Mit Katzen richtig spielen: Welche 8 Fehler viele Haustierbesitzer beim Spielen machen
Worauf kommt es beim richtigen Spielen mit einer Katze an? Katzen brauchen Beschäftigung, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein. Doch beim Spielen können Haustierbesitzer einiges falsch machen. Diese acht Fehler sollten Sie vermeiden.
Von Lisa Mücke - Uhr
Suche
- Warum das richtige Spielzeug beim Spielen wichtig ist.
- Welche Rolle das natürliche Jagdverhalten der Katze spielt.
- Woran du erkennst, was deiner Katze beim Spielen guttut.
Katzen spielen aus unterschiedlichen Gründen. Dabei können sie ihrem natürlichen Jagdverhalten nachgehen, sich bewegen und ihre Umgebung erkunden. Besonders für Wohnungskatzen ist regelmäßige Beschäftigung wichtig. Doch beim gemeinsamen Spiel können sich schnell Fehler einschleichen.
1.Hände und Füße als Spielzeug verwenden
Die eigenen Hände oder Füße sind schnell zur Hand, wenn die Katze nach etwas greifen oder schnappen möchte. Für ein kleines Kätzchen kann das zunächst harmlos wirken. Doch die Katze lernt dabei, menschliche Körperteile als Beute oder Spielobjekt wahrzunehmen.
Später können daraus schmerzhafte Kratzer oder Bisse entstehen. Deshalb eignen sich Spielzeuge besser, die ausreichend Abstand zwischen Mensch und Katze schaffen. Dazu gehören beispielsweise Spielangeln oder kleine Spielzeuge, die die Katze jagen und fangen kann.
2.Das Spielzeug falsch bewegen
Ein Spielzeug einfach direkt vor dem Gesicht der Katze hin und her zu bewegen, ist nicht für jedes Tier besonders interessant. Katzen reagieren vor allem auf Bewegungen, die an mögliche Beute erinnern.
Du kannst das Spielzeug deshalb über den Boden ziehen, kurz verschwinden lassen oder hinter einer Ecke auftauchen lassen. Auch schnelle und langsame Bewegungen können sich abwechseln. So bekommt die Katze Gelegenheit, die „Beute" zu beobachten, zu verfolgen und schließlich zu fangen.
3.Die Katze nicht fangen lassen
Wer mit einer Spielangel spielt, möchte die Katze oft möglichst lange beschäftigen. Dabei kann es passieren, dass das Spielzeug immer wieder entwischt und die Katze es überhaupt nicht erwischt.
Das kann auf Dauer frustrierend sein. Beim natürlichen Jagdverhalten gehören Verfolgen, Springen, Packen und Fangen zusammen. Deshalb sollte die Katze während des Spiels auch immer wieder die Möglichkeit bekommen, ihre Beute zu erwischen.
Am Ende einer Spielrunde kann das Tempo langsam reduziert werden. So bekommt die Katze einen klaren Abschluss und kann das Spielzeug schließlich fangen.
4. Die Körpersprache der Katze ignorieren
Nicht jede Katze möchte jederzeit spielen. Manche Tiere verlieren nach einigen Minuten das Interesse oder zeigen, dass ihnen die Situation zu viel wird.
Achte deshalb auf die Körpersprache deiner Katze. Starkes Schwanzschlagen, nach hinten gelegte Ohren oder deutlich geweitete Pupillen können darauf hindeuten, dass die Katze zunehmend angespannt ist. In diesem Fall kann es besser sein, das Spiel zu beenden oder eine Pause einzulegen.
Auch wenn sich deine Katze zurückzieht oder nicht mehr auf das Spielzeug reagiert, solltest du sie nicht zum Weiterspielen zwingen.
Suche
5.Zu wenig Abwechslung beim Spielzeug
Manche Katzen haben ein Lieblingsspielzeug. Trotzdem kann Abwechslung beim Spielen sinnvoll sein. Denn verschiedene Spielzeuge ermöglichen unterschiedliche Bewegungen und sprechen unterschiedliche Vorlieben an.
Du kannst beispielsweise zwischen Spielangeln, kleinen Stoffmäusen, Bällen und anderen geeigneten Katzenspielzeugen wechseln. Dabei musst du nicht alle Spielsachen gleichzeitig anbieten.
Ein Teil der Spielzeuge kann für einige Zeit weggeräumt und später wieder hervorgeholt werden. Dadurch kann ein bekanntes Spielzeug wieder interessanter werden.
6.Gefährliches Spielzeug liegen lassen
Nicht jedes Spielzeug eignet sich dafür, dass die Katze allein damit spielt. Vor allem Schnüre, Bänder oder Spielangeln können gefährlich werden, wenn sich die Katze darin verfängt oder Teile davon verschluckt.
Solche Spielzeuge solltest du deshalb nur unter Aufsicht verwenden. Nach dem gemeinsamen Spielen können sie wieder sicher verstaut werden.
Auch bei anderen Spielsachen solltest du darauf achten, dass sich keine kleinen Teile lösen können. Kontrolliere das Spielzeug regelmäßig auf Beschädigungen und entsorge kaputte Exemplare.
7. Die Katze zum Spielen zwingen
Manchmal hat die Katze einfach keine Lust. Das ist kein Grund zur Sorge und auch kein Zeichen dafür, dass das Spielzeug grundsätzlich ungeeignet ist.
Katzen haben individuelle Vorlieben. Manche jagen lieber über den Boden, andere springen gern nach einem Spielzeug in der Luft. Auch der Zeitpunkt kann eine Rolle spielen.
Statt die Katze zum Spielen zu animieren, kannst du verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Viele Katzen sind besonders in den Morgen- und Abendstunden aktiv. Entscheidend ist aber, wann deine eigene Katze aufmerksam und spielfreudig wirkt.
8. Zu grob mit der Katze spielen
Beim Spielen kann eine Katze schnell sehr aufgeregt werden. Gerade bei jungen Tieren kann aus einem harmlosen Fangspiel ein wildes Raufen werden. Wenn dabei Hände oder Füße ins Spiel kommen, können Kratzer und Bisse die Folge sein.
Besser ist es, die Jagdenergie auf ein geeignetes Spielzeug zu lenken. Wird die Katze während des Spiels zunehmend unruhig oder zeigt deutliche Anzeichen von Überreizung, solltest du eine Pause einlegen.
Darauf kommt es beim Spielen mit der Katze an
Beim gemeinsamen Spielen geht es nicht darum, möglichst lange durchzuhalten oder die Katze ständig zu beschäftigen. Viel wichtiger ist, dass sie ihrem natürlichen Verhalten folgen kann.
Geeignete Spielzeuge ermöglichen es ihr, eine „Beute" zu beobachten, zu verfolgen, zu packen und zu fangen. Gleichzeitig solltest du die individuellen Vorlieben und die Körpersprache deiner Katze berücksichtigen.
Weitere spannende Artikel finden Sie hier:
- Katzen-Mythen: Diese sechs Irrtümer über Katzen glauben viele Haustierbesitzer
- Ist Ihre Katze glücklich?: 10 Anzeichen für eine zufriedene Katze
- Was dürfen Katzen nicht essen?: Diese Lebensmittel sind für Katzen giftig
- Warum fressen Katzen bei Hitze weniger?: Mit diesen Tipps bleiben Samtpfoten im Sommer fit
- Hunde- oder Katzenmensch?: Was die Haustierwahl über die Persönlichkeit verrät
mul/sfx/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.