Verkehr: Proteste in Irland dauern an – Treibstoff wird knapp

In Irland reißen die Proteste gegen die hohen Preise für Benzin, Diesel und Co. nicht ab. An Tankstellen wird der Treibstoff knapp, Gespräche zwischen der Regierung und Branchenvertretern dauern an.

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In Irland wird den fünften Tag in Folge gegen die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kraftstoffpreise demonstriert - und an zahlreichen Tankstellen wird der Treibstoff knapper. Im Zuge einer großangelegten Aktion entfernte die irische Polizei, auch Gardaí genannt, mit Hilfe von Streitkräften Traktoren vor der Ölraffinerie Whitegate, die seit Tagen blockiert worden war.

Tanklaster konnten die Raffinerie laut der Nachrichtenagentur PA nun wieder erreichen, über die ein Drittel der Kraftstoffversorgung des Landes gedeckt wird. Kevin McPartlan, Geschäftsführer der Interessenvertretung Fuels for Ireland, hatte demnach zuvor mitgeteilt, dass bei Hunderten Tankstellen im Land der Kraftstoff ausgegangen sei. Er warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Lage, sollten die Blockaden kein Ende finden.

Seit Dienstag kommt es in Irland zu zahlreichen Protestaktionen, darunter Autokorsos auf Autobahnen und Blockaden von verkehrsreichen Straßen. Neben mehreren Treibstoffdepots werden auch Häfen blockiert. Regierungschef Micheál Martin sprach zuletzt laut PA von Aktionen, die "schwer zu begreifen" seien.

Unmut bei Demonstranten

Die Demonstranten fordern weitere Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise, die durch den Iran-Krieg stark gestiegen waren. Am Freitag begonnene Gespräche auf Regierungsebene mit Vertretern aus dem Transport- und Landwirtschaftssektor wurden am Samstag fortgesetzt. Die Demonstranten hatten eigene Gespräche gefordert und ihren Unmut darüber geäußert, von den Gesprächen ausgeschlossen worden zu sein.

Am Freitagabend erklärte sich die Regierungskoalition laut PA zu einem Maßnahmenpaket zur Senkung der Kosten bereit. Das reichte allerdings nicht aus, um insbesondere die Blockaden deutlich einzudämmen. Die Aktionen würden so lange andauern, bis es zu einer "spürbaren Senkung unserer Kosten" komme, warnte ein Sprecher der Proteste in Dublin.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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