Salz im Kaffee: Neuer Hype gesundheitsschädlich? Expertin warnt vor diesem Trend
Kaffeeliebhaber dürften diesen viralen Trend bereits kennen. Ein kleines bisschen Salz in den Kaffee und die Geschmacksknospen explodieren. Doch Vorsicht! Der neue Trend birgt gesundheitliche Risiken. Was ist dran am Kaffee-Salz-Hype?
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Salz im Kaffee - Neuer Hype geht viral
- Wie verändert sich der Geschmack durch das Salz?
- Expertin warnt vor Risiken: Das müssen Sie wissen
Wer seinen morgendlichen Kaffee als zu herb empfindet, greift traditionell zu Milch oder Zucker. Doch ein neuer Trend macht die Runde: Eine Prise Salz soll das Heißgetränk genießbarer machen. Aber was steckt hinter dem verrückt salzigen Kaffee-Genuss?
Salz im Kaffee sorgt für einen süßeren Geschmack
Der Effekt dahinter ist durchaus real. Wie die Psychologin Dr. Eleanor Bryant gegenüber der britischen "Sun" erläutert, verstärkt Salz tatsächlich den Geschmack des Kaffees. "Vor allem, indem es die Wahrnehmung der bitteren Noten im Koffein mildert, was wiederum den Kaffee manchmal süßer schmecken lässt", so die Expertin. Dadurch könnte theoretisch weniger Zucker nötig sein – ein vermeintlicher Vorteil für alle, die ihre Zuckeraufnahme reduzieren möchten.
Zu viel Salz - Expertin warnt vor versteckten Gesundheitsgefahren
Doch Dr. Bryant rät von diesem Trend ab. Wissenschaftliche Belege für gesundheitliche Vorteile durch Salz im Kaffee existieren nicht. Im Gegenteil: "Tatsächlich könnte eine regelmäßige Erhöhung der Salzaufnahme auf diese Weise schädlich sein, insbesondere für Menschen, die täglich mehrere Tassen Kaffee trinken", warnt die Psychologin.
Die Risiken sind erheblich: Übermäßiger Salzkonsum begünstigt...
- Bluthochdruck,
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Nierenschäden
- kann Immunsystem und Darmflora beeinträchtigen
Übrigens: Die WHO rät zu höchstens fünf Gramm Salz täglich – in Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch jedoch bei fast dem Doppelten.
Warum manche Menschen Bitterkeit lieben – und andere nicht
Die Vorliebe für bestimmte Kaffee-Aromen ist keine reine Gewohnheitssache. Laut Dr. Bryant spielen genetische Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Geschmackswahrnehmung. "Entweder man wird mit einer Vorliebe für bittere Geschmacksrichtungen geboren oder nicht", erklärt die Expertin, die sich mit den Auswirkungen von Ernährung und Umwelt auf den Menschen beschäftigt.
Allerdings lässt sich der Geschmackssinn auch trainieren – bittere Aromen können erlernt werden. Wer dennoch zu Zusätzen wie Salz greift, versucht schlicht, das Getränk angenehmer für den Gaumen zu gestalten. Angesichts der gesundheitlichen Bedenken sollten Kaffeetrinker jedoch abwägen, ob die Prise Salz den Preis wert ist.
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