24.10.2016, 12.35 Uhr

Oliver Polak privat: Wen Oliver Polak sofort rausbuzzern würde

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

In einem anderen Interview sagten Sie, sie würden sogar mit Adolf Hitler ein Gespräch beginnen. Gibt es wirklich niemanden, den sie schon vor dem ersten Wort aus dem Studio schmeißen würden?

Polak: Nein, jetzt erstmal nicht. Mir würde zumindest niemand einfallen. Genau in dem Moment werden Gespräche ja interessant, wenn man eigentlich gerne die Rollos runterlassen würde, aber sie bewusst oben lässt. Ich würde mich auch mit einem Wutbürger oder Verschwörungstheoretiker unterhalten.

Sie wissen auch nicht, wer kommt?

Polak: Richtig, ich habe keine Ahnung. Vor der Show werde ich in eine Art Natascha-Kampusch-Suite gesperrt, damit ich wirklich nichts mitbekomme. Da ist überhaupt nichts gestellt.

Wirklich?

Polak: Nein, überhaupt nicht. Ganz ehrlich: Wenn wir anfangen, irgendetwas zu inszenieren, dann sollten wir das Format sein lassen. Ich will kein Fernsehen machen, in dem der Zuschauer für blöd verkauft wird. Ich bin auch sehr glücklich, dass ProSieben diesen Versuch mitmacht.

Sie sind bisher hauptsächlich als Stand-up-Comedian und Buchautor bekannt geworden. Was ist für Sie nun als Talkshow-Host anders?

Polak: Ich finde ja, dass es ziemlich viele Parallelen zu "Das Lachen der Anderen" mit mir und Micky Beisenherz gibt. Auch dort steht das Gespräch im Mittelpunkt und wir treffen für uns unbekannte Menschen, wissen also vorher nicht wirklich was passiert. Daher kommt im Übrigen auch die Grundidee für "Applaus und Raus!"

Wer ist denn der Protagonist der Sendung? Sie, der Gast oder das Gespräch?

Polak: Ganz klar der Gast. Ich habe die Titelmelodie gemeinsam mit Erobique komponiert und da gibt es den Refrain: "Das Wichtigste an der Show bist Du!" Keine Gäste, keine Show. Keine Hände, keine Schokolade.

Die Zukunft von Oliver Polak

Erst "Das Lachen der Anderen", jetzt "Applaus und Raus!". Sehen Sie Ihre Zukunft mehr im TV oder doch auf der Stand-up-Bühne?

Polak: Ich mache ja viele Projekte. Ich habe eine Kolumne in der "Welt am Sonntag", ich schreibe gerade ein neues Buch, habe meinen eigenen Comedy-Club in Berlin. Aber am liebsten bin ich schon auf der Bühne und habe gerade wieder ziemlich Bock darauf. Nächstes Jahr gibt es auch ein neues Programm von mir. Ich muss nicht mein Leben lang im Fernsehen sein.

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