So krank ist Baden-Württemberg: Welche Infektionen jetzt grassieren - und wen es trifft

Wie steht es um die Infektionslage in Baden-Württemberg? Aktuelle Daten für Corona, Grippe, RSV und weitere Atemwegserkrankungen zeigen, wie sich die Inzidenzen im Juli 2026 entwickeln und welche Altersgruppen besonders betroffen sind.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Wie krank ist Baden-Württemberg? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) (Foto) Suche
Wie krank ist Baden-Württemberg? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Leo

Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen den Menschen in Baden-Württemberg Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Baden-Württemberg verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona in Baden-Württemberg: 7-Tage-Inzidenz von 0

Corona, oder COVID-19, bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Die Krankheit kann zu Symptomen wie Husten, Fieber und Atemnot führen und wird durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst. In der letzten Woche gab es in Baden-Württemberg 5 neue Corona-Fälle. Mit 0,1 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der 05-14-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg aktuell bei 0 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 03.07.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 5.155.673 laborbestätigte Corona-Fälle in Baden-Württemberg gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt in BW
00-0400142.452
05-140,11614.666
15-340,121.535.367
35-59011.973.420
60-7901676.322
80+00211.613
00+055.155.673

Grippe in Baden-Württemberg: 6 neue Influenza-Fälle

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 25 wurden in Baden-Württemberg 6 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 0,05.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz in BW
00-1430,19
60+30,09
00+60,05

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen im Süden Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 26. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Süden dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 26/2026Region SüdenDeutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.2.700 (Vorwoche: 2.600)3.100
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.500 (Vorwoche: 400)400

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Süden, zu der auch Baden-Württemberg gehört, beträgt in der 26. Kalenderwoche 2.700 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 2.600) Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 500 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 400). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Süden liegen höher als der gesamtdeutsche Durchschnittswert von 400.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 26/2026 haben insgesamt 2.561 Teilnehmende aus der Region Süden ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 8.950 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

RSV in Baden-Württemberg: Inzidenz gestiegen für Respiratorisches Synzytial-Virus

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind kleine Kinder, insbesondere Frühgeborene, sowie ältere Erwachsene. In der 26. Kalenderwoche gab es 5 neue RSV-Fälle in Baden-Württemberg - 2 mehr als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,04 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die höchste RSV-Inzidenz des laufenden Jahres wurde in Baden-Württemberg in der Kalenderwoche 09/2026 erreicht, als innerhalb einer Woche 627 neue RSV-Fälle registriert wurden. Dies entspricht einer RSV-Inzidenz von 5,56 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz in BW
26/202650,04
25/202630,03
24/202650,04
23/202640,04
22/202690,08

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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