Polizei-News Erlangen, 06.10.26: Auseinandersetzung nach Fahrkartenkontrolle in S-Bahn - Reizstoff eingesetzt

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Erlangen gemeldet. Was ist heute passiert?

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Tobias Arhelger

Eine eskalierte Fahrscheinkontrolle in der Erlangener S-Bahn hat strafrechtliche Folgen für den Fahrgast und für die Kontrollkraft. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ermittelt wegen Körperverletzung.

Am Montagnachmittag (5. Oktober) kam es am Haltepunkt Paul-Gossen-Straße in Erlangen zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Fahrgast und zwei Mitarbeitern der DB Sicherheit. Nach derzeitigen Erkenntnissen war dem Streit eine Beanstandung bei einer Fahrkartenkontrolle vorausgegangen.

Gegen 15:10 Uhr wurde die Bundespolizei über die Auseinandersetzung am Haltepunkt Paul-Gossen-Straße informiert. Beim Eintreffen der Bundespolizisten befanden sich bereits mehrere Einsatzkräfte der Landespolizei sowie zwei Rettungswagen vor Ort.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit einen 24-jährigen deutschen Staatsangehörigen in einer S-Bahn der Linie S1 zwischen Erlangen-Bruck und Erlangen kontrolliert. Bei der Fahrkartenkontrolle stellten die Sicherheitsmitarbeiter eine Unregelmäßigkeit fest. Hieraus entwickelte sich zunächst eine verbale Streitigkeit.

Da sich der Mann nach bisherigen Erkenntnissen zunehmend aggressiv verhielt, forderten ihn die Mitarbeiter der DB Sicherheit auf, die S-Bahn zu verlassen. Dieser Aufforderung soll der 24-Jährige nicht nachgekommen sein. Als die Sicherheitsmitarbeiter ihn daraufhin aus dem Zug begleiten wollten, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die sich auf den Bahnsteig verlagerte.

Im weiteren Verlauf soll der 24-Jährige einen 22-jährigen staatenlosen Mitarbeiter der DB Sicherheit gegen die S-Bahn gedrückt und ihn mit beiden Händen am Hals gewürgt haben. Anschließend sollen die Beteiligten zu Boden gestürzt sein.

Um den Angriff zu beenden, setzte die zweite Mitarbeiterin der DB Sicherheit, eine 46-jährige irakische Staatsangehörige, ein Reizstoffsprühgerät gegen den 24-Jährigen ein. Dieser erlitt dadurch Reizungen der Augen und Atemwege.

Auch die beiden Mitarbeiter der DB Sicherheit wurden bei der Auseinandersetzung verletzt. Sie wurden zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 24-Jährige auf freien Fuß gesetzt.

Die Bundespolizei hat gegen den 24-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Gegen die 46-jährige Mitarbeiterin der DB Sicherheit ermittelt die Bundespolizei ebenfalls wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 06.10.2026 gegen 12:16 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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