Polizeieinsatz Dachau, 28.05.2026: Nachträgliche Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug - sog. Schockanruf
In Grünwald, Laim und Schwabing-West werden Zeugen für mehrere Fälle von Donnerstag, dem 28.05.2026 gesucht. Haben Sie etwas gesehen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Für Sendling-Westpark, Grünwald, Laim, Schwabing-West, Ludwigsvorstadt, Neuhausen, Kirchheim b. München, Ramersdorf und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:
Sendling-Westpark: Nachträgliche Festnahme eines Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug - sog. Schockanruf
siehe Medieninformation vom 21.05.2026, Nr. 752
Wie bereits berichtet, kam es am Mittwoch, 20.05.2026, zu einem Callcenterbetrug zum Nachteil einer über 90-jährigen deutschen Seniorin.
Eine unbekannte weibliche Anruferin gab gegenüber der Seniorin vor, dass deren Neffe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und sie eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro in bar bezahlen müsse, um eine Inhaftierung zu verhindern.
Daraufhin übergab die über 90-Jährige vor einer Sparkassenfiliale im Bereich der Johann-Clanze-Straße eine Stofftasche mit mehreren zehntausend Euro an einen unbekannten männlichen Abholer.
Eine Passantin konnte die Übergabesituation beobachten und ihr fiel auf, dass der Abholer der Seniorin ein Telefon ans Ohr hielt, während diese ein Päckchen aus dem Stoffbeutel holte und dem Abholer zeigte. Als die Passantin die Seniorin ansprach erkannte diese, dass es sich um einen Betrug handelte.
Da der Zeugin die festgestellte Situation verdächtig vorgekommen war, hatte sie Lichtbilder des flüchtenden Abholers und von dessen Fahrzeug gefertigt.
Die Fahndungsmaßnahmen nach dem Abholer und seinem Fahrzeug blieben zunächst ohne Erfolg.
Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 16:30 Uhr, konnten zivile Einsatzkräfte der Münchner Polizei den augenscheinlichen Tatverdächtigen und dessen Fahrzeug in der Schwanthalerhöhe wiedererkennen und kontrollieren. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Gegen den Tatverdächtigen wurde am Mittwoch, 27.05.2026 eine Untersuchungshaft richterlich angeordnet.
Grünwald: Verkehrsunfallflucht - eine Person verletzt
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 09:05 Uhr, befand sich ein 41-Jähriger mit serbischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Dachau an seinem in der Oberhachinger Straße geparkten Daimler Lkw. Der Lkw war entgegen der Fahrtrichtung abgestellt und der 41-Jährige, der mit Ladetätigkeiten beschäftigt war, bediente gerade die der Fahrbahn zugewandte Laderampensteuerung.
Gleichzeitig befuhr ein bislang unbekannter Fahrzeugführer die Oberhachinger Straße in östlicher Richtung und touchierte im Vorbeifahren den 41-Jährigen mit dem Außenspiegel bzw. der rechten Fahrzeugseite.
Nach der Kollision entfernte sich der unbekannte Fahrzeugführer mit einem bislang unbekannten PKW unerlaubt von der Unfallstelle.
Der 41-Jährige wurde leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die weiteren Ermittlungen bezüglich der Verkehrsunfallflucht werden von der Münchner Verkehrspolizei geführt.
Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zum flüchtigen Fahrzeug bzw. dessen Führer/in machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstr. 210, 81549 München, Tel.: (089) 6216-3322, in Verbindung zu setzen.
Laim: Schwere Brandstiftung an einem Wohngebäude - eine Person verletzt
Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 03:00 Uhr, bemerkten Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Laim einen Brand auf einer Terrasse. Die hierauf verständigte Berufsfeuerwehr München konnte den Brand schnell löschen.
Durch die aufsteigenden Rauchgase wurde eine 73-jährige Deutsche Hausbewohnerin verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag.
Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Kiem-Pauli-Weg und Hans-Thonauer-Straße (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Schwabing-West: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Falscher Polizeibeamter
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 11:00 Uhr, kontaktierte ein bislang unbekannter Täter telefonisch eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München und gab sich ihr gegenüber als Polizeibeamter aus. Der Täter spiegelte der Seniorin vor, dass es in ihrer Nähe zahlreiche Einbrüche gegeben habe und befragte sie nach Wertgegenständen. Um diese angeblich in Sicherheit bringen zu können, forderte er die Frau auf, diese in einen Kochtopf vor ihre Wohnungstür zu legen, was die Seniorin tat.
Nach kurzer Zeit bemerkte die über 80-Jährige den Betrug und informierte den Polizeinotruf. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wertgegenstände jedoch nicht mehr in ihrem Kochtopf vorhanden. Diese hatten Wert eines mittleren sechsstelligen Eurobetrages.
Eine Fahndung ergab keine neuen Hinweise auf den Täter.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schleißheimer Straße, Winzererstraße und Ackermannstraße (Schwabing-West) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei: Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.
Ludwigsvorstadt: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 22:30 Uhr, kam es aufgrund einer verbalen Streitigkeit in der Landwehrstraße zu einem Polizeieinsatz.
Vor Ort verhielt sich ein Beteiligter, gegenüber den Polizeibeamten aggressiv. Bei der Fesselung und dem anschließenden Transport zu einer Polizeiinspektion leistete der Mann erheblichen Widerstand, indem er sich gegen die Maßnahmen sperrte. Dabei wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt.
Der Tatverdächtige, ein 20-Jähriger mit marokkanischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde zunächst in Gewahrsam genommen und anschließend wieder entlassen. Er wurde wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.
Das Kommissariat 24 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Neuhausen: Verkehrsunfall mit drei beteiligten Pkw - zwei Personen verletzt
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 07:35 Uhr, befuhr ein 75-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem Volvo Pkw die Abfahrt von der Landshuter Allee zur Dachauer Straße stadtauswärts.
Zeitgleich tastete sich ein 25-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem Mercedes Pkw bis zur Sichtlinie aus einer Hofeinfahrt vor und wartete schließlich, um den fließenden Verkehr Vorrang zu gewähren.
Der 75-Jährige kollidierte mit der rechten Front seines Pkw gegen die linke Fahrzeugseite des Pkw des 25-Jährigen. Dadurch wurde der Pkw des 25-Jährigen abgelenkt und kollidierte mit dem am rechten Fahrbahnrand ordnungsgemäß geparkten Audi Pkw eines 44-Jährigen mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München.
Der 75-Jährige wurde leicht und der 25-Jährige schwer verletzt. Beide mussten vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht werden.
Alle drei beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Aufgrund einer an der Unfallörtlichkeit vorhandenen Baustelle mit Sperrung eines Fahrstreifens sowie der unfallbedingten Sperrung, kam es insbesondere im Bereich der Abfahrt von der Landshuter Allee zur Dachauer Straße zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Diese dauerte über eine Stunde an.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Kirchheim b. München: Zusammenstoß von zwei Pkw - eine Person verletzt
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 13:00 Uhr, befuhr ein 82-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Freising mit einem Honda, Pkw die Abfahrt der St2082, um an der Kreuzung Heimstettener Straße und Florianstraße nach links in die Heimstettener Straße abzubiegen.
Zur gleichen Zeit fuhr ein 83-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Opel, Pkw in entgegengesetzter Richtung geradeaus über die Kreuzung.
Nach bisherigen Erkenntnissen bog der 82-Jährige bei Grünlicht nach links ab und ließ den entgegenkommenden 83-Jährigen nicht durchfahren. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.
Beide Pkw gerieten nach dem Unfall in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim löschte die brennenden Fahrzeuge. Es wurde niemand in einem Fahrzeug eingeklemmt.
Der 83-Jährige wurde leicht verletzt und durch den Rettungsdienst vor Ort versorgt. Eine Behandlung in einem Krankenhaus war nicht erforderlich. Der 82-Jährige blieb unverletzt.
An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich.
Für die Dauer der Löscharbeiten und der Unfallaufnahme musste die Kreuzung für etwa zwei Stunden gesperrt werden. Es kam hierbei zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.
Ramersdorf: Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad - eine Person schwer verletzt
Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 14:55 Uhr, befuhr eine 84-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München mit einem Fahrrad den rechten Radweg der Rosenheimer Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts.
Zeitgleich fuhr ein 36-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem Opel, Pkw auf der Rosenheimer Straße ebenfalls in Fahrtrichtung stadtauswärts. An der Kreuzung zur Chiemgaustraße wollte er geradeaus weiter auf die A8 fahren.
Nach bisherigen Erkenntnissen wartete die 84-Jährige zunächst an der für sie Rotlicht zeigende Ampel an der Kreuzung zur Chiemgaustraße. Als diese auf Grünlicht schaltete fuhr sie über die Chiemgaustraße. Im weiteren Verlauf wollte sie die Rosenheimer Straße überqueren. Dabei fuhr sie trotz für sie geltenden Rotlichts in den Fahrstreifen des 36-Jährigen ein.
Dabei kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Pkw und dem Fahrrad.
Die 84-Jährige stürzte auf die Fahrbahn und wurde schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zum Unfallzeitpunkt trug die 84-Jährige keinen Fahrradhelm. Der 36-Jährige blieb unverletzt.
Am Fahrrad entstand geringer Sachschaden. Der Pkw wurde erheblich beschädigt. Ein Gutachter wurde zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzugezogen.
Während der Unfallaufnahme musste ein Fahrstreifen gesperrt werden. Es kam zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.
Hinweis der Münchner Verkehrspolizei: Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest kann das Ausmaß der Verletzungen verringert werden. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei grundsätzlich allen Fahrradfahrenden entsprechende Helme zu tragen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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