Polizei-News Freiburg im Breisgau, 23.09.26: Bundespolizei Weil am Rhein und Staatsanwaltschaft Freiburg informieren
Ein Gewaltdelikt wurde aktuell von der Polizei in Freiburg im Breisgau gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Angriff auf 14-Jährigen - Bundespolizei sucht weitere Zeugen
Am Mittwoch, den 9. September 2026, kam es gegen 11.20 Uhr im Bereich eines Cafés am Hauptbahnhof Freiburg zu einem tätlichen Angriff auf einen 14-jährigen Jungen.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen rannte ein Mann unvermittelt auf den vor einem Café sitzenden Jugendlichen zu und griff ihn körperlich an. Umstehende Passanten kamen dem 14-Jährigen daraufhin zu Hilfe. Der Tatverdächtige konnte noch im Nahbereich des Tatortes durch Einsatzkräfte der Bundespolizei festgenommen werden. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Einsatzkräfte ein Pfefferspray sowie ein Teppichmesser in dessen Hosentasche. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde der Verdächtige mangels Festhaltegründen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Der Jugendliche wurde bei dem Angriff verletzt und durch den Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dieses konnte er am darauffolgenden Tag wieder verlassen. Der Tatverdächtige gab gegenüber den Einsatzkräften an, den 14-Jährigen mit einer anderen Person verwechselt zu haben.
Die Bundespolizei ermittelt gegen den Mann wegen des Verdachts der Körperverletzung. Gegenstand der Ermittlungen sind sowohl die Hintergründe der Tat sowie der genaue Tatablauf und das Motiv des Tatverdächtigen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand, der auch die Auswertung der am Hauptbahnhof Freiburg befindlichen Überwachungskameras beinhaltet, ließen sich einzelne mediale Darstellungen zum Tatgeschehen bislang nicht bestätigen.
So liegen derzeit keine Erkenntnisse dafür vor, dass sich der Angriff gezielt gegen das Auge des Jugendlichen richtete oder dieser infolge des Angriffs mit dem Kopf auf den Asphalt prallte. Ebenso wenig konnte bislang bestätigt werden, dass der Tatverdächtige während des Angriffs sichtbar Waffen mit sich führte. Nach derzeitigen Erkenntnissen kamen die bei dem Mann aufgefundenen Gegenstände bei dem Angriff nicht zum Einsatz. Weiter kann nicht bestätigt werden, dass der Verdächtige aktiv durch Dritte von weiterem Einwirken auf den Jungen abgehalten werden musste.
Beim Tatverdächtigen handelt es sich um einen äthiopischen Staatsangehörigen, der nach derzeitigen Erkenntnissen seit langer Zeit in Deutschland lebt, bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten ist und über einen festen Wohnsitz und einen gültigen Aufenthaltstitel verfügt.Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Insbesondere sollen weitere Zeugen des Vorfalls befragt werden.
Die Bundespolizei bittet deshalb Personen, die den Vorfall beobachtet haben und bislang noch nicht mit der Polizei in Kontakt standen, sich unter der Telefonnummer 07628 80590 zu melden. Insbesondere sind Wahrnehmungen zum unmittelbaren Tatablauf sowie zum Verhalten der Beteiligten vor und nach dem Angriff für die Ermittlungen von Bedeutung.
Die abschließende strafrechtliche Bewertung erfolgt nach Abschluss der Ermittlungen. Der Opferbeauftragte der Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Mit Blick auf das Alter des 14-jährigen Geschädigten wird ausdrücklich darum gebeten, dessen Persönlichkeitsrechte und besonderen Schutz als minderjähriges Opfer einer Straftat zu beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Weil vom 23.09.2026 gegen 16:19 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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