Jose Legra tot: Sportwelt trauert um legendären Ex-WBC-Weltmeister
Traurige Nachrichten: Er wurde "Pocket Cassius Clay" genannt und musste seine Heimat Kuba verlassen, um zur Legende zu werden – jetzt ist der zweifache Weltmeister Jose Legra mit 83 Jahren gestorben.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Traurige Nachricht erschüttert Boxwelt - WBC-Weltmeisterlegende Jose Legra verstorben
- Eine beeindruckende Karriere - ein Boxer aus Kuba schafft es nach ganz oben
- Später Lebensabschnitt in Spanien verbracht - so erging es Legra nach seinem Karriere-Aus
Die Boxwelt trauert um eine Legende: Jose Legra ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Der gebürtige Kubaner, der später in Spanien seine Heimat fand, sicherte sich zweimal den WBC-Weltmeistertitel im Federgewicht – 1968 und erneut 1972. Die Nachricht erschüttert die Sportswelt. Die Hintergründe.
Bewegende Abschiedsworte nach Tod von Box-Weltmeister Jose Legra (†83)
WBC-Präsident Mauricio Sulaiman würdigte den verstorbenen Champion mit bewegenden Worten. "Das Ableben von Jose Legra schließt eines der größten Kapitel in der Geschichte des Boxens", erklärte er gegenüber "The Ring Magazine". Sulaiman betonte, dass mit Legra nun das Kapitel der kubanischen Boxlegenden für immer geschlossen sei. "Ruhe in Frieden, Champion", so seine abschließenden Worte an Familie und Freunde des Verstorbenen.
Vom Karibiktraum zur europäischen Bühne
Jose Legra erblickte in Kuba das Licht der Welt und stieg bereits mit 17 Jahren in den Profiboxring. Doch 1962 änderte sich alles: Fidel Castro verbot den professionellen Boxsport in seinem Land. Der junge Kämpfer musste seine Heimat verlassen.
Zunächst versuchte Legra sein Glück in Mexiko, bevor er schließlich nach Spanien übersiedelte. Dort sollte er den Rest seines Lebens verbringen. Der Durchbruch gelang ihm 1967, als er sich den vakanten Europameistertitel im Federgewicht sicherte – der erste große Meilenstein einer außergewöhnlichen Karriere.
Doppelter Triumph auf der Weltbühne
Nur ein Jahr nach seinem Europameistertitel griff Legra nach der Weltkrone. 1968 reiste er nach Wales und bezwang dort den lokalen Favoriten Howard Winstone durch technischen K.o. – sein erster WBC-Weltmeistertitel im Federgewicht war perfekt.
Die erste Titelverteidigung im Januar 1969 endete jedoch bitter: Gegen Johnny Famechon verlor er den Gürtel nach 15 Runden in einem umstrittenen Kampf. Doch Legra gab nicht auf. Im Dezember 1972 holte er sich die Krone zurück, als er Clemente Sanchez in der zehnten Runde stoppte und zum zweiten Mal Weltmeister wurde.
Der "Pocket Cassius Clay" und sein Vermächtnis
Wegen seiner Ähnlichkeit zu Muhammad Ali erhielt Legra den Spitznamen "Pocket Cassius Clay" – der Taschenformat-Cassius Clay. Seine beeindruckende Karrierebilanz unterstreicht seinen Status als Ausnahmeathlet: 129 Siege, davon 49 durch K.o., bei nur 11 Niederlagen und 4 Unentschieden.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wandte sich der Kubaner dem Geschäftsleben zu. In Alicante betrieb er ein Schuhgeschäft, zudem besaß er Immobilien auf den Kanarischen Inseln, berichtet der "Daily Star". Spanien, das ihm einst eine neue sportliche Heimat bot, blieb bis zu seinem Tod sein Lebensmittelpunkt.
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ife/loc/news.de/stg
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