Fußball-WM: Embolos bittere Tränen nach Schwalben-Platzverweis
Was für eine Aktion: Breel Embolo, einst in der Bundesliga, sieht nach einer Schwalbe die Geld-Rote Karte. "Ein Bärendienst", schreibt die "NZZ". Embolos Mitspieler sehen die Schuld woanders.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Breel Embolo brach nach dem Anblick erst der Gelben und dann der Roten Karte noch auf dem Feld hemmungslos in Tränen aus. "Er ist am Boden zerstört", sagte Trainer Murat Yakin nach dem Drama beim Schweizer WM-Aus im Viertelfinale gegen Argentinien. Erst ein Foulspiel, für das Embolo verwarnt wurde, dann eine klare Schwalbe, die aber erst durch den Videobeweis auffiel und entsprechend geahndet wurde.
"Das ist eine Entscheidung, die das Spiel killt", betonte der Schweizer Kapitän Granit Xhaka auf englisch. "Mit seinem Platzverweis erweist Breel Embolo dem Team einen Bärendienst", schrieb dagegen die "Neue Zürcher Zeitung".
Hummels-Urteil: Wahnsinn
Denn die Schweizer verloren in Unterzahl letztlich gegen den Weltmeister mit 1:3 nach Verlängerung und schieden aus. Embolo wurde in Kansas City fünf Minuten nach dem Ausgleich der Schweizer durch Dan Ndoye (67.) vom Platz gestellt. Der Titelverteidiger aus Südamerika kam nach der frühen Führung durch Alexis Mac Allister (10.) in der Verlängerung in Überzahl noch zu den Toren von Julian Álvarez (110.) und Lautaro Martínez (120.+1).
"Es tut uns weh, es tut ihm weh, dass wir auf diese Weise ein Mann weniger auf dem Platz waren", sagte Yakin. Man sei durch einen Fehler des Schiedsrichter-Gespanns bestraft worden. Der Referee hatte zunächst Argentiniens Leandro Paredes die Gelbe Karte gezeigt, nach Ansicht der Videobilder zog er diese zurück - und Embolo war raus. Mitspieler mussten ihn noch auf dem Rasen trösten.
"Irgendeine Übersprungshandlung in seinem Kopf hat wohl dafür gesorgt, dass er zur Schwalbe gegriffen hat. Ihm tut das natürlich weh und auch mir als Zuschauer tat es weh, das zu sehen", kommentierte der deutsche Ex-Weltmeister Mats Hummels als Experte von MagentaTV. "Die Aktion hat das Spiel entschieden, zuungunsten der Schweizer." Es sei in dem Fall "natürlich Wahnsinn, schon gelb-verwarnt so eine Schwalbe zu machen."
Remo Freuler verstand nicht, dass der VAR in einer solchen Situation und in einem solchen Spiel eingreifen konnte. "Das ist ganz einfach eine Katastrophe." Xhaka sagte über den Videoschiedsrichter: "Ich weiß nicht, was er sonst noch tun kann, aber er sollte das Spiel einfach nicht zerstören." Embolo sei natürlich sehr enttäuscht gewesen: "Weil er selber nicht verstehen kann, wieso."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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