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Paralympics 2022 Ergebnisse: Paralympische Winterspiele beendet - Team Deutschland erfüllt Medaillenhoffnungen

Vom 4. bis 13 März stehen die Paralympics in Peking auf dem Programm. Alle wichtigen Informationen zu den Medaillenhoffnungen, den Athlet:innen und zu den aktuellen Ergebnisse, finden Sie hier.

Vom 4. bis 13. März finden die Paralympics in Peking statt. Bild: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Vom 4. bis 13. März geht bei den Paralympischen Winterspielen die Para-Sport-Elite an den Start. Zuvor wird das Event bei einer Eröffnungsfeier am Freitag eröffnet, bevor sich die Wintersportler in ihren jeweiligen Disziplinen gegeneinander messen.

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Nur deutsche 17 Para-Sportler bei den Paralympics in Peking

Nur deutsche 17 Athleten und Athletinnen gehen bei den Paralympics an den Start. Im deutschen Kader fehlt eine Medaillenhoffnung: Clara Klug. Sie muss verletzungsbedingt auf die Paralympics in Peking verzichten. Die deutsche Mannschaftsärztin Anja Hirschmüller hatte noch alles versucht, um eine Absage abzuwenden. Sie hatte Klug eine Option aufgezeigt, wie sie mit ihrem Guide und Heimtrainer Martin Härtl trotz der schwerwiegenden Schulterverletzung zumindest ein oder zwei Rennen in Peking hätte laufen können. Eine Fixierung mit Schrauben hätte dies ermöglichen sollen. Klug entschied sich aber dagegen. "Es hat keinen Sinn. Ich will es nicht erzwingen", sagte die Münchnerin. Für Klug ist es der nächste Rückschlag, denn schon die WM hatte sie wegen eines Haarrisses im Handgelenk verpasst. Eine Übersicht mit allen deutschen Athletinnen finden Sie auf der Webseite von teamdeutschland-paralympics.de

Paralympische Winterspiele 2022: Alle Sportarten im Überblick

Änderungen bei den Paralympics 2022: Russland und Belarus werden trotz Ukraine-Krieg nicht ausgeschlossen

Insgesamt nehmen 736 Athleten und Athletinnen aus 50 Nationen teil. Auch russische und belarussische Para-Sportler dürfen, trotz des Angriffkriegs in der Ukraine, starten, dass entschied das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Mittwoch, den 2. März.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus zu den Winter-Paralympics scharf kritisiert. "Wir halten die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband für falsch", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Damit reagierte der Dachverband auf den Beschluss des Internationalen Paralympischen Komitees, Sportler dieser Länder als neutrale Athleten an den Start gehen zu lassen.

"Angesichts des Krieges, den Russland mit der Unterstützung Weißrusslands gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung führt, greift der Sport weltweit zu harten Sanktionsmaßnahmen", sagte Weikert. Der DOSB stehe weiter zu der Forderung, russische und belarussische Athleten sowie Funktionäre der beiden Länder bis auf Weiteres vom internationalen Sport auszuschließen. "Eine auf Umbenennung in vermeintlich "Neutrale" basierende Teilnahme unterläuft Absicht und Ziel der Sanktionen, dem eklatanten Bruch des Völkerrechts mit weltweit sichtbaren Zeichen zu begegnen", bekräftigte Weikert.

Der Deutsche Behindertensportverband forderte zuvor den Ausschluss von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Russland und Belarus. "Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass Russland – wenn auch nicht als Nation, sondern als russisches Paralympisches Komitee – bei der Eröffnungsfeier bei den Paralympics ins Stadion einzieht und dann im Wettkampf mit ukrainischen Athletinnen und Athleten antritt", zitiert "RP-online" DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Paralympics 2022 Ergebnisse im News-Ticker

Wie sich die deutschen Para-Sportler bei den Paralympischen Winterspielen in Peking schlagen, erfahren Sie hier.

+++ Überschattet vom Ukraine-Krieg: Paralympics in Peking werden beendet +++

In Peking enden am Sonntag (13.03.2022) die Paralympischen Winterspiele von Peking. Ab 20 Uhr chinesischer Zeit (13 Uhr MEZ/ARD) steigt im "Vogelnest" genannten Olympiastadion die Abschluss-Zeremonie der Spiele, die vor allem vom Ukraine-Krieg und dem damit auch folgenden Ausschluss der Teams aus Russland und Belarus überlagert wurden. Die sportlichen Erwartungen hat Deutschland derweil übererfüllt. Mit einem nach Rücktritten, Krankheiten und Verletzungen dezimierten Team erreichte der Deutsche Behindertensportverband schon vor dem letzten Wettkamp-Tag die Zahl der 19 Medaillen von Pyeongchang 2018 und belegte Rang sieben im Medaillenspiegel.

+++ Deutsche Langlauf-Staffeln verpassen Medaille bei Paralympics +++

 

Die deutschen Langlauf-Staffeln haben am Schlusstag der Paralympics in Peking eine Medaille verpasst. Im Mixed-Wettbewerb kamen Anja Wicker, Leonie Walter, Marco Maier und Nico Messinger über 4x2,5 km als Fünfte ins Ziel. Paralympicssieger wurde die USA. In der offenen Staffel kam das deutsche Quartett Martin Fleig, Linn Kazmaier, Alexander Ehler und Johanna Recktenwald auf Rang acht. Gold sicherte sich die Ukraine.

"Es war nicht ganz schlecht, aber eine Medaille war klar das Ziel", sagte Wicker: "Am Ende waren die anderen trotzdem besser. Wir haben alles versucht und können daher sehr zufrieden sein."

+++ Abschluss-Tag: Deutschland mit zwei Langlauf-Staffeln am Start +++

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) wird am Abschlusstag der Paralympics in Peking mit zwei Langlauf-Staffeln an den Start gehen. Damit sind alle acht Athleten wenige Stunden vor der Schlussfeier noch einmal im Einsatz.

Fahnenträgerin Leonie Walter (St. Peter), Anja Wicker (Stuttgart), Marco Maier (Kirchzarten) und Nico Messinger (Freiburg) starten in der Mixed-Staffel. In der offenen Staffel gehen Martin Fleig (Freiburg), Alexander Ehler (Kirchzarten), Johanna Recktenwald (St. Wendel) und die erst 15 Jahre alte Linn Kazmaier (Römerstein) an den Start. Kazmaier hatte am Samstag Gold über die Langlauf-Mittelstrecke gewonnen.

In der Mixed-Staffel muss mindestens eine Frau dabei sein, zudem sind nach einem komplizierten Schlüssel Athleten mit tendenziell höherem Behinderungsgrad aktiv.

+++ Zweites Gold in Peking: Forster dominiert Slalom nach Belieben +++

Anna-Lena Forster hat eindrucksvoll die zweite Goldmedaille bei den Paralympics in Peking gewonnen. Die 26 Jahre alte Monoskifahrerin kam im Slalom in der sitzenden Klasse vor Wenjing Zhang und Liu Sitong aus China ins Ziel und schrie danach ihre Freude deutlich hörbar heraus. "Ich bin einfach nur super happy", sagte sie. Forster holte zuvor bei den Paralympics im Reich der Mitte Gold in der Super-Kombination und zweimal Silber in der Abfahrt und im Super-G. Im Riesenslalom wurde sie Vierte.

Bereits nach dem ersten Durchgang führte die Athletin aus Radolfzell souverän die Konkurrenz an. Auch im zweiten Lauf dominierte sie und jubelte bei einem Vorsprung von 2,32 Sekunden verdient über ihren insgesamt vierten Paralympicssieg. "Jetzt will ich erstmal runterkommen und entspannen", erklärte Forster. In vier Jahren in Italien soll es weitere Medaillen geben. "Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten", merkte sie an.

 

+++ 15-Jährige Kazmaier: Hätte Verständnis für Hochsetzung des Alters +++

 

Die 15-Jährige Linn Kazmaier hätte trotz ihres außerordentlichen Erfolgs bei den Winter-Paralympics Verständnis für ein bei Olympia diskutiertes Hochsetzen der Altersgrenze. "Es hat mich hier nicht überfordert", sagte die zweitjüngste Athletin der gesamten Spiele, nachdem sie über die Langlauf-Mittelstrecke Gold und damit ihre fünfte Medaille in Peking gewonnen hat.

"Aber es war schon ziemlich verrückt, was alles auf mich zukam, gerade nach der ersten Medaille", sagte sie: "Tage, an denen man eine Medaille gewinnt, sind schon stressig. Deswegen könnte ich schon verstehen, wenn das Alter hochgesetzt würde. Aber für mich wäre das natürlich doof gewesen."

Körperlich hat sie ihre bisher fünf Starts gut verkraftet. "Irgendwie kann sich mein Körper gut erholen", sagte sie. "Aber nach heute würde ich kein Einzelrennen mehr schaffen." In der 4x2,5-km-Staffel am Sonntag will sie freilich nochmal starten.

Bei den Olympischen Spielen hatte es um die ebenfalls 15 Jahre alte Eiskunstläuferin Kamila Walijewa Diskussionen um den Umgang mit Minderjährigen und Forderungen nach einem Mindestalter von 18 Jahren im Hochleistungssport gegeben. Nach einem tagelangen Wirbel um eine positive Dopingprobe durfte die Russin starten, führte nach dem Kurzprogramm, hielt dann aber dem massiven öffentlichen Druck nicht stand und verpasste als Vierte eine Medaille.

 

+++ Paralympics: Kanadier McKeever stellt Schönfelders Rekord ein +++

 

Der Kanadier Brian McKeever hat den Paralympics-Rekord des Deutschen Gerd Schönfelder eingestellt. Der sehbehinderte Langläufer holte bei den Spielen in Peking am vorletzten Wettkampftag auf der Mittelstrecke sein 16. Gold. Mit ebenso vielen Siegen war der frühere Skirennläufer Schönfelder bisher alleiniger Rekordsieger bei Paralympischen Winterspielen.

Der Rekord bedeute ihm aber "um ehrlich zu sein überhaupt gar nichts", beteuerte McKeever: "Ich wollte immer einfach nur Spaß haben. Rekorde passieren. Das ist schön, aber das war nie mein Fokus." Dass er den 51 Jahre alten Schönfelder noch überflügelt, erscheint zumindest nicht wahrscheinlich. Das Staffel-Rennen am Sonntag wird sein letzter Start bei Paralympics sein und er gilt mit Kanada nicht als Gold-Favorit. "Aber wer weiß", sagte McKeever lachend: "Es sind schon andere verrückte Dinge passiert." An seinem vor den Spielen angekündigten Rücktritt hält er aber fest. "Ich bin alt und grau. Ich wache mit Schmerzen auf und gehe mit Schmerzen ins Bett. Also ist es an der Zeit", sagte er lachend.

Schönfelder hatte seine Siege von Albertville 1992 bis Vancouver 2010 errungen und war 2011 zurückgetreten. 2018 wurde der schulteramputierte Athlet als erster Behindertensportler in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. McKeever hat seit Salt Lake City 2002 bei allen Spielen mindestens zweimal Gold gewonnen. Und das ausschließlich im Langlauf. Im Biathlon gewann er nur eine Bronze-Medaille.

+++ Bronze für Rieder: 22-Jährige überrascht bei Paralympics im Slalom +++

Skifahrerin Anna-Maria Rieder hat bei den Paralympics in Peking überraschend Bronze im Slalom gewonnen. In der stehenden Klasse kam die 22-Jährige aus Murnau nach zwei Läufen mit einem lauten Jubelschrei als Dritte ins Ziel und sicherte sich bei ihrer ersten Paralympics-Teilnahme ihre erste Medaille. Gold holte sich die Schwedin Ebba Aarsjoe vor Mengqiu Zhang aus China. In den vorherigen Rennen verpasste Rieder zweimal als Fünfte und einmal als Vierte knapp die Podestplätze.

Andrea Rothfuss, die zuvor Bronze im Riesenslalom gewonnen hatte, schied bereits im ersten Durchgang aus. "Es sollte heute nicht sein", sagte die 32-Jährige. Durch das Edelmetall vom Vortag wird Rothfuss auch bei ihren fünften Paralympics mit einer Medaille nach Hause fahren. Eine sechste Teilnahme in vier Jahren in Italien schloss sie am Samstag zudem nicht aus.

+++ Sieg auf der Mittelstrecke: Goldene Krönung für 15-Jährige Kazmaier +++

Goldene Krönung für Linn Kazmaier: Nach dreimal Silber und einmal Bronze hat die 15-Jährige bei den Paralympics in Peking den Sieg über die Mittelstrecke im Langlauf errungen. Der Teenager von der Skizunft Römerstein mit Guide Florian Baumann hatte 39,5 Sekunden Vorsprung auf die Chinesin Yue Wang und hüpfte beim Zieleinlauf mit beiden Skiern in die Luft. Kazmaier ist die zweitjüngste Athletin der gesamten Spiele in Peking.

Ihre drei Jahre ältere Zimmergenossin Leonie Walter, die in China Gold über die Biathlon-Mittelstrecke und dreimal Bronze gewonnen hatte, war am Samstag nicht am Start. Die dritte Deutsche, Johanna Recktenwald aus St. Wendel, belegte Rang fünf.

 

+++ Forster auf Gold-Kurs: Klare Führung nach erstem Slalom-Durchgang +++

 

Anna-Lena Forster steht vor dem Gewinn ihrer zweiten Goldmedaille bei den Paralympics in Peking. Die 26 Jahre alte Monoskifahrerin geht mit einem Vorsprung von 1,46 Sekunden im Slalom in der sitzenden Klasse auf die zweitplatzierte Chinesin Liu Sitong und 2,61 Sekunden auf Wenjing Zhang (China) in den zweiten Durchgang. Forster holte bislang in China einmal Gold in der Super-Kombination und zweimal Silber in der Abfahrt und im Super-G.

Auch Anna-Maria Rieder hat gute Chancen auf eine Medaille. In der stehenden Klasse kam die 22-Jährige nach dem ersten Lauf als Dritte ins Ziel. Die Französin Marie Bochet auf Rang vier hat auf die Deutsche einen Rückstand von 0,52 Sekunden. Die Schwedin Ebba Aarsjoe liegt klar an der Spitze.

+++ Youngster Kazmaier verpasst knapp Biathlon-Gold bei Paralympics +++

Die 15 Jahre alte Linn Kazmaier und die drei Jahre ältere Leonie Walter haben bei den Paralympics die nächste Medaille gewonnen. Kazmaier, die jüngste deutsche Teilnehmerin in Peking, wurde bei den Sehbehinderten im Biathlon über 12,5 Kilometer mit Guide Florian Baumann in 50:23,2 Minuten ohne Fehlschuss Zweite. Sie lag nur 3,6 Sekunden hinter Siegerin Oksana Schischkowa aus der Ukraine. Für die Schülerin war es bei ihrer Paralympics-Premiere die vierte Medaille in China.

Walter, Paralympicssiegerin über die 10 Kilometer, kam mit Guide Pirmin Strecker ebenfalls ohne Schießfehler in 52:27,6 Minuten als Dritte ins Ziel und stand damit auch zum vierten Mal bei den Spielen auf dem Podest. Vierte wurde Johanna Recktenwald in 57:00,8 Minuten.

+++ Riesenslalom-Bronze: Rothfuss-Medaille auch bei fünften Paralympics +++

Skirennfahrerin Andrea Rothfuss kehrt auch von ihren fünften Paralympics mit einer Medaille zurück. Die 32-Jährige holte im Riesenslalom der stehenden Klasse etwas überraschend Bronze und weinte im Zieleinlauf vor Freude. "Chapeau! Die Vorzeichen standen nicht auf Medaille, aber sie ist über sich hinausgewachsen", sagte die siebenmalige Paralympicssiegerin Anna Schaffelhuber als ARD-Expertin. Anna-Maria Rieder aus Murnau belegte einen beachtlichen fünften Rang.

Für Rothfuss war es ihre insgesamt 14. Paralympics-Medaille. Eine goldene, neun silberne und vier bronzene stehen nun in der Bilanz, bei jeden Spielen holte sie mindestens eine. "Diese Medaille ist die beste und schönste. Sie steht sogar über der goldenen von Sotschi", sagte Rothfuss: "Ich habe davon geträumt, aber ich habe es nicht für möglich gehalten. Aber ich habe das Unmögliche möglich gemacht."

Allerdings profitierte die für die SV Mitteltal-Obertal fahrende Rothfuss beim Sieg der Chinesin Mengqiu Zhang auch von einem Sturz der nach dem ersten Durchgang zweitplatzierten Ebba Aarsjoe. "Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich nach ihrem Sturz erst einmal gefreut habe", sagte Rothfuss: "Das ist eigentlich nicht meine Art. Aber ich wusste, das ist die Medaille, und da ist einfach alles mit mir durchgegangen."

+++ Um sechs Hundertstel: Forster verpasst Bronze im Riesenslalom +++

Anna-Lena Forster hat ihre vierte Medaille bei den Paralympics in Peking knapp verpasst. Im Riesenslalom in der sitzenden Klasse kam die 26-Jährige nach zwei Durchgängen nur auf Rang vier, sechs Hundertstelsekunden hinter der Chinesin Wenjing Zhang. Paralympicssiegerin wurde die Japanerin Momoka Muraoka, die insgesamt 8,71 Sekunden Vorsprung auf die beste deutsche Monoskifahrerin hatte.

Die sichtlich enttäuschte Forster wurde nach ihrer Zieldurchfahrt von Teamarzt Hartmut Stinus getröstet. Zuvor holte sie in China Gold in der Super-Kombination dazu Silber in der Abfahrt und im Super-G, jeweils hinter Muraoka.

+++ Paralympicssieger erklärt Karriere-Ende: Biathlet Fleig hört auf +++

Paralympicssieger Martin Fleig beendet seine Karriere als Para-Biathlet und Langläufer. Das gab der deutsche Fahnenträger der Eröffnungsfeier nach seinem letzten Einzel-Rennen bei seinen insgesamt dritten Paralympics in Peking bekannt. "Ich habe mich entschieden, meine Karriere nach Peking zu beenden", erklärte der 32-Jährige, der nach acht Schießfehlern nur den 13. und vorletzten Platz belegte.

"Ich fühle mich sehr wohl damit. Es ist genau der richtige Zeitpunkt", sagte der Freiburger: "Peking war nochmal ein wunderbares Erlebnis. Und ich bin unfassbar dankbar, dass es nochmal mit einer Medaille geklappt hat." Letztmals starten wird er in der Langlauf-Staffel.

In China holte Fleig in der sitzenden Klasse über 10 Kilometer die Silbermedaille. Seinen größten Erfolg feierte er vier Jahre zuvor bei den Paralympics in Pyeongchang, als er über 15 Kilometer Gold holte. 2017 im Biathlon sowie 2019 im Langlauf gewann er dazu den WM-Titel.

+++ Forster im Riesenslalom nach 1. Lauf nur Vierte - Rothfuss hofft noch +++

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster droht in ihrem vierten Rennen bei den Paralympics in Peking erstmals eine Medaille zu verpassen. Die Siegerin in der Super-Kombi und zweifache Silbermedaillen-Gewinnerin bei den Spielen in China rangiert nach dem ersten Lauf im Riesenslalom in der sitzenden Klasse nur auf Platz vier. Ihr Rückstand auf die führende Chinesin Liu Sitong beträgt bereits 3,45 Sekunden. Der Bronze-Rang ist 2,02 Sekunden entfernt.

Derweil kann Andrea Rothfuss auch bei ihren fünften Paralympics noch auf eine Medaille hoffen. Die 32-Jährige geht in der stehenden Klasse mit einem Rückstand von 3,21 Sekunden auf Platz eins als Vierte in den zweiten Lauf. Die Kanadierin Mollie Jepsen hat auf dem Bronze-Platz derzeit noch 1,38 Sekunden Vorsprung auf die Athletin aus Mitteltal-Obertal. Rothuss holte bei den Spielen 2006, 2010, 2014 und 2018 im Riesenslalom jeweils die Silbermedaille. Anna-Maria Rieder geht von Rang sieben in den zweiten Durchgang.

+++ Paralympics: Glötzner erleidet bei Trainingssturz Schienbeinprellung +++

Skifahrer Christoph Glötzner hat bei den Paralympics in Peking nach einem Trainingssturz auf den Start im Riesenslalom verzichten müssen. Der 18-Jährige aus Neumarkt in der Oberpfalz erlitt eine schwere Schienbeinprellung und eine Muskelverletzung am Oberarm. Sein Start im abschließenden Slalom ist ebenfalls fraglich.

Eigentlich wäre Glötzner als einziger deutscher Athlet neben dem in seiner Klasse fahrenden Leander Kress (Friedberg) am 10. März im Einsatz gewesen. Die alpinen Frauen und die nordischen Athleten haben Ruhetag.

+++ Paralympics: McKeever kann Schönfelders Rekord einstellen +++

Der Kanadier Brian McKeever könnte am Samstag (12.03.2022) den Paralympics-Rekord des Deutschen Gerd Schönfelder einstellen. Der frühere Skirennläufer Schönfelder ist mit 16 Goldmedaillen der Rekordsieger bei Paralympischen Winterspielen. Der sehbehinderte Langläufer McKeever holte bei den Spielen in Peking im Sprint sein 15. Gold und geht am vorletzten Wettkampftag noch mal über die Mittelstrecke an den Start.

Ein Trost für den 51 Jahre alten Schönfelder: Überflügeln wird McKeever seinen Rekord wohl nicht, denn der 42-Jährige hat nach den Spielen seinen Rücktritt angekündigt. "Ich wache mit Schmerzen auf und gehe mit Schmerzen ins Bett, also ist es an der Zeit", sagte er.

Schönfelder hatte seine Siege von Albertville 1992 bis Vancouver 2010 errungen und war 2011 zurückgetreten. 2018 wurde der schulteramputierte Athlet als erster Behindertensportler in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. McKeever hat seit Salt Lake City 2002 bei allen Spielen mindestens zweimal Gold gewonnen.

+++ Dritte Paralympics-Medaille für Teenager Kazmaier +++

Die 15 Jahre alte Linn Kazmaier hat bei den Paralympics in Peking ihre dritte Medaille gewonnen. Im Langlauf-Sprint der Sehbehinderten sicherte sich die jüngste deutsche Teilnehmerin mit Guide Florian Baumann in China den dritten Platz. Kazmaier hatte zuvor im Biathlon und über 10 Kilometer im Langlauf jeweils die Silbermedaille geholt. Paralympicssiegerin wurde die Österreicherin Carina Edlinger vor Oksana Schischkowa aus der Ukraine. Leonie Walter kam einen Tag nach ihrem überraschenden Erfolg im Biathlon mit Guide Pirmin Strecker als Vierte ins Ziel.

"Manchmal fühlt es sich schon ein Stück weit surreal an", sagte Kazmaier und ergänzte mit Blick auf die ausgeschlossenen Russinnen: "Man muss schon sehen, dass nicht alle unsere Konkurrenten dabei sind. Aber wir liefern schon echt gute Wettkämpfe." Ihrem Guide ein Geschenk zum 21. Geburtstag am 9. März zu machen, sei "schon ein Stück weit" Motivation gewesen. "Das ist definitiv ein sehr besonderer Geburtstag", sagte Baumann: "Allein schon hier feiern zu können, und dann noch so ein super Rennen, das ist einfach cool."

+++ Silber im Langlauf: Zweite Paralympics-Medaille für Marco Maier +++

Marco Maier hat bei den Paralympics in Peking seine zweite Silbermedaille gewonnen. Im Langlauf-Sprint wurde der 22-Jährige auf der Strecke von Zhangjiakou mit 1,3 Sekunden Rückstand auf den Paralympicssieger Benjamin Daviet aus Frankreich Zweiter. Maier, dem an der linken Hand drei vordere Fingerglieder fehlen, holte bei seiner Paralympics-Premiere in China bereits Silber im Biathlon.

+++ Deutsches Langlauf-Trio im Sprint-Finale bei den Paralympics +++ 

Ein deutsches Trio hat die Finals im Langlauf-Sprint bei den Paralympics in Peking erreicht. Die 15 Jahre alte Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann und Biathlon-Paralympicssiegerin Leonie Walter mit Guide Pirmin Strecker stehen unter den besten Vier bei den Sehbehinderten. Marco Maier hat nach Silber im Biathlon nun die Chance auf seine zweite Medaille. Der 22-Jährige, dem an der linken Hand drei vordere Fingerglieder fehlen, qualifizierte sich als Dritter in seinem Halbfinale für den Endlauf.

Im Halbfinale ausgeschieden sind dagegen Johanna Recktenwald, Anja Wicker und Alexander Ehler. "Kein Drama", sagte Wicker nach dem Aus in der sitzenden Klasse im Halbfinale. "Ich hatte noch schwere Arme von gestern. Außerdem waren die Bedingungen für mich sehr schwierig." Einen Tag zuvor hatte die 30-Jährige Bronze im Biathlon geholt. Der 52 Jahre alte Ehler wurde in seinem Halbfinallauf Fünfter und konnte sich nicht für die besten Sechs qualifizieren. Für den ältesten deutschen Starter steht noch die 4x2,5km-Staffel an.

+++ Überraschender Paralympicssieg für Leonie Walter im Biathlon +++

Leonie Walter ist überraschend Paralympicssiegerin im Biathlon. Die 18-Jährige setzte sich in der Klasse der Sehbehinderten über zehn Kilometer in der Loipe von Zhangjiakou durch und holte die zweite Goldmedaille für das deutsche Team in China. Die Schülerin blieb bei allen vier Schießen fehlerfrei und hatte im Ziel 3,7 Sekunden Vorsprung auf die Ukrainerin Oksana Schischkowa. Vierte wurde Johanna Recktenwald. Zuvor hatte Walter über die sechs Kilometer im Biathlon sowie über die 15 Kilometer im Langlauf bereits die Bronzemedaille gewonnen.

+++ Paralympics-Bronze für Wicker: Biathletin erkämpft Platz 3 +++

Biathletin Anja Wicker hat die Bronzemedaille bei den Paralympics in Peking gewonnen. Über 10 Kilometer in der sitzenden Klasse erkämpfte sich die Stuttgarterin trotz fünf Schießfehlern dank einer Energieleistung in der Loipe noch Platz drei. Zuvor hatte die 30-Jährige, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, über die sechs Kilometer als Fünfte noch knapp eine Medaille verpasst. Paralympicssiegerin wurde die US-Amerikanerin Kendall Gretsch vor ihrer Landsfrau Oksana Masters.

+++ Paralympics: Fahnenträger Fleig gewinnt Silber im Biathlon +++

Der deutsche Fahnenträger Martin Fleig hat bei den Paralympics in Peking seine erste Medaille geholt. Der 32-Jährige wurde in der sitzenden Klasse im Biathlon über 10 Kilometer mit zwei Schießfehlern Zweiter. Der Freiburger hatte im Ziel 46 Sekunden Rückstand auf den Sieger Liu Mengtao aus China. Dritter wurde der Ukrainer Taras Rad. In seinem ersten Rennen in China war Fleig über sechs Kilometer als Fünfter ins Ziel gekommen.

+++ Trotz sechs Sekunden Rückstand: Forster holt erstes deutsches Gold +++

Mit einem furiosen zweiten Lauf hat Monoskifahrerin Anna-Lena Forster das erste Gold für Deutschland bei den Paralympics in Peking geholt. Trotz sechs Sekunden Rückstand nach dem Super-G gewann die 26-Jährige aus Radolfzell wie 2018 in Pyeongchang noch die Super-Kombination und hatte nach dem abschließenden Slalom 0,77 Sekunden Vorsprung auf Momoka Muraoka. Die Japanerin hatte in den ersten beiden Disziplinen in China jeweils vor Forster gewonnen. Auch beim Slalom am Abschlusstag gilt Forster als Favoritin.

Die Marburgerin Noemi Ristau in der Klasse der Sehbehinderten und Andrea Rothfuss (Mitteltal-Obertal) in der stehenden Klasse schieden bereits im ersten Durchgang aus. Anna-Maria Rieder aus Murnau belegte in Rothfuss' Klasse Rang vier.

+++ Erneut Para-Silber für 15-jährige Kazmaier - Bronze für Walter +++

Die erst 15 Jahre alte Linn Kazmaier hat die zweite Silbermedaille bei den Paralympics in Peking gewonnen. Die jüngste deutsche Teilnehmerin aus Römerstein wurde im Langlauf der Sehbehinderten über 15 Kilometer klassisch in 52:05,6 Minuten wie schon zwei Tage zuvor mit Guide Florian Baumann im Biathlon Zweite. Auch Leonie Walter (54:08,8) wiederholte ihre Biathlon-Platzierung und gewann Bronze. Paralympicssiegerin wurde die Ukrainerin Oksana Schischkowa (51:09,1).

+++ Gold in weiter Ferne: Forster nach erstem Kombi-Lauf nur Vierte +++

Die erhoffte erste Gold-Medaille für Monoskifahrerin Anna-Lena Forster bei den Paralympics in Peking ist in weite Ferne gerückt. Die als Favoritin ins Rennen gegangene Siegerin von 2018 liegt in der Super-Kombination nach dem Super-G nur auf Rang vier. Zwar gilt Forster im folgenden Slalom als stärkste Fahrerin, die 6,07 Sekunden Rückstand auf Momoka Muraoka sind aber kaum aufzuholen. In den ersten beiden Disziplinen in Peking gewann Muraoka jeweils Gold, Forster jeweils Silber. Im Super-G-Rennen hatte sie dabei nur 0,11 Sekunden Rückstand auf die Japanerin gehabt.

"Sechs Sekunden sind schon eine ganz schöne Nummer", sagte Forster: "Eine Medaille ist sicher noch realistisch, aber ich hatte heute eigentlich eher auf die goldene abgezielt." Was los war, wisse sie "ehrlich gesagt gar nicht so genau. Aber ich habe den Lauf offenbar verschlafen. Und Momoka hat Gas gegeben, weil ihr bewusst war, dass ich im Slalom stärker bin."

Auch für die anderen deutschen Fahrerinnen verlief der erste Lauf enttäuschend. Die Marburgerin Noemi Ristau in der Klasse der Sehbehinderten und Andrea Rothfuss (Mitteltal-Obertal) in der stehenden Klasse sind sogar schon ausgeschieden. Anna-Maria Rieder aus Murnau geht in Rothfuss' Klasse als Sechste in den Slalom.

+++ Elf Hundertstel fehlen zu Gold: Forster holt erneut Para-Silber +++

Zweiter Start, zweite Silbermedaille: Monoskifahrerin Anna-Lena Forster musste sich auch am zweiten Wettkampftag der Paralympics in Peking ihrer japanischen Rivalin Momoka Muraoka geschlagen geben. Im Super-G hatte die 26-Jährige aus Radolfzell ganze elf Hundertstelsekunden Rückstand. Auch in der Abfahrt hatte Forster Silber hinter Muraoka geholt. Ihre beiden Spezial-Disziplinen Slalom und Super-Kombi kommen aber noch.

"Ich ärger mich schon ein bisschen über mich selbst", sagte Forster: "Es war so knapp und ich weiß, ich hab doch einiges liegenlassen. Aber hey, es ist eine Medaille, das ist doch schon cool." Dass die Super-Kombi aufgrund der erwartbaren Witterungsbedingungen vorverlegt wurde, fand sie eher nicht gut. "Ich hab mich schon ein bisschen auf den Tag Pause gefreut", sagte Forster, die eine Femurhypoplasie hat - ihr Oberschenkel ist stark verkürzt, im Schienbein fehlen Knochen, das rechte Bein komplett: "Aber wir müssen flexibel bleiben und ich bin bereit."

+++ Silber und Bronze für Biathlon-Youngsters +++

Die erst 15 Jahre alte Linn Kazmaier und die drei Jahre ältere Leonie Walter haben im Biathlon bei den Paralympics für Silber und Bronze gesorgt. Die jüngste deutsche Teilnehmerin lief im chinesischen Zhangjiakou bei den Sportlerinnen mit Sehbehinderung über sechs Kilometer mit einem Schießfehler in 20:14,6 Minuten auf Rang zwei, Walter kam ebenfalls mit einem Fehlschuss in 20:51,5 Minuten auf Platz drei. Paralympics-Siegerin wurde am ersten Tag der Biathlon-Wettbewerbe die Ukrainerin Oksana Schischkowa in 20:09,0 Minuten.

+++ Abfahrts-Silber: Forster holt erste deutsche Paralympics-Medaille +++

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat die erste deutsche Medaille bei den Paralympics von Peking gewonnen. Die 26-Jährige wurde in der Abfahrt Zweite und sicherte sich auf der Piste in Yanqing Silber. Die deutsche Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier benötigte 0,82 Sekunden mehr als Momoka Muraoka aus Japan. Auf Rang drei kam die Chinesin Sitong Liu. Die weiteren vier Starterinnen kamen nicht ins Ziel. "Ich freue mich riesig", sagte Forster. "Ich bin erleichtert."

Für die Athletin aus Radolfzell, der das rechte Bein komplett fehlt, war es ein gelungener Auftakt. Ihre besten Disziplinen mit dem Slalom und der Kombination folgen in den kommenden Tagen. "Durch die Medaille habe ich Rückenwind", erklärte die Deutsche. Pech hatte dagegen Andrea Rothfuss. Die 32-Jährige wurde bei ihren fünften Paralympics in der stehenden Klasse Vierte und verpasste knapp Bronze. Gold sicherte sich Mollie Jepsen aus Kanada. "Vier Zehntel zu Platz drei sind nicht viel. Dies tut auch ein klein bisschen weh. Aber eigentlich bin ich super-happy. Eine Medaille hätte das Glück wohl überstrapaziert", sagte Rothfuss.

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bos/news.de/dpa