So krank ist Mecklenburg-Vorpommern: Von Corona bis RSV - Welche Atemwegserkrankungen aktuell grassieren

Wie steht es um die Gesundheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Neueste Statistiken zu RSV, Corona, Grippe und anderen akuten Atemwegserkrankungen vermitteln einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen im Januar 2026 und die besonders betroffenen Altersgruppen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Wie krank ist Mecklenburg-Vorpommern? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) (Foto) Suche
Wie krank ist Mecklenburg-Vorpommern? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Martina Berg

In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen zu kämpfen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Mecklenburg-Vorpommern verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona in Mecklenburg-Vorpommern: 7-Tage-Inzidenz von 7,1

Corona (auch: COVID-19) bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In Mecklenburg-Vorpommern gab es in der vergangenen Woche 116 neue Corona-Fälle. Mit 24 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern aktuell bei 7,1 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 08.01.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 741.559 laborbestätigte Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt in MV
00-049,4623.694
05-141,3295.305
15-342,78177.963
35-595,530289.578
60-798,236112.363
80+243342.511
00+7,1116741.559

Grippe in Mecklenburg-Vorpommern: 101 neue Influenza-Fälle

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 101 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 6,31.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz in MV
00-142210,81
15-59354,27
60+447,62
00+1016,31

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen im Osten Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen mit Husten, Halsschmerzen oder Fieber. Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 01. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Osten dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 01/2026Region OstenDeutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.6.300 (Vorwoche: 7.200)6.000
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.1.700 (Vorwoche: 1.900)1.500

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Osten, zu der auch Mecklenburg-Vorpommern gehört, beträgt für die 01. Kalenderwoche 6.300 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 7.200), liegt aber noch über dem bundesweiten Durchschnitt von 6.000. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.700 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 1.900). Wie schon bei den Atemwegserkrankungen der Region Osten liegen die Werte auch für die grippeähnlichen Erkrankungen oberhalb des bundesweit erfassten Durchschnittswerts von 1.500.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 01/2026 haben insgesamt 1.785 Teilnehmende aus der Region Osten ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.638 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

Keine neuen RSV-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind kleine Kinder, insbesondere Frühgeborene, sowie ältere Erwachsene. In der 52. Kalenderwoche gab es keine neuen RSV-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz in MV
52/202500
51/202500
50/202500
49/202510,06
48/202510,06

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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