Von news.de-Redakteurin - 28.01.2021, 09.58 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Virologe fordert "Stresstest für Intensivstationen"! Streeck schockt im TV

Bei "Maischberger" schockte Virologe Hendrik Streeck mit einer brisanten Forderung. Er wolle einen "Stresstest für Intensivstationen". Nicht nur SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich geschockt sondern auch Twitter.

Virologe Hendrik Streeck fordert einen "Stresstest für Intensivstationen". Bild: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von der schwierigsten Phase der Pandemie. Die Infektionszahlen sinken zwar allmählich, doch ob der Lockdown deswegen bald gelockert werden kann oder wegen verschiedener Corona-Mutationen sogar verlängert werden muss, ist fraglich. Das Risiko sei unkalkulierbar. Der Top-Virologe Christian Drosten warnte bereits vor 100.000 Neuinfektionen pro Tag im Sommer. Bei "maischberger. die woche" diskutierten SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Virologe Hendrick Streeck über die Corona-Maßnahmen.

Virologe schockt bei "Maischberger": Streeck wünscht sich "Stresstest für Intensivstationen"

Lauterbach zählt zu den strikten Lockdown-Befürwortern. Laut ihm müsse der Inzidenzwert auf 25 gesenkt werden, bevor man die Maßnahmen lockern könne. "Ich glaube, es sollte nicht der einzige Parameter sein, nach dem wir uns ausrichten", hält Streeck dagegen. Laut dem Virologen solle man nicht nur auf Inzidenzen und die absoluten Infektionszahlen schauen. Auch bei geimpften Menschen könne der PCR-Test positiv anschlagen, obwohl sie möglicherweise nicht mehr ansteckend sind. "Für den Arzt ist es wichtig, ob ein Mensch krank wird, ob er ins Krankenhaus muss", sagt Streeck. Man wisse nicht, an welchem Punkt das Gesundheitssystem an seine Grenzen stoße. "Wenn wir bei 5.000 belegten Intensivbetten schon an unsere Schmerzgrenze kommen. Was ist eigentlich unsere maximale Kapazitätsgrenze?", fragt sich der Virologe und ergänzt eine schockierende Aussage. "Da fehlt mir ein Stresstest wie bei den Banken."

Angesichts der Altersstruktur in Deutschland sei die Zahl der Neuinfektion jedoch durchaus relevant, hält Lauterbach dagegen. "1,1 Prozent der Infizierten sterben, 1.000 pro Tag. Da ist mir ehrlich gesagt egal, wie viele Intensivbetten wir haben", sagt der SPD-Gesundheitsexperte. Außerdem weist er auf die möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion hin, die in der Bevölkerung offenbar noch immer unterschätzt werden. Covid-19 betreffe nicht nur die Lunge, sondern kann auch zu eingeschränkter Nierenfunktion sowie eingeschränkter Hirnleistung führen."Wir haben eine völlig falsche Idee davon, wer stirbt", sagt Lauterbach.

"Faschistische Menschenexperimente!" Twitter wütet gegen Streeck

Innerhalb kürzester Zeit trendet der Hashtag #Streeck bei Twitter. Die Nutzer zeigen sich schockiert von der Aussage des Virologen. "#Streeck möchte einen Stresstest d. Intensivstationen. Was für ein widerlicher unethischer Ansatz. Kein Mediziner, der diese Bezeichnung auch verdient, würde so etwas sagen. UNSER ZIEL MUSS SEIN, SO VIELEN MENSCHEN WIE MÖGLICH EINE INTENSIVBEHANDLUNG ZU ERSPAREN", schreibt ein fassungsloser Twitter-Nutzer.

"Ich will nie wieder Faschismus. Ich will, dass eine MODERATORIN #Maischberger sofort widerspricht, wenn Talkgast #Streeck über faschistische Menschenexperimente philosophiert. Am Tag des Gedenkens der Holocaustopfer muss ich mir das anhören", heißt es in einem anderen Tweet. "Ich bin zu müde und sage es deshalb einfach mal wie meine Schüler*innen: #Streeck ist sowas von lost. #maischberger", fügt ein Twitter-Nutzer hinzu. "Unglaublich, dieser #Streeck. Setzt immer noch auf Durchseuchung. Will Intensivbetten auslasten. Gibt einen Scheiß auf #LongCovid. Dieser Mann ist gefährlich", wettert ein weiterer.

Coronavirus in Deutschland: "Sind über 50.000 Tote für Familie #Streeck nicht genug?"

"Bin ich der einzige dem aufstößt, dass der Enkelsohn des Entwicklers von Auschwitz am #HolocaustGedenktag im Fernsehen einen echten Stresstest für die Intensivstationen fordert?
Sind über 50.000 Tote für Familie #Streeck nicht genug?", zeigt sich ein Twitter-Nutzer irritiert. "'Für den Arzt wird es relevant, wenn der Patient ins Krankenhaus muss.' #Streeck Ja. Es sei denn, er steckt munter x Personen an, die dann ins Krankenhaus behandelt werden müssen. Wie krass kann man Probleme verschieben!?", zeigt sich ein anderer entsetzt über die Aussage von Streeck.

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bua/news.de

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