Landgericht Braunschweig: Dritter Betrugsprozess um Abgasmanipulation bei Volkswagen

2015 wurde der VW-Dieselskandal bekannt – die juristische Aufarbeitung beschäftigt Gerichte bis heute. In Braunschweig steht nun ein weiterer großer Prozess an.

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Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen stehen in einem weiteren Prozess von diesem Dienstag (10.00 Uhr) an erneut mehrere Angeklagte vor dem Landgericht Braunschweig. Es ist der inzwischen dritte große Betrugsprozess im Zusammenhang mit Manipulationen an Autos von VW.

Angeklagt sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, wie das Gericht vorab mitteilte. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, und es drohen mehrjährige Haftstrafen.

Wie in den beiden vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein.

Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in teils unterschiedlichen Zeiträumen die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Az.: 14 KLs 411 Js 13746/21 (33/21))

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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