TV-News: Warnstreik beim NDR - Verhandlungen gehen weiter
NDR-Beschäftigte wollen mehr Geld. Deshalb verhandeln Gewerkschaft und NDR über einen neuen Tarifvertrag. Bislang ohne Erfolg. Am dritten Verhandlungstag gab es zudem einen Ausstand.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg haben zahlreiche freie und feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit kurzzeitig niedergelegt, um in einen Warnstreik zu treten. An dem Ausstand haben sich ersten Angaben zufolge rund 150 Menschen beteiligt, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Ob es Auswirkungen auf das Programm des NDR gegeben hat, war zunächst unklar. Am Warnstreiktag wurden auch die Tarifverhandlungen fortgesetzt.
Der NDR versuche, die Auswirkungen des Warnstreiks auf seine Programme so gering wie möglich zu halten, sagte eine NDR-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Über Änderungen im Sendeablauf informiere der NDR in seinen Programmen, auf NDR.de in der Programmvorschau sowie im Videotext. Der Warnstreik war heute Morgen gestartet und sollte bis Mittwochfrüh, 1.30 Uhr, laufen.
Gewerkschaft will 7 Prozent - NDR bietet 1,2 Prozent
Die Gewerkschaft Verdi hatte die festen und freien Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen, um den Druck auf den Arbeitgeber während der laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Es hatte bereits zwei Verhandlungstermine ohne Einigung gegeben.
Verdi fordert für die rund 5.000 NDR-Beschäftigten im gesamten Norden unter anderem eine Lohnsteigerung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro, und 200 Euro mehr sowie eine Übernahmegarantie für Auszubildende. Den Angaben zufolge bietet der NDR bisher 1,23 Prozent mehr Lohn zum 1. Juli und jeweils weiter 1 Prozent im Juni 2027 und im April 2028.
"Das vorgelegte Angebot steht für wirtschaftliche Vernunft und garantierte Sicherheit", hieß es dazu vom NDR. Vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Rahmenbedingungen sei das Angebot solide finanziert. "Der NDR ist verpflichtet, mit dem ihm von den Beitragszahlenden zur Verfügung gestellten Geld verantwortungsbewusst umzugehen."
Verdi moniert dagegen, dass das Angebot deutlich unterhalb eines Inflationsausgleichs und weit entfernt vom Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder liege, der üblicherweise als Orientierung diene.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "TV":
- TV-Programm heute Abend: Das sind die Primetime-Highlights im Fernsehen
- Fernsehen: Die "Zielfahnder" auf der Spur skrupelloser Mädchenhändler
- Fernsehen: Georg Heil wird neuer RBB-Chefredakteur
- TV: Gericht prüft Vielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
- Recap zu "Euphoria"-Staffel 3 : Hitserie kehrt zurück - doch Fans erkennen ihre Lieblingsserie kaum wieder
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.