Krankheitswelle Mitte Juli: Viele klagen über Ohrenschmerzen

Die Saison sorgt für eine bundesweite Verbreitung von Krankheitssymptomen. Seid Wochen befinden sich Magen-Darm-Beschwerden- Beschwerden an der Spitze der meistverbreitenden Symptome. Doch jetzt verzeichnen Ärzt:innen ansteigende Verbreitungen von Erkrankungen mit Ohrenschmerzen. Die AOK erklärt wie Sie sich schützen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) (Foto) Suche
Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Photographee.eu
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 27 am stärksten verbreitet mit 10.401 Meldungen
  • Anstieg um 100.3% bei Ohrenschmerzen
  • Grippesymptome mit 11.1% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 meldet für die Kalenderwoche 27 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Insgesamt 10.401 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Deutschlandweit meldeten 8,4 Prozent der Anrufenden Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Ohrenschmerzen mit stärkstem Anstieg

Besonders stark Rückläufig sind im Moment Grippesymptome. Im Vergleich zur Vorwoche reduzierte sich die Zahl der Berichte um 11.1%, von 2.357 auf 2.095 Fälle.

Ohrenschmerzen hingegen stiegen dafür deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 100.3% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Zu diesem Krankheitsbild verzeichnete der Patientenserivce in Kalenderwoche 27 insgesamt 5.231 Anrufe. In der vorherigen Woche wurden nur 2.612 gemeldet.

Laut „Deine Gesundheitswelt“ kann der aktuelle Anstieg von Ohrenschmerzen mit dem feuchten, wechselhaften Wetter zusammenhängen. Erkältungen treten häufiger auf und führen zu Schleimhautschwellungen, die den Druckausgleich im Ohr stören. Auch unsachgemäße Ohrenhygiene kann das Risiko erhöhen. Zur Vorbeugung rät die AOK, auf Wattestäbchen zu verzichten und bei Erkältungen die Nase regelmäßig zu befreien.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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