Tourismus News: China verschärft Kontrolle über Auslandsreisen

Peking weitet die Möglichkeiten für Ausreisesperren aus. Die neuen Regeln sollen unter anderem verhindern, dass sensibles technisches Wissen unerlaubt ins Ausland gelangt.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Reisen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Reisen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / sebra

China verschärft zum Schutz sensibler Technologie die Kontrolle über Auslandsreisen seiner Bürger. Eine im Juli veröffentlichte Verordnung trat am Dienstag in Kraft. Sie sieht ausdrücklich Ausreisesperren bei Verstößen gegen Exportkontrollen oder Vorschriften zur Weitergabe von Technologie vor.

Betroffen sind Menschen, die mit solchen Verstößen "die nationale Industrie- und Technologiesicherheit gefährden könnten", wie es in der Verordnung heißt. Es wird keine Höchstdauer für solche Sperren genannt.

In einer Erläuterung verwiesen die Behörden auf Fälle, in denen chinesische Bürger nach einer regelwidrigen Ausreise unerlaubt Technologie ins Ausland weitergegeben hätten. Damit begründet Peking die schärferen Kontrollen auch mit dem Schutz von technischem Wissen. Ausreisesperren aus Gründen der nationalen Sicherheit waren bereits davor möglich.

Weitere Gründe für Ausreisesperren

Die neue Verordnung geht noch weiter: Auch chinesische Bürger, die im Ausland rechtswidrig handeln und dabei Chinas Sicherheit und Interessen schädigen, können nach ihrer Rückkehr für sechs Monate bis drei Jahre an weiteren Ausreisen gehindert werden. Die Behörden begründen die schärferen Kontrollen unter anderem mit dem Kampf gegen grenzüberschreitenden Betrug und illegales Glücksspiel. Kritiker sahen in den neuen Regeln dagegen eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die Reisefreiheit der Bürger.

Die Verordnung mit ihren 19 Artikeln regelt zudem die Einreise nach China: Ausländer, die bei Visumanträgen im Ausland oder bei der Einreise falsche Angaben machen, können für ein bis fünf Jahre von der Einreise ausgeschlossen werden.

Viele Staatsbedienstete müssen Pässe abgeben

Schon seit Jahren müssen viele Partei- und Staatsfunktionäre ihre privaten Reisepässe bei ihrer Dienststelle abgeben. Für Auslandsreisen benötigen sie eine Genehmigung.

Solche Vorgaben betreffen inzwischen zum Teil auch Beschäftigte an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Behörden begründen diese Kontrollen mit dem Schutz von Staatsgeheimnissen und dem Kampf gegen Korruption.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle Tourismus-News:

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.