So krank ist Baden-Württemberg: Grippe, RSV und Corona - aktuelle Inzidenzen im Vergleich
Wie steht es um die Gesundheit der Menschen in Baden-Württemberg? Neueste Statistiken zu Corona, Grippe, RSV und anderen akuten Atemwegserkrankungen vermitteln einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen im Januar 2026 und die besonders betroffenen Altersgruppen.
Von news.de-Redakteurin Sarah Knauth - Uhr
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In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen in Baden-Württemberg mit Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen zu kämpfen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Baden-Württemberg verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Corona in Baden-Württemberg: 7-Tage-Inzidenz von 3,3
Corona, oder COVID-19, bleibt eine der häufigsten Atemwegserkrankungen. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In der vergangenen Woche gab es in Baden-Württemberg 374 neue Corona-Fälle. Mit 16,8 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg aktuell bei 3,3 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 15.01.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 5.154.017 laborbestätigte Corona-Fälle in Baden-Württemberg gemeldet.
| Altersgruppe | 7-Tage-Inzidenz | neue Fälle letzte 7 Tage | Corona-Fälle gesamt in BW |
|---|---|---|---|
| 00-04 | 5,4 | 30 | 142.306 |
| 05-14 | 0,5 | 5 | 614.628 |
| 15-34 | 1 | 26 | 1.535.207 |
| 35-59 | 1,6 | 60 | 1.973.128 |
| 60-79 | 5,1 | 122 | 675.814 |
| 80+ | 16,8 | 131 | 211.109 |
| 00+ | 3,3 | 374 | 5.154.017 |
Grippe in Baden-Württemberg: 994 neue Influenza-Fälle
Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden in Baden-Württemberg 994 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 8,85.
| Altersgruppe | neue Grippe-Fälle letzte KW | Influenza-Inzidenz in BW |
|---|---|---|
| 00-14 | 272 | 16,86 |
| 15-59 | 277 | 4,31 |
| 60+ | 445 | 13,96 |
| 00+ | 994 | 8,85 |
Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen im Süden Deutschlands
Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen mit Husten, Halsschmerzen oder Fieber. Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.
In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 02. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Süden dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.
| KW 02/2026 | Region Süden | Deutschland gesamt |
|---|---|---|
| Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw. | 4.700 (Vorwoche: 6.300) | 4.700 |
| Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw. | 1.300 (Vorwoche: 1.600) | 1.300 |
Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Süden, zu der auch Baden-Württemberg gehört, beträgt in der 02. Kalenderwoche 4.700 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 6.300) und befindet sich auf dem gleichen Niveau wie der bundesweite Durchschnitt (4.700). Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.300 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 1.600). Wie schon bei den Atemwegserkrankungen der Region Süden bewegen sich die Werte auch für die grippeähnlichen Erkrankungen im Bereich der geschätzten durchschnittlichen Inzidenz von Gesamtdeutschland (1.300).
Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 02/2026 haben insgesamt 2.765 Teilnehmende aus der Region Süden ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.978 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.
RSV in Baden-Württemberg: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind kleine Kinder, insbesondere Frühgeborene, sowie ältere Erwachsene. In der 52. Kalenderwoche gab es 7 neue RSV-Fälle in Baden-Württemberg - 1 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,06 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
| Kalenderwoche | neue RSV-Fälle | RSV-Inzidenz in BW |
|---|---|---|
| 52/2025 | 7 | 0,06 |
| 51/2025 | 8 | 0,07 |
| 50/2025 | 5 | 0,04 |
| 49/2025 | 4 | 0,04 |
| 48/2025 | 2 | 0,02 |
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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