Polizeifahndung Hamburg, 17.04.26: Raubdelikt auf Senioren in Zusammenhang mit Callcenter-Betrug in Hamburg-Hoheluft-Ost - Zeugenaufruf
Ein Feuerwehreinsatz wurde aktuell von der Polizei in Hamburg gemeldet. Es wird nach Zeugen gesucht. Haben Sie etwas gesehen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Tatzeit: 16.04.2026, 16:35 Uhr
Tatort: Hamburg-Hoheluft-Ost, Eppendorfer Weg
Gestern Nachmittag hat ein derzeit unbekannter Mann ein Ehepaar in seiner Wohnung beraubt, nachdem er sich unter dem Vorwand, Bankmitarbeiter zu sein, Zutritt zur Wohnung verschafft hatte. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen rief gestern ein angeblicher Bankmitarbeiter bei den Senioren (86/85) an, der mitteilte, dass es auf dem Bankkonto zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Den Eheleuten wurde in dem Telefongespräch ein Bankmitarbeiter angekündigt, der sie in ihrer Wohnung aufsuchen werde. Nachdem der Unbekannte zunächst Bankkarten von dem 85-jährigen Geschädigten zu Sicherungszwecken entgegengenommen hatte, erschien er nach einem weiteren Telefongespräch ein zweites Mal an der Wohnung, um nun auch Wertsachen abzuholen. An der Wohnungstür zeigte der 85-Jährige dem Mann Goldmünzen, welche er jedoch nicht übergeben wollte. Der Unbekannte griff daraufhin unvermittelt nach mehreren Behältnissen mit Münzen, woraufhin es zu einer Rangelei zwischen den beiden Männern kam, bei der sich der 85-Jährige leicht am Kopf verletzte.
Der Räuber flüchtete anschließend mit seiner Beute in unbekannte Richtung.
Eine Sofortfahndung mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen führte nicht zur Festnahme eines Tatverdächtigen. Dieser kann wie folgt beschrieben werden:
männlich
19 - 25 Jahre alt
circa 180 cm groß
schlanke Statur
"südländisches" Erscheinungsbild
gelockte, kurze braune Haare
war bekleidet mit einem weißen Hemd, einer weißen Hose und weißen Turnschuhen
Eine Rettungswagenbesatzung der Feuerwehr transportierte den Senior in ein Krankenhaus, wo er aufgrund einer leichten Verletzung ambulant behandelt wurde. Die 86-jährige Ehefrau blieb unverletzt.
Das Landeskriminalamt (LKA 431) hat die Ermittlungen übernommen.
Personen, die im Zusammenhang mit der Tat verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle zu melden.
Ob falsche Bankmitarbeiter, falsche Polizisten, Enkeltrick oder Schockanruf: Die Maschen der Telefonbetrüger sind vielfältig und die Polizei warnt immer wieder davor.
Die Polizei rät:
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Kann eine solch abenteuerliche Geschichte, die Ihnen am Telefon erzählt wird, wirklich stimmen?
Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!
Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch Verwandte, Freunde oder Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern.
Geht es am Telefon um Ihr Vermögen, welches Sie direkt übergebensollen, sollten Sie sofort alarmiert sein!
Weder Bankmitarbeiter noch Polizei oder sonstige Amtspersonen fragen am Telefon nach Ihren finanziellen Verhältnissen.
Legen Sie beim kleinsten Verdacht umgehend auf. Rufen Sie dann die Polizei unter 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an.
Übergeben Sie niemals Bargeld, Wertsachen oder EC-Karten an fremde Personen und geben Sie keine persönlichen Zugangsdaten oder Ihre PIN bekannt.
Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in Ihre Wohnung!
Führen Sie das Gespräch an der Tür nach Möglichkeit nur bei vorgelegtem Sperrbügel oder durch die geschlossene Tür.
Schl.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Hamburg vom 17.04.2026 gegen 13:58 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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