Polizei-News Konstanz, 26.02.26: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Konstanz - Rückgang der Straftaten, mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte

Die Polizei informiert über einen aktuellen Verstoß wegen Drogen in Konstanz. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Kriminalität im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz zeigt auch 2025 eine differenzierte Entwicklung. Insgesamt sind die Straftaten rückläufig, einzelne Bereiche wie Gewaltkriminalität gegen Einsatzkräfte oder Straftaten gegen das Leben weisen jedoch steigende Zahlen auf.

Bei den Straftaten werden im Jahr 2025 insgesamt 28.328 Delikte erfasst - ein Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr (31.491 Fälle). Dabei sind in allen vier Landkreisen rückläufige Zahlen zu beobachten. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl - die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner - zeigt eine positive Entwicklung: Für das Polizeipräsidium Konstanz liegt sie deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Statistisch betrachtet kann das Leben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz also weiterhin als vergleichsweise sicher bezeichnet werden.

Betrachtet man die einzelnen Deliktsbereiche, so zeigt sich folgendes Bild:

Die Straftaten gegen das Leben steigen deutlich an. Mit 28 Fällen liegen die Taten über dem 5-Jahres-Mittelwert von 23 Fällen. Acht Menschen verlieren ihr Leben. Ein positiver Trend zeigt sich jedoch bei den Körperverletzungsdelikten: Im Jahr 2025 werden insgesamt 3.366 Fälle registriert, rund 370 weniger als im Vorjahr.

Bei der Gewalt gegen Einsatzkräfte wird ein neuer Höchststand verzeichnet: 402 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie 17 Einsatzkräfte der Rettungsdienste werden in Ausübung ihres Berufes angegriffen - so viele wie noch nie zuvor.

Auch Straftaten unter Einsatz von Messern bleiben nach wie vor ein Thema. Im Jahr 2025 werden 186 Fälle registriert. Zwar stellt dies ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, dennoch kommen vier Personen durch Messergewalt ums Leben und 15 weitere werden schwer verletzt.

Trotz rückläufiger Fallzahlen in der Allgemeinkriminalität zeigen auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung einen leichten Anstieg auf 1.071 Fälle. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Verbreitung pornographischer Inhalte. Die Anzahl der registrierten Opfer sinkt um 17,5 %.

Die Fallzahlen im Bereich der häuslichen Gewalt, welche in Baden-Württemberg als Partnergewalt definiert ist, bleiben auf Vorjahresniveau. Insgesamt werden 981 Fälle verzeichnet, acht Menschen werden schwer verletzt, Todesopfer sind glücklicherweise nicht zu verzeichnen.

Bei Wohnungseinbrüchen hat sich der Trend steigender Fallzahlen nach den Corona-Jahren, welche mit historischen Tiefstwerten einhergingen, weiter fortgesetzt. 2025 werden 274 Fälle registriert, eine Zunahme von 23 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Vergleicht man die Fallzahlen jedoch mit dem Jahr 2015, als noch 642 Fälle registriert wurden, haben sich diese mehr als halbiert.

Die Fallzahlen beim Fahrraddiebstahl liegen unter den langjährigen Mittelwerten. So werden 1.156 Fälle, mit einem gegenüber 2024 ebenfalls rückläufigen Schaden von etwa 1,9 Millionen Euro, erfasst.

Auch die Rauschgiftkriminalität zeigt weiterhin rückläufige Zahlen: Mit einem Rückgang um 46,4 % werden in 2025 819 Fälle mit 719 Tatverdächtigen registriert. Diese Entwicklung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es parallel einen Trend zu härteren und gefährlicheren Betäubungsmitteln gibt.

Letztlich zeigt auch der Bereich Cybercrime in 2025 weniger erfasste Straftaten. So gehen die registrierten Fälle von 645 auf 590 zurück. Den größten Anteil machen hierbei Fälle des Computerbetrugs im Zusammenhang mit unbaren Zahlungsmitteln aus.

Leider haben skrupellose und dreiste Tätergruppen mit Schockanrufen und Anlagebetrügereien nach wie vor immer noch Erfolg und fügen damit den Opfern große materielle Schäden und psychische Verletzungen zu.

Die ausführliche Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Konstanz stellen wir Ihnen auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Konstanz unter diesem Linkzur Verfügung.

Auch wenn die Gesamtzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz rückläufig ist, stellt Polizeipräsident Jürgen von Massenbach-Bardt klar: "Hinter jeder Straftat stehen Menschen, die Belastungen, Vermögensverluste oder gar Verletzungen erleiden und in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt sind."

Der Polizeipräsident weiter: "Das nehmen wir sehr ernst und werden dies unter anderem im Rahmen lageorientierter Präsenz und der Fortführung der Kontrollen der Messerverbote aufgreifen. Ergänzt wird dies durch unsere Präventionsarbeit in Bereichen wie digitale Kriminalitätsformen, Rauschgiftkonsum und Umgang mit sozialen Medien. Weitere Schwerpunkte sind das frühzeitige Erkennen von gefährlichen Entwicklungen der Partnergewalt sowie das konsequente Vorgehen gegen Angriffe auf

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Konstanz vom 26.02.2026 gegen 09:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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