rebeccas Familie hält den Schwager für unschuldig. Die Mordermittlungen der Polizei laufen weiter.

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Brand von Notre-Dame: Löste eine Zigarette die Tragödie aus?

Eigentlich wollte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an diesem Abend des 15. Aprils zur Nation sprechen - Thema mal wieder: die "Gelbwesten"-Proteste. Doch dann kam alles ganz anders. Das Dach der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame ging in Flammen auf, kurze Zeit später stürzte der Spitzturm ein. Die Welt hielt kurz den Atem an. Die ganze Nacht über löschte die Feuerwehr, Macron eilte zum Einsatzort. Lange war nicht klar, ob das Gebäude den Flammen standhalten würde - ob es nicht komplett einstürzt.

Erst am nächsten Morgen war das Feuer gelöscht. Weltweit war der Anteil an der Tragödie riesig, viele Menschen spendeten für den Wiederaufbau - Milliardäre versprachen irrwitzige Summen. Auch Macron gab ein ehrgeiziges Versprechen: In fünf Jahren ist die Kathedrale wiederaufgebaut. Ob das so klappen wird, darf bezweifelt werden. Denn die Sicherungsarbeiten dauern immer noch an, wirklich gerettet ist Notre-Dame noch nicht. Ursache für den katastrophalen Brand ist wohl ein technischer Defekt oder eine nicht ausgedrückte Zigarette.

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bua/loc/news.de/dpa

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