Fußball-WM: G7 wollen Koordination im Kampf gegen Ebola-Krise
Die Zahl der Ebola-Fälle im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo steigt weiter. Die Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel am Genfersee verabschieden einen Aufruf für mehr Hilfe.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die G7-Runde der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte will angesichts von Fußball-WM und anstehender Urlaubszeit Maßnahmen für die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs im Kongo verstärken. "Millionen Menschen werden in den kommenden Wochen aus geschäftlichen und touristischen Gründen sowie zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko reisen", heißt es in einem beim G7-Gipfel im französischen Évian verabschiedeten Aufruf für eine koordinierte Antwort auf den Ebola-Ausbruch. "Wir müssen sicherstellen, dass sie dies sicher tun können", wird ergänzt.
Die G7-Runde setze sich deshalb für eine verstärkte Koordination zwischen ihren nationalen Behörden ein - unter Wahrung nationaler Zuständigkeiten, heißt es in der Erklärung. Man arbeite an einheitlichen und wirksamen Reise-, Quarantäne- und Isolationsverfahren für Menschen, die sich in den betroffenen Regionen aufgehalten hätten.
G7 für koordinierte globale Reaktion
Die G7 rufen die relevanten Akteure im Bereich der Krisenreaktion dazu auf, ihre Koordination zu verbessern und Doppelarbeit zu vermeiden. So solle eine schnellstmögliche und wirksame Reaktion auf die Krise gewährleistet werden. Die USA würden zudem ein Treffen der G20-Außenminister einberufen, um weitere gemeinsame Maßnahmen zu erörtern und eine breitere finanzielle Unterstützung für eine koordinierte globale Reaktion auf diesen gesundheitlichen Notstand sicherzustellen.
Der G20-Gruppe der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte aller Kontinente gehören neben Deutschland, Frankreich und den USA unter anderem auch Russland und China an.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und der starke Anstieg der bestätigten Fälle im Nordosten des Landes beeinflusst die Fußball-WM auf mehreren Ebenen. So hatte sich die kongolesische Nationalmannschaft vor der Abreise in die USA wegen der US-Vorgaben für eine 21-tägige Quarantänezeit außerhalb des Landes aufhalten müssen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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