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Dressur-EM 2021 im TV + Live-Stream: Von Bredow-Werndl gewinnt drittes Gold bei Dressur-EM

Bis zum 12. September messen sich Europas Reitprofis bei der Europameisterschaft in der Dressur in Hagen. Wie Sie live bei den Wettkämpfen im TV und Live-Stream dabei sind, erfahren Sie hier - inklusive aller Ergebnisse.

Vom 1. bis 5. September messen sich die Reitprofis bei der Springreiten EM in Riesenbeck. Bild: picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Für Reitsport-Fans stehen aktuell gleich zwei wichtige Events an. Zum einen fand die Springreiten-EM 2021 in Riesenbeck vom 1. September bis 5. September statt. Zum anderen kämpfen danach die Reitprofis beim Dressur Grand Prix in Hagen vom 7. bis 12. September um den Sieg. Alle wichtigen Informationen zu TV-Übertragung, Live-Stream und aktuelle Ergebnisse finden Sie hier.

EM Dressur Grand Prix in Hagen in Live-Stream und TV-Übertragung sehen

Einige Tage nach dem Springreiten-Event gehen die Dressur-Profis vom 7. bis 12. September an den Start, bei der Europameisterschaft Dressur in Hagen am Teutoburger Wald. Alle Runden werden von ClipMyHorse.TV übertragen. Nach aktuellem Stand überträgt die ARD auch einen Wettkampftag in der Sportschau. Zudem haben Zuschauer:innen die Möglichkeit, die Dressur-EM im Live-Stream der ARD zu sehen.

Datum Uhrzeit Wettkampf TV-Übertragung und Live-Stream
07.09.2021 08.20 Uhr Grand Prix (Team und Einzel), Prüfung 1, Tag 1 ClipMyHorse.TV
08.09.2021 08.20 Uhr Grand Prix (Team und Einzel), Prüfung 1, Tag 2 ClipMyHorse.TV
09.09.2021 16.50 Uhr Grand Prix Special Einzel mit Musik, Prüfung 2 ClipMyHorse.TV
11.09.2021 12.50 Uhr Grand Prix Einzel Freestyle mit Musik, Prüfung 3

ClipMyHorse.TV

ab 14.30 Uhr in der ARD / Das Erste

ARD Mediathek

FEI Dressage European Championships 2021: Dressur-EM mit allen Ergebnissen aus Hagen

Wie sich die Reitsport-Profis bei der Europameisterschaft 2021 in der Dressur schlugen, erfahren Sie mit allen Ergebnissen hier im Überblick.

+++ 11.09.2021: Von Bredow-Werndl gewinnt drittes Gold bei Dressur-EM +++

Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl hat auch bei der letzten Entscheidung der Dressur-Europameisterschaft Gold gewonnen. Die 35-Jährige aus dem bayerischen Tuntenhausen siegte am Samstag in der Kür und sicherte sich mit ihrer Stute Dalera den dritten Titel in Hagen bei Osnabrück nach den Siegen mit der Mannschaft am Mittwoch und im Grand Prix Special am Donnerstag.

Isabell Werth aus Rheinberg kam mit Weihegold auf Rang vier. Zweite wurde die Dänin Cathrine Dufour mit Bohemian vor der Britin Charlotte Dujardin mit Gio. Dritte deutsche Starterin in der Kür war Helen Langehanenberg aus Billerbeck, die mit Annabelle nur auf Rang 14 kam.

+++ 10.09.2021: Dressur-EM: Letzte Gold-Chance in der Kür +++

Nach dem Gold ist vor dem Gold: Zwei Tage nach dem Grand Prix Special am Donnerstagabend steht am Samstag für die Dressurreiterinnen die letzte Entscheidung bei der Heim-Europameisterschaft an - und wieder wird ein Duell zwischen Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit ihrer Stute Dalera und Rekordreiterin Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold erwartet. "Sie ist on fire", sagte von Bredow-Werndl über ihr Pferd vor der nächsten Prüfung.

Die beiden derzeit besten Paare der Welt dominieren die EM im eigenen Land bisher, lieferten schon beim Gewinn der Gold-Medaille mit der Mannschaft am Mittwoch die beiden besten Ergebnisse im Grand Prix ab. So war es auch im Special, den von Bredow-Werndl gewann.

Favoritin ist von Bredow-Werndl. "Ich bin jetzt die Gejagte", sagte die 35-Jährige. Sie hatte vor zwei Jahren nach dem Team-Gold bei der EM in Rotterdam auch noch Bronze in der Kür geholt. Was damals ein Erfolg war, wäre am Samstag eine Enttäuschung. Schließlich hatte sie in Tokio in dieser Prüfung überlegen Gold gewonnen. "Sie ist derzeit kaum zu schlagen", sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu.

Titelverteidigerin ist Werth, die vor zwei Jahren in Rotterdam nach dem Gold im Grand Prix Special auch die Kür gewonnen hatte. 2019 ritt sie allerdings nicht ihr Hagen-Pferd Weihegold, sondern Bella Rose. Das erklärte Lieblingspferd der Rekordreiterin hatte in der Nacht vor der Special-Entscheidung eine schwere Kolik erlitten und musste operiert werden. "Jetzt schlafen wir erstmal", sagte Werth nach dem Special-Silber.

Die Stute kann nun nicht wie geplant in Aachen aus dem Sport verabschiedet werden. "Es handelte sich in Bella Roses Fall um eine besonders schwere und schmerzhafte Form der Kolik", sagte Mannschaftstierarzt Marc Koene. "Glücklicherweise ist Bella Rose nach der OP schnell wieder aufgestanden."

+++ 09.09.2021:Von Bredow-Werndl gewinnt Gold bei Dressur-EM vor Werth +++

Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl hat ihr erstes Einzel-Gold bei einer Europameisterschaft gewonnen. Die 35 Jahre alte Dressurreiterin aus Tuntenhausen setzte sich am Donnerstagabend bei der Heim-EM in Hagen bei Osnabrück mit ihrer Stute Dalera im Grand Prix Special durch. Auf Rang zwei kam die 52 Jahre alte Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold, die vor zwei Jahren in Rotterdam den Titel gewonnen hatte. Dritte wurde die Dänin Cathrine Dufour mit Bohemian. Eine weitere Einzel-Entscheidung gibt es am Samstag in der Kür.

+++ 08.09.2021: Dressur-EM: Erste Einzelentscheidung mit Titelverteidigerin Werth +++

Nach der Team-Entscheidung mit Gold für Deutschland geht es bei der Dressur-Europameisterschaft gleich mit dem Einzel weiter. Drei Medaillen werden an diesem Donnerstag (ab 17.00 Uhr) in Hagen bei Osnabrück im Grand Prix Special vergeben. Titelverteidigerin ist Isabell Werth aus Rheinberg, die anders als vor zwei Jahren in Rotterdam nun ihre Stute Weihegold sattelt. Zu den Favoritinnen zählt vor allem Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl im Sattel von Dalera. Eine weitere Einzelentscheidung gibt es am Samstag in der Kür.

+++ 08.09.2021: Dressur-Hattrick: Deutsches Team feiert bei Heim-EM Gold +++

Die deutschen Dressurreiterinnen haben bei der Heim-Europameisterschaft den Titel gewonnen. Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold und Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Dalera sicherten am Mittwoch in Hagen am Teutoburger Wald den dritten Team-Sieg in Folge. Am Vortag hatte das Gastgeber-Quartett nach den Ritten von Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Annabelle und Dorothee Schneider (Framersheim) mit Faustus nur auf Rang zwei gelegen. Der erneute Erfolg war das 25. deutsche Mannschafts-Gold bei Europameisterschaften.

+++ 08.09.2021: Deutsches Dressur-Team bei EM nach Werth-Ritt wieder vorne +++

Die deutschen Dressurreiterinnen liegen bei der Heim-Europameisterschaft wieder auf Platz eins. Vor den letzten Paaren jeder Nation führt das Gastgeber-Team in Hagen bei Osnabrück vor Großbritannien. Isabell Werth aus Rheinberg brachte die Mannschaft am Mittwoch nach dem Rückstand des Vortages in Führung. Die Rekordreiterin fühlte sich nach dem Grand Prix mit Weihegold dennoch zu schlecht bewertet und rief kurz nach der Prüfung: "Das ist ja lächerlich." Letzte deutsche Starterin ist Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Dalera.

+++ 07.09.2021: Dressur-Team bei Europameisterschaft nur auf Rang zwei +++

Die deutschen Dressurreiterinnen sind bei der Heim-Europameisterschaft mit mäßigen Ergebnissen gestartet. Nach zwei von vier Paaren liegt die Gastgeber-Mannschaft in Hagen bei Osnabrück nur auf Rang zwei hinter Großbritannien und vor Dänemark. Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Annabelle und Dorothee Schneider aus Framersheim mit Faustus unterliefen am Dienstag zu viele Fehler.

Am Mittwoch reiten bei der Gastgeber-Mannschaft die beiden besten Paare. Für Deutschland beginnt am zweiten EM-Tag Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold. Den Abschluss machen Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen und Dalera, die bei den Olympischen Spielen in Tokio Doppel-Gold gewonnen hatten.

+++ 07.09.2021: Deutsche Reiterinnen in der Favoritenrolle bei Heim-EM +++

Nur zwei Tage nach dem Ende der Springreiter-EM mit dem Einzel-Gold für André Thieme in Riesenbeck beginnt an diesem Dienstag die Dressur-Europameisterschaft. Drei Titel sind im nur 35 Kilometer entfernten Hagen am Teutoburger Wald zu vergeben.

Die deutschen Dressur-Teams gelten wieder als Seriensieger. Nach EM-Gold in Göteborg und Rotterdam peilen die vier Reiterinnen in Hagen bei Osnabrück den Hattrick an. Dass Siege nicht selbstverständlich sind, zeigte sich bei der bisher letzten Heim-EM. 2015 in Aachen blamierte sich der Gastgeber mit dem Einsatz des nicht fitten Millionen-Hengstes Totilas und dem Reiter Matthias Alexander Rath. Es reichte nur zu Bronze hinter den Niederlanden und Großbritannien.

+++ 06.09.2021: Dressur-Team will bei Heim-Europameisterschaft Titel verteidigen +++

Die deutsche Dressur-Mannschaft will bei der Heim-Europameisterschaft in Hagen bei Osnabrück den Titel verteidigen. Das Championat am Fuße des Teutoburger Waldes beginnt am Dienstag (8.30 Uhr) mit dem Grand Prix. Zunächst starten Dorothee Schneider aus Framersheim mit Faustus und Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Annabelle. Im zweiten Teil des Teilnehmerfeldes reiten am Mittwoch Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold und zum Abschluss Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit ihrem Goldpferd Dalera. Schneider, Werth und von Bredow-Werndl gehörten auch vor zwei Jahren zum Team, das EM-Gold in Rotterdam gewann.

Europameisterschaft Springen 2021 in Riesenbeck: Aktuelle Ergebnisse

Wie schlagen sich die Reitprofis im Springreiten bei der EM Springen in Riesenbeck? Alle aktuellen Ergebnisse finden Sie hier im Überblick.

+++ 06.09.2021:Beerbaum lobt EM-Sieger nach Gold beim Debüt +++

Der frühere Europameister schwärmte. "Ein unglaublicher Gewinner", sagte Ludger Beerbaum über André Thieme nach dem überraschenden Gold-Coup des schon 46 Jahre alten Shootingstars. Der Debütant siegte nach Silber mit der Springreiter-Mannschaft im Einzel des EM-Heimspiels auf der Beerbaum-Anlage in Riesenbeck.

"Sehr, sehr glücklich" war Beerbaum, auf dessen Anlage erstmals eine derart große Veranstaltung durchgeführt wurde. Der ehemalige Europameister, der seit Olympia-Bronze in Rio den Janeiro nicht mehr im Nationalteam reitet, war "ein bisschen stolz" nach einer EM, die er nach der Absage von Budapest in weniger als neun Monaten organisierte: "Wir hatten nur wenig Zeit zur Vorbereitung."

Ähnlich geht es Ullrich Kasselmann, der ab Dienstag die Dressur-EM auf seiner Anlage in Hagen bei Osnabrück organisiert. Dort dürfte es für die Medaillen-Sammler des deutschen Pferdesports weiteres Edelmetall zu feiern geben.

+++ 05.09.2021: Chance genutzt: Debütant Thieme reitet bei Heim-EM zu Gold +++

André Thieme riss nach dem gewonnenen Nervenspiel die linke Faust in die Höhe. Als letzter Starter ritt der Debütant bei der Heim-Europameisterschaft in den Parcours und blieb cool. Der 46 Jahre alte Springreiter aus Plau am See sicherte sich am Sonntag den Titel. Im Sattel der Stute Chakaria feierte der nervenstarke EM-Neuling seinen Triumph und winkte in die ausverkaufte Arena von Riesenbeck, in der corona-bedingt nur 3.250 Zuschauer passten. "Wir haben es zu Ende gebracht", sagte er noch auf dem Platz.

"Ein Traumergebnis, und das nach Tokio", sagte Bundestrainer Otto Becker im ZDF. "Dass Andre hier noch den Sack zugemacht hat, das ist sensationell." Thieme hatte schon nach der ersten Runde gesagt: "So locker war es heute nicht." Er wollte eigentlich "ohne Druck" reiten, hatte er am Vortag noch gesagt. Doch "dann kam der Druck", berichtete der Reiter. Immerhin: "Das Adrenalin, was in mir drin steckt, überträgt sie in einer positiven Art", sagte er über seine elfjährigen Stute. "Sie fühlt sich unheimlich frisch an."

Thieme hatte die Führung übernommen, weil Titelverteidiger Martin Fuchs aus der Schweiz in der ersten Runde des Tages mit Leone Jei einen Abwurf hatte. Und dann patzte der Schweizer in der zweiten Runde ein zweites Mal, und auch der Schwede Peder Fredricson machte mit Catch Me Not einen Fehler - so konnte sich Thieme sogar vier Strafpunkte leisten, um zu feiern.

Vierter wurde Christian Kukuk. In der ersten Runde verpasste er ein besseres Ergebnis, der Abwurf mit Mumbai ärgerte den 31-Jährigen aus Riesenbeck gehörig. "Das ist sehr enttäuschend", kommentierte der Reiter, während die Konkurrenz weitere Fehler machte und er selber trotz des Patzers sogar noch nach vorne rutschte. "Am Ende habe ich es nicht gut genug gemacht", sagte der bei EM-Organisator Ludger Beerbaum angestellte Reiter, bevor er als Siebter in die zweite Runde einritt und Vierter wurde. "Mit einem Nuller hätten wir uns weiter nach vorne geschoben", sagte Kukuk.

"Das hat heute richtig Spaß gemacht", kommentierte David Will nach seiner Auftaktrunde am Sonntag, eher er bei der Vorbereitung auf die zweite Runde auf dem Abreiteplatz vom Pferd fiel. Nach dieser unangenehmen Überraschung hatte der 33-Jährige aus dem hessischen Dagobertshausen mit seinen Wallach C Vier keine Probleme, kassierte aber zwei Abwürfe und fiel vom sechsten auf den siebten Rang zurück. Erst seit einem knappen Jahr reitet Will C Vier, der "Saft ohne Ende hat".

Mit acht Strafpunkten und Rang 19 endete die EM für Marcus Ehning schon vor der letzten Runde. "Ich habe einen Tick überritten", kommentierte der 47-Jährige aus Borken den Auftritt mit Stargold. "Es fehlt ihm noch ein bisschen Erfahrung", sagte der Routinier über den zehnjährigen Hengst. Trotz des Scheiterns in der ersten Runde des Einzelfinales wirkte Ehning entspannt. "Wenn man mit einer Medaille nach Hause fährt, ist man immer zufrieden", sagte er angesichts des Team-Silbers vom Freitag.

+++ 04.09.2021: Thieme reitet auf Medaillen-Kurs +++

Dank der Stute Chakaria hat der Springreiter André Thieme spät den Durchbruch in den internationalen Spitzensport geschafft. Nach Team-Silber bei der Heim-EM winkt jetzt auch eine Einzel-Medaille.

Die Altherren-Fußballer haben die Europameisterschaft der Springreiter verlassen. "Die konnten nicht mehr, die haben hier Vollgas gegeben", berichtete André Thieme vergnügt. Der 46 Jahre alt Reiter aus Plau am See, sonst selber ein Teil der Kickertruppe, bleibt selbstverständlich in Riesenbeck, denn nach Team-Silber winkt Thieme am Sonntag im Einzel-Finale eine weitere Medaille.

Seine Fußball-Freunde waren bei der Heim-EM drei Tage als Fanclub dabei und freuten sich am Freitag mit dem EM-Debütanten über das Edelmetall des deutschen Quartetts. Am Abend vor der entscheidenden Runde des Mannschaftswettbewerbes hatte Thieme sogar noch Bier mit den Kumpels aus der Heimat getrunken. Er habe vorher "offiziell bei Otto Becker um Erlaubnis gefragt", und der Bundestrainer habe unter der Bedingung zugestimmt, dass Thieme am Folgetag fehlerfrei reite. Thieme stand - nicht so lange wie die anderen Altherren-Fußballer - am Tresen, hielt am Tag danach Wort und ritt mit Chakaria makellos.

Dank der zweiten Null-Runde des Nationenpreises ist Thieme jetzt nicht nur Silber-Gerwinner mit dem Team, sondern auch Zweiter vor den beiden weiteren Runden des Einzels. Mit seiner Stute Chakaria liegt er mit 2,84 Strafpunkten direkt hinter Titelverteidiger Martin Fuchs aus der Schweiz mit Leone Jei (1,31).

Thieme ist nicht der einzige deutsche Reiter, der sich noch Chancen ausrechnen darf. Auf Rang acht liegt vor dem Finale Christian Kukuk mit Mumbai (5,93). "Wir schauen zuversichtlich auf Sonntag", sagte der in Riesenbeck lebende und bei EM-Gastgeber Ludger Beerbaum beschäftigte Reiter. Schon etwas weiter weg ist David Will aus Dagobertshausen mit C Vier als Elfter, weil der nach dem Zeitspringen am Mittwoch noch führende Reiter schon 8,00 Strafpunkte hat.

Favorit aus deutscher Sicht ist also Thieme. Druck verspürt er deshalb nicht. "Jetzt kann ich es genießen", sagte der Reiter: "Ich bin ja jetzt glücklicher Silber-Gewinner." Den Druck hatte der 46-Jährige vorher, denn nach einem missglückten Olympia-Debüt wollte er unbedingt beweisen, "dass wir es besser können". Er könne "seit gestern wieder gut schlafen", berichtete der Reiter, der nach eigener Auskunft in Tokio "Lehrgeld" gezahlt hatte.

Der 46-Jährige ist erst vergleichsweise spät in den internationalen Spitzensport gekommen. Bekannt wurde er 2007, als ihm der erste von drei Siegen im Deutsche Springderby in Hamburg gelungen war. Zu seinen spektakulären Erfolgen gehört der Rekord von vier Siegen in Eine-Million-Dollar-Springen in den USA, zuletzt im Frühjahr. Olympia und EM seien "aber noch mal eine ganz andere Nummer", sagte er, auch im Vergleich zu einem Great American Grand Prix.

Dass er in Tokio dabei war und nun in Riesenbeck zum Nationalteam gehört, hat er Chakaria zu verdanken. "Man braucht dafür ein außergewöhnliches Pferd", sagte Thieme: "Das hatte ich vorher nicht." Mit der Stute will er nun eine weitere Medaille holen - und die könnte er dann am Dienstag seinen Fußball-Freunden präsentieren. Um 19.00 Uhr ist Training.

+++ 03.09.2021: Springreiter gewinnen bei Heim-EM Silber +++

Die deutschen Springreiter haben bei der Europameisterschaft im westfälischen Riesenbeck Silber gewonnen. Nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen in Tokio mit dem vorletzten Platz im Finale feierte die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker am Freitag ihre Medaille. Das mit drei EM-Neulingen und Routinier Marcus Ehning gestartete Team lag nach insgesamt drei Runden an drei Tagen nur hinter der Schweiz. Das bisher letzte EM-Gold für Deutschland gab es 2011 in Madrid.

Bester einheimischer Reiter vor dem Einzel-Finale am Sonntag ist André Thieme aus Plau am See, der mit Chakaria Zweiter ist. Erster ist Titelverteidiger Martin Fuchs aus der Schweiz mit Leone Jei. Auf Rang acht liegt Christian Kukuk aus Riesenbeck mit Mumbai. Zum deutschen Medaillen-Quartett gehörte außerdem David Will aus Dagobertshausen mit C Vier.

+++ 02.09.2021: Deutsches Team auf Medaillenkurs bei Springreiten EM +++

André Thieme und DSP Chakaria sowie Christian Kukuk und Mumbai absolvierten ihre Runden fehlerfrei.Marcus Ehning und Stargold sowie David Will und C-Vier unterlief jeweils lediglich ein Fehler, berichtet das Portal "Pferd aktuell". Dadurch verteidigt das deutsche Team seinen zweiten Platz in der Liste. In der Einzelwertung stehen Christian Kukuk und Mumbai auf Platz zwei.

+++ 01.09.2021: Will gelingt Auftaktsieg - deutsches Team auf Platz zwei in EM-Wertung +++

David Will aus Marburg ist mit C-Vier ein Auftaktsieg gelungen. Auch Christian Kukuk hat mit seinem Pferd Mumbai eine fehlerfreie Runde hingelegt. André Thieme und DSP Chakaria hingegen machten einen Fehler, Marcus Ehning und Stargold begingen sogar zwei Fehler. Trotzdem steht das deutsche Team in der Wertungsliste auf Platz zwei hinter Schweden.

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bos/hos/news.de/dpa