Frankfurt/London: Jurist Sands: "Ich fühle mich zutiefst geehrt"

Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Nun äußert er sich zur Bekanntgabe.

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Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands sieht den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels auch als Ermutigung im Kampf für Menschenrechte. "Ich fühle mich zutiefst geehrt", sagte der Geehrte der Deutschen Presse-Agentur in London.

"In Wahrheit ehrt diese Auszeichnung die vielen Menschen auf der ganzen Welt, die sich seit Jahren, Jahrzehnten und darüber hinaus der Idee verpflichtet haben, dass die Ausübung von Macht Grenzen unterliegt", sagte Sands.

Internationale Normen, die Rechte für Einzelne und Gruppen begründen, seien heute wichtiger denn je. "Das weiß ich durch meinen eigenen familiären Hintergrund ebenso wie aus den Fällen und anderen Angelegenheiten, mit denen ich befasst bin."

Der 66-Jährige ist Jura-Professor in London und arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Er ist Nachkomme von Holocaustüberlebenden.

Seine gesamte Arbeit – im Hörsaal, im Gerichtssaal und als Autor – diene dem Schutz dieser Werte, sagte Sands, aber "diese Werte stehen unter Angriff". Der Friedenspreis sei ein Bekenntnis zu diesen Werten und unterstütze diejenigen, "die sie in Vergangenheit und Gegenwart zu verteidigen gesucht haben und dies, so hoffe ich, auch weiterhin tun werden".

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