Polizei-News Kiel, 14.10.26: Aufenthaltsverbote gegen Gewalttäter ausgesprochen

Eine Straftat wurde aktuell von der Polizei in Kiel gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

Im Vorfeld des am Freitag stattfindenden nächsten Fußballspiels von Holstein Kiel in der 2. Bundesliga hat die Polizei Aufenthaltsverbote ausgesprochen und Gefährdersansprachen durchgeführt. Hintergrund sind Gewalttaten, die nicht im Zusammenhang mit dem kommenden Heimspiel stehen, aber in der Vergangenheit im Umfeld gewaltbereiter Fußballgruppierungen begangen wurden.

Am 19. September 2026 erfolgte in der Vorspielphase der Spielbegegnung in der 2. Fußball-Bundesliga - KSV Holstein vs. VfL Osnabrück - durch gewaltsuchende Störerder aktiven Fan-Szene der KSV Holstein der gezielte Versuch, den angemeldeten undunter polizeilicher Begleitung stehenden Fan-Marsch der Gastmannschaft anzugreifen unddie anlassbezogen eingerichtete Polizeikette unter Gewaltanwendung zu durchbrechen.

Durch das konsequente Einschreiten der eingesetzten Polizeikräfte konnte ein unmittelbares Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppen verhindert werden. Rund 40 Störer wurden angetroffen und ihre Identitäten festgestellt. Im weiteren Einsatzverlauf nahm die Polizei 37 Personen zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam.

Nach Bewertung der bisherigen Erkenntnisse ist zu befürchten, dass es bei zukünftigen Fußballbegegnungen erneut zu Angriffen auf Fans anderer Vereine oder zu vergleichbaren Gewalttaten kommt.

Um möglichen weiteren Auseinandersetzungen frühzeitig entgegenzuwirken, hat die Polizeidirektion Kiel nun gegen neun Personen im Alter von 15 bis 31 Jahren Aufenthaltsverbote für die kommenden Heimspiele von Holstein Kiel bis Ende November ausgesprochen.

Die Verbote wurden den Betroffenen persönlich durch Polizeikräfte ausgehändigt. Sie untersagen den betreffenden Personen, sich an den jeweiligen Spieltagen in festgelegten Bereichen aufzuhalten. Diese Bereiche umfassen den Bereich rund um das Stadion und beispielsweise die Wege vom Hauptbahnhof zum Stadion und zurück.

Darüber hinaus führten Polizeikräfte mit den neun deutschen Tatbeteiligten persönliche Gefährderansprachen durch. Dabei wurden die Betroffenen ausdrücklich auf die möglichen Konsequenzen weiterer Gewalttaten hingewiesen.

Mit diesen präventiven Maßnahmen verfolgt die Polizeidirektion Kiel das Ziel, erneute gewalttätige Auseinandersetzungen bereits im Vorfeld zu verhindern und die Sicherheit rund um die Fußballbegegnungen zu gewährleisten.

Fußball lebt von Emotionen, Leidenschaft und einer lebendigen Fankultur. Gewalt gegen andere Fans, Polizeikräfte oder unbeteiligte Personen hat dabei jedoch keinen Platz.

Die Polizeidirektion Kiel wird auch künftig konsequent gegen Personen vorgehen, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Dazu gehören neben der konsequenten Verfolgung bereits begangener Straftaten insbesondere frühzeitige präventivpolizeiliche Maßnahmen, um künftige Straftaten zu verhindern.

Im Mittelpunkt steht dabei der Schutz der zahlreichen friedlichen Fußballfans sowie aller Bürgerinnen und Bürger, die sich im Umfeld der Spielbegegnungen aufhalten.

Rechtlicher Hintergrund:

Die ausgesprochenen Aufenthaltsverbote stützen sich auf § 201 des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig-Holstein (Platzverweise, Aufenthalts- und Betretungsverbote). Gefährderansprachen erfolgen im Rahmen der allgemeinen polizeilichen Aufgaben der Gefahrenabwehr.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Kiel vom 14.10.2026 gegen 09:25 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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