Gewalt bei Fußball-WM 2026?: Iran-Krieg schürt Sorgen vor Turnier in den USA

Der Iran drohte in dieser Woche mit einem Boykott der Fußball-WM in den USA. Egal wie die endgültige Entscheidung ausfällt - der Konflikt im Nahen Osten könnte während des Turniers zu einem großen unerfreulichen Thema werden. Ein Kommentar.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Der Iran könnte die Fußball-WM 2026 boykottieren. Es droht ein hochgradig politisch aufgeladenes Turnier zu werden. (Symbolfoto) (Foto) Suche
Der Iran könnte die Fußball-WM 2026 boykottieren. Es droht ein hochgradig politisch aufgeladenes Turnier zu werden. (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/kovop58
  • Sport könnte bei der Fußball-WM 2026 in den Hintergrund rücken
  • Schuld ist der aktuelle Krieg der USA gegen den Iran
  • Angst vor gewalttätigen Protesten während des Turniers

Rund drei Monate vor der Fußball-WM bleibt unklar, ob wirklich alle 48 qualifizierten Teams beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA teilnehmen werden. Angesichts der aktuellen Krise im Nahen Osten schloss Irans SportministerAhmad Donjamali in dieser Woche bereits aus, dass die Nationalmannschaft seines Landes in die Vereinigten Staaten reist. Laut Angaben des FIFA-Chefs Gianni Infantino sicherte US-Präsident Donald Trump jedoch zu, dass das iranische Team "natürlich herzlich" zur WM eingeladen sei. Egal, wie die endgültige Entscheidung des Irans ausfällt, die aktuelle Auseinandersetzung liefert leider einen bitteren Vorgeschmack auf das, was Fußballfans im Sommer erwartet.

Möglicher Boykott durch den Iran: Fußball-WM 2026 könnte viel zu politisch werden

Es droht ein hochgradig politisch aufgeladenes Turnier, bei dem der Sport erneut in den Hintergrund rückt. Selbst wenn der Krieg im Nahen Osten bis zum Eröffnungsspiel am 11. Juni 2026 beendet sein sollte, ist nicht davon auszugehen, dass die Partien mit iranischer Beteiligung komplett ohne Nebengeräusche ablaufen würden. Schließlich war Irans Verbandschef Mehdi Tadsch bereits für die Auslosung im Dezember seitens der USA ein Einreisevisum verweigert worden.

Sorge vor Gewalt bei WM-Turnier in Kanada, Mexiko und den USA

Zwar dürfen auch Fans aus dem Iran laut aktuellen Bestimmungen nicht in die USA fliegen, um vor Ort ihr Team anzufeuern. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass sich vor oder in den Stadien Trump-Gegner mit dem Iran solidarisieren oder dass es lautstarke Proteste gegen die Nationalelf vom Persischen Golf geben wird. Die Sorge vor gewalttätigen Auseinandersetzungen in den USA ist bei diesem Szenario groß. Proteste sind ebenfalls wahrscheinlich, falls der Iran dem Turnier fernbleiben sollte.

Aktuell keine große Hoffnung auf Frieden zwischen den USA und dem Iran

Bei einem WM-Boykott des Irans gäbe es ohnehin nur Verlierer. Eine Fußball-WM soll schließlich ein friedliches Fest sein, das Nationen miteinander vereint. Angesichts der weltpolitischen Lage bleibt zwar zu hoffen, dass sich Fans und Funktionäre endlich wieder daran erinnern und dass das Turnier womöglich sogar eine gute Plattform zur Entspannung des Konflikts bietet. Aufgrund der immer weiter eskalierenden Lage ist dies momentan nur leider sehr unwahrscheinlich.

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/bos/news.de/dpa

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