Unfall: Wildunfälle verursachen Milliarden-Schaden an Autos

Wildunfälle kosteten die Versicherer im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Milliarden Euro – obwohl ihre Zahl nahezu gleich blieb. Warum ein Zusammenstoß inzwischen deutlich teurer ist.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Unfall-Meldungen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Unfall-Meldungen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Boris Roessler

Wildunfälle haben die Autoversicherer im vergangenen Jahr deutlich mehr gekostet. Konkret geht es um Kosten von 1,2 Milliarden Euro, die Kfz-Versicherern in Deutschland nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im vergangenen Jahr entstanden sind. Das seien rund sieben Prozent mehr als 2024. Die Zahl der Wildunfälle sei mit rund 276.000 nahezu konstant geblieben.

"Die dadurch entstandenen Schäden sind aber deutlich teurer geworden. Grund dafür sind die seit Jahren steigenden Reparaturkosten", sagte Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin. Die Reparatur eines Wildunfallschadens kostete den Angaben zufolge im Schnitt rund 4.400 Euro, rund 300 Euro mehr als im Jahr zuvor. Der Verband führt den Anstieg auf steigende Preise für Ersatzteile und Werkstattstunden zurück.

Nach GDV-Angaben ereignen sich täglich mehr als 750 Wildunfälle. "Rein rechnerisch kommt es fast alle zwei Minuten zu einem Wildunfall", so die Versicherer. Besonders gefährdet sind Fahrerinnen und Fahrer im Frühjahr und Herbst. Der Verband rät, Warnschilder ernst zu nehmen, Tempo zu drosseln und keine riskanten Ausweichmanöver zu fahren.

Schäden am eigenen Auto durch sogenanntes Haarwild wie Rehe oder Wildschweine übernimmt laut GDV die Teil- oder Vollkasko. "Ein Wildunfall wirkt sich nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt aus", heißt es zudem.

Verletzte oder getötete Tiere sollten keinesfalls berührt werden. Das Bergen sei Aufgabe des zuständigen Försters oder Jagdpächters.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.