Ebola im Kongo: Klinisches Verfahren für zwei Ebola-Therapien beginnt

Für den Ebola-Erregerstamm Bundibugyo gab es bisher weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Therapie. Eine klinische Studie macht im aktuellen Ausbruch mit bereits mehr als 400 Toten Hoffnung.

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In der Demokratischen Republik Kongo beginnt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren gegen das Ebolavirus. Außerdem wird geprüft, ob die Kombination beider antiviraler Medikamente zusätzliche Vorteile für Patienten mit Ebola vom Erregertyp Bundibugyo bietet.

Im Mai kam es im Kongo zu einem Ausbruch von Ebola mit diesem Erregerstamm, für den es bisher weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gab. Nach Angaben der kongolesischen Behörden wurden im Labor bisher mehr als 1.400 Ebola Fälle nachgewiesen. Bis Ende Juni starben mehr als 400 Menschen an der Krankheit. Die Todesfallquote sei auf 31,2 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Forschung für die aktuelle Epidemie und künftige Ausbrüche

"Auch ohne zugelassene Therapien genesen Menschen von dieser Krankheit. Mit sicheren und wirksamen Therapien könnten wir jedoch noch viel mehr Leben retten", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

"Wir benötigen dringen Therapien, die Menschen mit dem Bundibugyo-Virus helfen können. Eine der wichtigsten Lehren aus den jüngsten Ausbrüchen ist, dass die Forschung parallel zur Bekämpfung der Pandemie stattfinden muss, nicht erst danach", sagte Amanda Rojek, Leiterin der Studie und Professorin am Pandemic Sciences Institute der Universität Oxford. Der kongolesische Gesundheitsminister Roger Kamba betonte, die klinische Studie gebe Patienten, ihren Familien und den betroffenen Gemeinden Hoffnung. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, nicht nur während des aktuellen Ausbruchs Menschenleben zu retten, sondern auch die Vorsorge für künftige Epidemien zu stärken.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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