Polizei-News Kiel / Kreis Plön, 12.10.26: Kiel - Warnung vor falschen Polizeibeamten - Zeugen gesucht

Die Polizei sucht Zeugen für einen aktuellen Fall von Betrug in Kiel / Kreis Plön. Haben Sie etwas gesehen?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marcus Brandt

Aktuell häufen sich im Bereich der Polizeidirektion Kiel wieder Anrufe falscher Polizeibeamter sowie sogenannte Schockanrufe. Die Polizei warnt erneut ausdrücklich vor den Begehungsweisen. Die Täter täuschen unterschiedliche Notlagen vor und geben sich als Polizeibeamte, Ärzte oder Bankmitarbeiter aus. In allen Fällen haben die Täter eine Gewinnabsicht und wollen die Angerufenen zur Zahlung von Geld oder zur Herausgabe von Wertgegenständen bewegen.Am vergangenen Freitag kam es in Hassee zu einem solchen Schockanruf. Die 89-jährige Geschädigte übergab einem Täter Bargeld in mittlerer fünfstelliger Höhe. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.

Freitagmittag kam es im Stadtteil Hassee zu einem vollendeten Schockanruf. Eine 89-jährige Frau erhielt gegen 14:15 Uhr Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Arztes, der mitteilte, dass ihre Tochter an Krebs im Endstadium leide, im Krankenhaus liege und teure Medikamente aus der Schweiz benötige. Die Angerufene müsse das Geld einem Kurier aushändigen. Die Geschädigte händigte daraufhin im Laufe des Nachmittags Bargeld in mittlerer fünfstelliger Höhe an einen Mann aus.

Die Geschädigte beschrieb den Abholer als großen schlanken Mann mit weißer Mütze und dunkler Hose. Weitere Angaben konnte die Geschädigte nicht machen. Nach der Abholung entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung.

In letzter Zeit gab es einige dieser Anrufe mit diesem Modus Operandi. Hier blieb es glücklicherweise bei Versuchstaten, da die Angerufenen richtig gehandelt und aufgelegt haben. Im Anschluss informierten diese die Polizei. Die Ermittlungen zu diesen Fällen sind ebenfalls angelaufen.

Nicht selten kennen die Täter persönliche Details, wie z. B. die Namen der Kinder oder weiterer Angehöriger. Die Täter handeln meist organisiert und professionell und haben im Vorwege das Umfeld der Geschädigten ausgekundschaftet.

Ein dringender Appell an alle Familienangehörigen:Bitte sprechen Sie aktiv mit ihren Verwandten, insbesondere älteren Familienmitgliedern, um sie vor diesen Betrugsmaschen zu schützen. Kriminelle nutzen die Gutgläubigkeit und die Sorge um Familie gezielt aus.

Das Kommissariat 12 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen.Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst in Kiel unter der Rufnummer 0431-160 3333 zu melden.

Wir geben erneut Hinweise zum Umgang mit derartigen Anrufen:

  • Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen. Wir nehmen auch kein Bargeld an, damit ein Angehöriger einer Haftstrafe entgeht.

  • Die Täter, die sich als Polizeibeamte am Telefon oder vor ihrer Haustür mit einem solchen Anliegen an sie wenden, gehen in der Regel hochprofessionell vor und verwickeln Sie in lange Gespräche, zum Teil mit unterschiedlichen Gesprächspartnern.

  • In einigen Fällen wurden die Angerufenen zur Verschwiegenheit verpflichtet und der Anrufer drohte mit strafprozessualen Maßnahmen, falls der Angerufene mit Dritten über den Vorfall sprechen würde.

  • Lassen Sie sich von diesen Personen nicht unter Druck setzen oder einschüchtern und nehmen Sie umgehend Kontakt zu Ihrer Polizei auf. Beenden Sie dazu eigenhändig das Gespräch und wählen selbst die 110.

  • Seien Sie misstrauisch, wenn vermeintliche Angehörige kurzfristig Geld für den Kauf eines Autos, eines Hauses oder Ähnlichem von ihnen benötigen und das Geld womöglich an vermeintliche Freunde ausgehändigt werden soll. Beenden Sie auch hier das Gespräch eigenhändig und rufen Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück.

  • Fragen Sie sich bei Gewinnversprechen, ob Sie tatsächlich an einem Preisausschreiben teilgenommen haben. Gehen Sie nicht in Vorleistung, um Gewinne zu erhalten.

  • Prüfen Sie, ob ein Eintrag in Telefonbüchern oder Online-Telefondatenbanken wirklich nötig ist. Kürzen Sie Ihre Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben ab.

  • Weitere Präventionshinweise zu diesem und weiteren Themen finden sich auf der Internetpräsenz der Landespolizei Schleswig-Holstein: https://t1p.de/pbef

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Kiel vom 12.10.2026 gegen 11:04 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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