Polizeimeldung München, 20.08.2026: Raub auf einen Kurierfahrer - mehrere hundert Mobiltelefone entwendet

In Aschheim, Sendling-Westpark, Allach-Untermenzing und Gräfelfing sucht die Polizei nach Zeugen für mehrere Fälle von Donnerstag, dem 20.08.2026. Haben Sie etwas gesehen?

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Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel

Für Aschheim, Maxvorstadt, Sendling-Westpark, Allach-Untermenzing, Neuhausen, Gräfelfing, Moosach und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen veröffentlicht. In diesen heißt es:

Aschheim: Raub auf einen Kurierfahrer - mehrere hundert Mobiltelefone entwendet

Am Dienstag, 18.08.2026, gegen 23:00 Uhr, befand sich ein 35-jähriger afghanisch-italienischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Wiesbaden mit einem Kleintransporter auf dem Parkplatz Lohwald West an der A99 bei Aschheim. Er war im Auftrag eines Elektronikunternehmens unterwegs und transportierte mehrere hundert generalüberholte Mobiltelefone von Frankfurt am Main nach Italien.

Als der 35-Jährige den Transporter für eine kurze Pause verlassen hatte, wurde er unvermittelt von mehreren bislang unbekannten Tätern angegriffen. Einer der Täter sprach ihn zunächst an. Anschließend wurde der 35-Jährige mit Pfefferspray besprüht und zu Boden gestoßen.

Die Täter entwendeten daraufhin aus dem Transporter rund 300 Mobiltelefone im Gesamtwert eines mittleren fünfstelligen Betrages. Im Fahrzeuginneren verursachten sie zudem Sachschaden. Anschließend flüchteten sie nach bisherigen Erkenntnissen mit einem schwarzen SUV in unbekannte Richtung.

Mit Hilfe eines unbeteiligten Zeugen verständigte der 35-Jährige den Polizeinotruf 110. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen brachten bislang keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern.

Der 35-Jährige wurde bei dem Angriff leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Tatverdächtigen konnten teilweise wie folgt beschrieben werden:

Täter 1: Männlich, ca. 190 cm groß, dunkler Bart, schwarze, schulterlange Haare; er trug ein dunkles T-Shirt und eine weiße Baseballkappe

Täter 2: Männlich, klein und schlank; er trug einen grauen Kapuzenpullover und hatte die Kapuze über den Kopf gezogen.

Mindestens einer der Täter sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent.

Zeugenaufruf: Wer hat am Dienstag, 18.08.2026, gegen 23:00 Uhr auf dem Parkplatz Lohwald West an der A99 bei Aschheim Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Raub stehen könnten?

Insbesondere werden Personen gesucht, die dort verdächtige Personen oder einen schwarzen Mercedes beobachtet haben.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Maxvorstadt: Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad - eine Person verletzt

Am Mittwoch, 19.08.2026, gegen 10:25 Uhr, befuhr ein 74-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Memmingen mit einem Citroen Pkw die Sandstraße von der Dachauer Straße kommend in Richtung Nymphenburger Straße.

Zeitgleich fuhr ein 49-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem Rennrad auf der Sandstraße in entgegengesetzte Richtung.

Im Kreuzungsbereich zur Nymphenburger Straße folgte der 74-Jährige mit seinem Pkw nicht vollständig dem dort leicht nach rechts verlaufenden Fahrstreifen und geriet dadurch auf den Fahrstreifen des entgegenkommenden Radfahrers. In der Folge kam es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen.

Durch die Kollision wurde der 49-Jährige zunächst gegen die Windschutzscheibe des Pkw und anschließend auf die Fahrbahn geschleudert. Dabei wurde er schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der 74-Jährige blieb unverletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand jeweils ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtschaden wird auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang führt die Münchner Verkehrspolizei.

Hinweis der Münchner Verkehrspolizei: Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest kann das Ausmaß der Verletzungen verringert werden. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei grundsätzlich allen Radfahrern, entsprechende Helme zu tragen.

Sendling-Westpark: Wohnungsraub - eine Person verletzt

Am Dienstag, 18.08.2026, gegen 16:30 Uhr, kam es in einem Mehrfamilienhaus in Sendling zu einem Raubdelikt.

Eine 71-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München öffnete zur Tatzeit ihre Wohnungstür, nachdem es geklingelt hatte. Ein bislang unbekannter Täter stieß die Tür auf, wodurch die 71-Jährige am Kopf getroffen wurde. Sie fiel daraufhin zu Boden und verlor das Bewusstsein.

Eine Nachbarin fand die 71-Jährige kurze Zeit später in der Wohnung auf und verständigte daraufhin den Rettungsdienst. Während der Behandlung stellte die 71-Jähige fest, dass ihr getragener Schmuck fehlte. Sie wurde leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Eine anschließende Nachschau in der Wohnung ergab, dass die Wohnung offenbar nach weiterem Diebesgut durchsucht worden war.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Heiterwanger Straße (Sendling-Westpark) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Allach-Untermenzing: Trickdiebstahl zum Nachteil einer Seniorin - zwei weitere Versuchstaten

Am Mittwoch, 19.08.2026, gegen 13:20 Uhr, klingelte ein bislang unbekannter Mann an der Haustür einer 90-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München und gab sich als neuer Nachbar aus. Der Mann erzählte der 90-Jährigen, dass seine Tochter am folgenden Tag heiraten würde und er hierfür noch einen Ring benötige. Er bot der Seniorin an, ihr einen Ring abzukaufen. Da der Mann zudem vorgab, einen weiteren Nachbarn zu kennen, schöpfte die 90-Jährige zunächst keinen Verdacht und ließ ihn in das Einfamilienhaus.

Im weiteren Verlauf zeigte sie dem Unbekannten ihren Schmuck. Dieser sah sich die Schmuckstücke an und gab vor, deren Wert zu beurteilen. Nachdem er das Haus wieder verlassen hatte, bemerkte die 90-Jährige, dass mehrere Ringe sowie eine Goldkette im Gesamtwert von etwa tausend Euro fehlten. Sie verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110. Im Rahmen der der direkt eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte der Täter nicht mehr angetroffen werden.

Bereits etwa eine Stunde zuvor war es in der näheren Umgebung zu zwei ähnlich gelagerten Vorfällen gekommen. Zunächst klingelte ein unbekannter Mann bei einer 81-jährigen Deutschen und gab sich als Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus. Als die Seniorin einen entsprechenden Ausweis sehen wollte und der Mann diesen nicht vorzeigen konnte, verweigerte sie ihm den Zutritt.

Kurze Zeit später gab sich ein Mann gegenüber einer 89-jährigen Deutschen in der Nachbarschaft ebenfalls als neuer Nachbar aus. Nachdem sie ihn in ihre Wohnung gelassen hatte, erzählte er auch ihr von der bevorstehenden Hochzeit seiner Tochter und bot an, Schmuck von ihr zu kaufen. Als die 89-Jährige angab, keinen Schmuck zu besitzen, verließ der Mann die Wohnung wieder.

Aufgrund der übereinstimmenden Personenbeschreibungen und der räumlichen sowie zeitlichen Nähe wird derzeit geprüft, ob die drei Fälle miteinander in Zusammenhang stehen.

Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben: Männlich, etwa 60 bis 70 Jahre alt, ca. 165 cm bis 170 cm groß, graue kurze Haare. Er war mit einer dunklen Hose und einem weißen Hemd bekleidet. Teilweise wurde zudem eine Krawatte beschrieben. Der Mann sprach Deutsch.

Zeugenaufruf: Wer hat am Mittwoch, 19.08.2026, zwischen etwa 12:00 Uhr und 14:00 Uhr im Bereich der Schweidnitzer Straße, der Franz-Nißl-Straße, Vesaliusstraße und Löfflerstraße (Allach-Untermenzing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit den geschilderten Fällen stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei: Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z. B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

Neuhausen: Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung mehrerer Jugendlicher

Am Mittwoch, 19.08.2026, gegen 21:30 Uhr, kam es in einem Hostel in Neuhausen zur sexuellen Belästigung mehrerer Jugendlicher.

Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich eine Schülergruppe aus dem Saarland im Alter von 14 und 15 Jahren auf einem Gang im fünften Obergeschoss des Hostels. Ein 35-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz ging an der Gruppe vorbei und berührte dabei vier 14-jährige Mädchen jeweils unsittlich an der Brust beziehungsweise am Gesäß. Anschließend betrat der 35-Jährige gemeinsam mit weiteren Personen einen Aufzug. Beim Verlassen des Aufzugs berührte er eine 15-Jährige zunächst am Rücken und anschließend ebenfalls unsittlich am Gesäß.

Im weiteren Verlauf folgte der 35-Jährige den Jugendlichen, die sich daraufhin an ihre Lehrkräfte wandten. Eine Lehrkraft wurde auf die Situation aufmerksam, hinderte den Täter daran, den Jugendlichen weiter zu folgen, und verständigte den Polizeinotruf 110.

Die alarmierten Polizeibeamten konnten den 35-Jährigen noch vor Ort antreffen und vorläufig festnehmen. Er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Er soll im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 15.

Gräfelfing: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf durch falsche Ärztin

Am Mittwoch, 19.08.2026, gegen 13:15 Uhr, erhielt eine 75-jährige Deutsche mit Wohnsitz im Landkreis München einen Anruf einer bislang unbekannten Frau, die sich als Ärztin eines Krankenhauses ausgab. Die Anruferin teilte der 75-Jährigen mit, dass deren Tochter an einer schweren Krebserkrankung leide. Zur Behandlung werde dringend ein spezielles Medikament aus der Schweiz benötigt. Hierfür müsse die 75-Jährige einen hohen Geldbetrag aufbringen, der später von der Krankenversicherung erstattet werde.

Im weiteren Verlauf wurde das Telefon an eine vermeintliche Tochter der 75-Jährigen weitergegeben. Diese weinte und vermittelte dadurch den Eindruck, dass es sich tatsächlich um die Tochter handeln würde. Anschließend übernahm ein weiterer angeblicher Arzt das Gespräch und erklärte der 75-Jährigen die Übergabe der geforderten Wertgegenstände.

Da die 75-Jährige die geforderte Geldsumme nicht aufbringen konnte, übergab sie kurze Zeit später in der Einfahrt ihres Grundstücks mehrere Goldbarren im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages an einen bislang unbekannten Abholer. Dieser entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung.

Nachdem die 75-Jährige den Betrug bemerkt hatte, wurde der Polizeinotruf 110 verständigt. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen brachten bislang keine neuen Erkenntnisse auf den Täter.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben: Männlich, etwa 35 bis 40 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, kurze blonde Haare und gepflegtes Erscheinungsbild. Er war mit einer dunkelblauen Jeans und einem kurzärmeligen karierten Hemd bekleidet.

Zeugenaufruf: Wer hat am Mittwoch, 19.08.2026, zwischen 13:15 Uhr und 14:15 Uhr im Bereich der Friedenstraße, Fichtenstraße und Im Birket (Gräfelfing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei: Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z. B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

  • Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

  • Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!

Moosach: Griff nach Dienstwaffe eines Polizeibeamten

Am Donnerstag, 20.08.2026, gegen 00:40 Uhr, begab sich ein 31-jähriger Afghane mit Wohnsitz in München vor das Gebäude der Polizeiinspektion 44 (Moosach).

Als der wachhabende Beamte der Polizeiinspektion 44 Moosach unabhängig davon vor das Dienstgebäude trat, ging der 31-Jährige unvermittelt auf den Polizeibeamten zu und griff nach dessen Dienstwaffe.

Der Polizeibeamte bemerkte dies und konnte durch Zurückweichen den Griff an die Waffe verhindern.

Anschließend konnte der Tatverdächtige unter Anwendung von unmittelbarem Zwang durch den Polizeibeamten widerstandslos festgenommen werden.

Sowohl der 31-Jährige als auch der Polizeibeamte blieben dabei unverletzt.

Da der Tatverdächtige psychisch auffällig auf die Polizeibeamten wirkte, musste er im Anschluss in ein Krankenhaus mit psychiatrischer Betreuung gebracht werden.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 25.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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