Fußball-WM: Jetzt gegen Ronaldo: Bayern-Star Díaz liefert auch bei WM
Das Gruppenfinale gegen Portugal ist ein besonderes WM-Spiel für Kolumbiens Luis Díaz. In dem Land spielte der Bundesliga-Star des FC Bayern früher. Vor allem ein Gegner ist wie ein Vorbild.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Eines lebt Portugals Trainer bei dieser Fußball-WM in jedem Spiel vor: Cristiano Ronaldo wird nicht ausgewechselt - wenn überhaupt im Ausnahmefall. Geradezu ehrfürchtig spricht Roberto Martínez über seinen bekanntesten Spieler. So weit wie sein Kollege und nächster Gegner aus Kolumbien würde er aber wahrscheinlich trotzdem nicht gehen. Denn der Argentinier Nestor Lorenzo sagte schon vor dem Turnier über seinen großen Star Luis Díaz vom FC Bayern München: "Ich würde sterben, wenn sich "Lucho", Daniel Muñoz, Johan Mojica oder irgendein anderer Spieler verletzen würde."
Zu dieser Sorge besteht aber aktuell kein Anlass. Luis - genannt "Lucho" - Díaz macht bei dieser Weltmeisterschaft einfach da weiter, wo er in der deutschen Bundesliga aufgehört hat: Gegen Usbekistan (3:1) gelangen ihm ein Tor und eine Vorlage. Gegen die Demokratische Republik Kongo (1:0) schoss er sogar zwei Treffer - aber keiner davon zählte. Der 29-Jährige spielt so gut, dass ihm die "New York Times" bereits eine große Geschichte widmete.
Und so ist das Spitzenspiel zwischen Kolumbien und Portugal in der Gruppe K (Sonntag, 1.30 Uhr/ZDF und Magenta TV) auch das Duell zweier völlig unterschiedlicher Angreifer: Bei Ronaldo sind Name und Nimbus mit 41 Jahren mittlerweile größer als der Ertrag - daran ändern auch seine beiden Tore beim 5:0 gegen Usbekistan nichts.
Kolumbien reicht ein Unentschieden
Bei Díaz verhält es sich genau umgekehrt. Der FC Liverpool glaubte, nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft vor einem Jahr auf den Flügelstürmer verzichten zu können. Der 29-Jährige erhielt die Freigabe für den FC Bayern und kam dort in nur einer Saison auf 26 Pflichtspiel-Tore und 23 Vorlagen.
Ähnlich lief es bislang bei dieser WM. Der Favorit in der Gruppe K hieß eindeutig Portugal. Die bessere Ausgangslage hat aber mittlerweile Kolumbien. Schon ein Unentschieden würde in Miami zum Gruppensieg reichen.
"Dieses Spiel hat den Klang eines Viertelfinales, eines Halbfinales oder sogar eines Endspiels", sagte Kolumbiens Außenverteidiger Daniel Muñoz vom englischen Conference-League-Sieger Crystal Palace.
Luis Diaz spielte in Portugal
Für Luis Díaz kommt noch etwas anderes hinzu: Bevor ihn Jürgen Klopp nach Liverpool holte, spielte er von 2019 bis 2022 für den portugiesischen Meister FC Porto. Portugals Nationalspieler Vitinha, Diogo Costa und Francisco Conceição waren damals seine Teamkollegen. Aus Porto verabschiedete er sich vor vier Jahren mit den Worten: "Danke Gott, dass Du mich zu einem Club geführt hast, der für mich und meine Familie zu einem Zuhause geworden ist".
Für einen so fleißigen und ehrgeizigen Spieler wie Díaz ist Cristiano Ronaldo eine Referenz. Dessen Disziplin und Erfolgshunger haben Maßstäbe gesetzt. Dass es auch anders laufen kann, sieht er jeden Tag beim Gang in Kolumbiens Kabine.
Figo verteidigt Ronaldo
Dort sitzt immer noch der 34-jährige James Rodríguez, Held und Torschützenkönig der WM 2014. Er wechselte damals nach dem Turnier zu Real Madrid und drei Jahre später zu Bayern München. Spätestens seit 2021 tingelt James aber nur noch ambitionslos durch die Fußball-Welt: Katar, Griechenland, Brasilien, Mexiko und seit Februar dieses Jahres auch die USA.
Cristiano Ronaldo wäre so etwas nie passiert. Und weil das so ist, hat sich in dieser Woche auch noch einmal der frühere Weltfußballer Luís Figo in die ewige Debatte eingeschaltet und "CR7" gegen jede Kritik verteidigt: "Es ist klar, dass einige Spieler Cristiano Ronaldo offensichtlich nicht im Team haben wollen", sagte er. "Vielleicht denken sie, dass er sie bremst. Aber sie vergessen alles, was er für dieses Land getan hat. Über Jahre hat er Portugal auf seinen Schultern getragen. Cristiano ist Portugal schlechthin!"
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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