Ursprung bisher unbekannt: Mysteriöses Virus in Afrika ausgebrochen - 5 Tote und zahlreiche Infizierte
Fünf Tote, 35 Infizierte – und niemand weiß, womit sie es zu tun haben. In Burundi (Ostafrika) breitet sich eine mysteriöse Krankheit aus. Alle Tests auf bekannte Erreger wie Ebola verliefen negativ. Nun schreitet die WHO ein.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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Ein unbekanntes Virus, mehrere Tote und zahlreiche Infizierte. Das, was sich derzeit in Ostafrika abspielt, lässt böse Erinnerungen wach werden.
Eine rätselhafte Erkrankung versetzt den ostafrikanischen Staat Burundi aktuell in Alarmbereitschaft. Im nördlichen Bezirk Mpanda, unweit der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, sind bereits fünf Menschen an einer bisher unbekannten Krankheit gestorben. Mindestens 35 weitere Personen haben sich mit dem mysteriösen Virus infiziert, berichtet unter anderem der britische "Daily Star".
Mysteriöses Virus breitet sich in Ostadrika aus - Bekannte Erreger ausgeschlossen
Die Suche nach der Ursache des Virus gestaltet sich jedoch mehr als schwierig. Laboruntersuchungen auf mehrere gefährliche Krankheitserreger verliefen bisher ergebnislos. Tests auf Ebola, Rift-Valley-Fieber, Gelbfieber sowie das Krim-Kongo-hämorrhagische Fieber fielen allesamt negativ aus.
Tödliche Virus-Infektionen in Burundi - Warnung an Kontaktpersonen
Bereits am 31. März 2026 gaben die Gesundheitsbehörden eine Warnung an enge Kontaktpersonen der Erkrankten heraus. Gesundheitsministerin Dr. Lydwine Badarahana erklärte: "Obwohl es beruhigend ist, dass die vorläufigen Analysen für diese schweren Infektionen negativ sind, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Ursache der Krankheit zu ermitteln." Die Forschungen dauern an.
Blut im Urin, Fieber und Erbrechen - besorgniserregende Symptome bei Betroffenen
Das Krankheitsbild der mysteriösen Infektion umfasst mehrere alarmierende Anzeichen. Betroffene leiden unter anderem an
- Fieber,
- Erbrechen sowie Durchfall.
- Besonders beunruhigend ist das Auftreten von Blut im Urin.
- Hinzu kommen starke Erschöpfungszustände sowie Schmerzen im Bauchbereich.
Gelbsucht und Blutarmut als Folge der Infektion - Symptomkombination bisher nicht bekannt
Bei schweren Krankheitsverläufen wurden zusätzliche Komplikationen beobachtet. Einige Patient:innen entwickelten Gelbsucht, die auf eine Beeinträchtigung der Leberfunktion hindeutet. Auch Blutarmut trat in extremen Fällen auf. Mehrere Erkrankte mussten zur stationären Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Symptomkombination entspricht keinem bekannten Krankheitsmuster.
Epidemie-Gefahr? WHO und Expertenteams sollen Ausbreitung verhindern
Um der Bedrohung Herr zu werden, haben die burundischen Behörden ein spezialisiertes Team entsandt. Fachleute des nationalen Notfallzentrums für öffentliche Gesundheit sowie des staatlichen Referenzlabors sind vor Ort im Einsatz.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Unterstützung für die laufenden Ermittlungen ebenfalls zugesagt. Sie leistet umfassende Unterstützung bei den sogenannten Feldoperationen. Diese umfasst die Krankheitsüberwachung, Untersuchungen vor Ort, medizinische Versorgung, Labordiagnostik sowie Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle.
Virusausbreitung hält sich in Grenzen - Fälle bisher nur in einer Region registriert
Sämtliche bisherigen Fälle wurden ausschließlich in dieser Region registriert. Außerhalb Burundis sind bislang keine Infektionen bekannt geworden.
Gesundheitsministerin Dr. Lydwine Badarahana versicherte: "Alle notwendigen Maßnahmen werden ergriffen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und eine mögliche Ausbreitung der Infektion zu verhindern."
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