Körpersprache von Katzen: Was Ihre Katze damit sagen will
Katzen kommunizieren viel über ihre Körpersprache. Doch was bedeuten angelegte Ohren, große Pupillen oder ein Katzenbuckel? So erkennst du, was deine Katze dir sagen möchte.
Von Lisa Mücke - Uhr
Suche
- Welche Körpersignale bei Katzen auf Entspannung und Spielfreude hindeuten.
- Woran sich Unsicherheit, Angst und Abwehrverhalten erkennen lassen.
- Warum einzelne Signale immer im Zusammenhang betrachtet werden sollten.
Katzen kommunizieren viel über ihre Körpersprache. An Haltung, Ohren, Augen und Schwanz lässt sich oft erkennen, wie sich eine Katze gerade fühlt. Wir zeigen, wie sich Entspannung, Spielfreude, Unsicherheit und Abwehr oftmals erkennen lassen.
Wohlfühlen und Entspannung
Eine entspannte Katze zeigt mit ihrer Körperhaltung und ihrem Gesicht, dass sie sich wohlfühlt.
Entspannte Körperhaltung
Eine entspannte Katze wirkt locker. Ihr Körper ist nicht angespannt, die Ohren zeigen nach vorne und die Augen können halb geschlossen sein. Auch ein locker nach unten hängender Schwanz kann zu dieser Körperhaltung gehören. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Signale.
Tritteln mit den Pfoten
Viele Katzen kneten mit ihren Vorderpfoten auf einer Decke, einem Kissen oder dem Schoß ihres Menschen. Dieses sogenannte Tritteln kann ein Zeichen dafür sein, dass sich die Katze besonders wohlfühlt.
Langsames Blinzeln
Halb geschlossene Augen und langsames Blinzeln können eine freundliche und entspannte Stimmung zeigen. Auch hier sollte das Signal zusammen mit der übrigen Körperhaltung betrachtet werden.
Spiellaune
Auch beim Spielen verrät die Körpersprache, wie aufgeregt und aufmerksam eine Katze gerade ist.
Aufgerichteter Schwanz
Eine Katze, die ihren Schwanz aufrecht trägt, kann damit Kontaktbereitschaft zeigen. Bewegt oder zittert die Schwanzspitze leicht, kann dies zusätzlich auf Aufregung oder Spielfreude hindeuten.
Wälzen auf die Seite
Rollt sich eine Katze auf die Seite und streckt vielleicht eine Pfote in Richtung ihres Gegenübers, kann dies eine Aufforderung zum Spielen sein. Besonders bei einer insgesamt lockeren Körperhaltung spricht dieses Verhalten für eine positive Stimmung.
Auf dem Rücken liegen
Eine Katze kann sich beim Spielen auf den Rücken drehen und dabei alle vier Pfoten einsetzen. Die Haltung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sie am Bauch gestreichelt werden möchte. Sie kann diese Position auch zur Verteidigung einnehmen.
Suche
Unbehagen oder Angst
Fühlt sich eine Katze unwohl oder ängstlich, verändert sie häufig ihre Körperhaltung und ihren Blick.
Ohren nach hinten oder zur Seite
Legt eine Katze ihre Ohren an oder dreht sie deutlich nach hinten, kann dies auf Angst, Unsicherheit oder Unbehagen hindeuten. Je stärker die Ohren am Kopf anliegen, desto deutlicher kann die Angstreaktion sein.
Geduckte Körperhaltung
Eine ängstliche Katze kann ihren Körper möglichst klein machen und sich dicht auf den Boden drücken. Auch ein runder Rücken kann zu dieser Körperhaltung gehören. Zusammen mit angelegten Ohren oder einem eingezogenen Schwanz spricht dies eher für Unsicherheit oder Angst.
Schwanzzucken oder heftiges Schwanzwedeln
Bewegt eine Katze ihren Schwanz schnell hin und her, kann dies auf Nervosität, Unsicherheit oder innere Anspannung hindeuten. Anders als beim Hund ist Schwanzwedeln bei Katzen deshalb nicht automatisch ein Zeichen von Freude.
Gähnen
Gähnen wirkt zunächst wie ein völlig normales Verhalten. Es kann bei Katzen jedoch auch in Situationen auftreten, in denen sie angespannt oder ängstlich sind. In solchen Momenten kann es der Selbstberuhigung dienen.
Abwehrverhalten
Mit bestimmten Signalen zeigt eine Katze deutlich, dass ihr eine Situation zu viel wird und sie Abstand möchte.
Katzenbuckel und gesträubtes Fell
Macht eine Katze einen Katzenbuckel und stellt ihr Fell auf, versucht sie, größer und bedrohlicher zu wirken. Häufig tritt dieses Verhalten auf, wenn sie sich bedroht fühlt.
Fauchen
Beim Fauchen zeigt eine Katze, dass ihr eine Situation unangenehm ist. Häufig liegen die Ohren dabei flach am Kopf, während die Augen verengt sind und die Zähne sichtbar werden können. In dieser Situation sollte die Katze nicht bedrängt werden.
Knurren
Auch Knurren kann eine Warnung sein. Eine Katze kann damit signalisieren, dass sie sich bedroht fühlt und Abstand möchte. Ob Angst, Unsicherheit oder Abwehr dahintersteckt, lässt sich am Knurren allein jedoch nicht sicher erkennen.
Fixierender Blick
Bei einer angespannten oder abwehrenden Katze können sich die Pupillen verändern und der Blick kann sich auf das Gegenüber richten. Intensiver Blickkontakt kann von Katzen als Drohung wahrgenommen werden.
Wann sollten Katzenbesitzer genauer hinschauen?
Zieht sich eine Katze plötzlich zurück, reagiert ungewöhnlich aggressiv oder verändert ihr Fress- und Toilettenverhalten, sollten Halter aufmerksam werden. Auch anhaltende Unruhe oder auffällig häufiges Putzen können auf Stress oder ein gesundheitliches Problem hindeuten.
Bei deutlichen oder länger anhaltenden Veränderungen sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Körpersprache der Katze immer im Zusammenhang betrachten
Die Körpersprache einer Katze lässt sich nicht anhand einzelner Signale eindeutig deuten. Aufgestellte Ohren,der Katzenschwanz oder große Pupillen können je nach Situation unterschiedliche Bedeutungen haben.
Wer mehrere Signale gleichzeitig betrachtet und die individuellen Gewohnheiten seiner Katze kennt, kann ihr Verhalten besser einschätzen. Bei plötzlichen Veränderungen lohnt sich dagegen ein genauerer Blick.
Weitere spannende Artikel finden Sie hier:
- Was dürfen Katzen nicht essen?: Diese Lebensmittel sind für Katzen giftig
- Katzen-Mythen: Diese sechs Irrtümer über Katzen glauben viele Haustierbesitzer
- Ist Ihre Katze glücklich?: 10 Anzeichen für eine zufriedene Katze
- Hunde- oder Katzenmensch?: Was die Haustierwahl über die Persönlichkeit verrät
- Mit Katzen richtig spielen: Welche 8 Fehler viele Haustierbesitzer beim Spielen machen
mul/sfx/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.