26.01.2017, 16.31 Uhr

"Der Bozen-Krimi: Am Abgrund" als Wiederholung sehen:      TV-Kritik zu "Der Bozen-Krimi: Am Abgrund": Lohnt sich das Einschalten?

Kommissarin Sonja Schwarz (Chiara Schoras) und "Capo" Matteo Zanchetti (Tobias Oertel) im Visier eines Mafiakillers. Bild: ARD Degeto/Hans-Joachim Pfeiffer

Dieser Nebenhandlung hätte es gar nicht bedurft, denn das eigentliche Geschehen ist schon spannend genug. Aber vermutlich wollten Autor Jürgen Werner (sein "Tatort - Die Wacht am Rhein" lief kürzlich) und Regisseur Thorsten Näter ("Verhängnisvolle Nähe") gleich zwei Familiendramen erzählen, mitsamt ihren Unterschieden, aber auch mit ihren Gemeinsamkeiten, denn in beiden Fällen stirbt ein Mitglied der Familie - Thomas schafft es nämlich nicht. Wobei es dabei wiederum einen großen Unterschied gibt: Während Mutter und Schwestern des jungen Mannes eher erleichtert scheinen über seinen Tod, beklagt Sonja Schwarz den Tod ihres Gatten aufrichtig.

Chiara Schoras (41, "Countdown - Die Jagd beginnt", "Tempel") ist in nahezu jeder Szene im Bild und unzweifelhaft das Gesicht dieser Krimi-Reihe. Sie sagt im ARD-Interview, warum sie die Figur der Sonja Schwarz so gerne spielt: "Wir schauen ihr als Zuschauer ganz nah dabei zu, wie sie oder ihre Familie in die Fälle mit verwickelt sind, und daher bekommen wir eine große Einsicht in ihre emotionale Welt. Sie ist immer auf höchstpersönliche Weise involviert. Das macht es so besonders."

"Der Bozen-Krimi: Am Abgrund" - zwei Familientragödien

Eine lineare Erzählstruktur sei immer spannender zu schauen und, wie sie finde, auch zu spielen. "Man erfährt mehr über die Figuren und kann natürlich viel besser mitfiebern", so Schoras. "In den neuen Folgen wird es sehr traurige Momente für die Familie geben, die alles grundlegend verändern. Es ist spannend, dieser in ungewöhnlicher Konstellation zusammengewürfelten Familie dabei zuzuschauen, wie sie mit den neuen Herausforderungen umgeht."

Das ist in der Tat ziemlich spannend, zumal in diesem Fall auch noch die Mafia samt einem Killer (den der Zuschauer allerdings schon gleich zu Beginn zu sehen bekommt) mit im Spiel ist und es immer wieder neue Wendungen gibt. Dazu kommt noch die eindrucksvolle Kulisse der Südtiroler Alpen, die von Kameramann Joachim Hasse ("Am Ende die Hoffnung", mit Thorsten Näter) immer wieder gekonnt eingefangen und in die Handlung eingewoben wird. Vor allem das Finale des Films, der mehr Tragödie ist als Krimi, ist in jeglicher Hinsicht der Gipfel.

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grm/kad/news.de/dpa

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