Iran-Krieg: Regierung sieht keine schnelle Entwarnung bei Spritpreisen

Am Golf schweigen vorerst die Waffen. Stehen jetzt auch an den Tankstellen die Zeichen auf Entspannung? Die Bundesregierung dämpft die Erwartungen.

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Die Bundesregierung hat vor einer überzogenen Erwartung schnell sinkender Spritpreise infolge der Waffenruhe im Iran-Krieg gewarnt. "Es ist Realismus in mehrfacher Hinsicht geboten", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in der Bundespressekonferenz in Berlin. "Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus braucht Zeit und führt nicht schnell unmittelbar zurück zum Status aus dem Februar."

Der Sprecher betonte: "Es wird Zeit in Anspruch nehmen, bis die Schifffahrt wieder das Vorkriegsniveau erreicht und das Angebot am Weltmarkt stabilisiert ist." Auch werde es dauern, bis zerstörte Produktionsanlagen wiederhergestellt seien. Zudem sei der Waffenstillstandsprozess mit großen Unsicherheiten behaftet. "Wir sind noch weit von einem Abkommen entfernt und erhebliche Rückschläge sind jederzeit möglich."

Deutliche Preissenkungen werden nicht so schnell kommen

Hille wies darauf hin, dass ein Tanker von der Meerenge von Hormus nach Europa drei bis sechs Wochen braucht. Es werde also eine Zeit dauern, bis die Ladung verfügbar sei. "Dementsprechend wird es auch dauern, bis deutliche Preissenkungen bei uns ankommen." Hinzu komme, dass die Transportkosten absehbar erhöht blieben, etwa wegen höherer Versicherungsprämien.

Als Bestandteil der Waffenruhe am Golf haben die USA und der Iran auch die Öffnung der Straße von Hormus vereinbart. Durch diese Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman führt eine wichtige Route für den globalen Öl- und Gashandel. Die Blockade des Seeverkehrs dort durch den Iran hat weltweit zu Preissprüngen geführt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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