Tourismus News: Hantavirus: Seuchen-Experten mahnen zu Vorsicht

Wie gefährlich ist das Andes-Virus? Der Typ des Hantavirus tauchte auf einem Kreuzfahrtschiff auf. Experten sagen: Das Risiko für einen großen Ausbruch ist gering. Trotzdem mahnen sie zur Wachsamkeit.

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Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" schätzen Experten das Risiko einer größeren Ausbreitung des dort entdeckten Virustyps in Europa als gering ein. Bei Passagieren des Schiffs wurde das Andesvirus nachgewiesen, auch ANDV genannt. "Selbst wenn es zu einer Übertragung des ANDV durch Passagiere käme, die vom Schiff evakuiert wurden, ist das ANDV nicht leicht übertragbar, sodass es unwahrscheinlich ist, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem großflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme", berichtete die EU-Gesundheitsbehörde ECDC.

Hinzu kommt: Das natürliche Reservoir der Andesviren, die Reisratte Oligoryzomys longicaudatus, sei in Europa nicht vorhanden. "Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass das Virus in die Nagetierpopulation eingeschleppt wird und es in Europa zu einer Übertragung von Nagetieren auf Menschen kommt", sagte ECDC-Experte Thomas Hofmann.

ECDC ruft zum Handeln gegen die Ansteckung auf

Um mögliche Übertragungen von Mensch zu Mensch zu vermeiden, empfiehlt die Gesundheitsbehörde, Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Infektionen zu ergreifen. Menschen mit möglichen Symptomen sollten sich Blut- oder PCR-Tests unterziehen. "Negative Testergebnisse können aber eine Infektion und anschließende Virusausscheidung nicht ausschließen", sagte ECDC-Experte Hofmann.

Auch der reine Blick auf die Inkubationszeit reiche nicht aus: Diese beträgt laut ECDC in der Regel zwei Wochen, könne aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. Deshalb gelte es auch nach Wochen noch, wachsam zu bleiben, so Hofmann - und sich nicht an einem reinen Zeitraum zu orientieren, sondern etwa auch an Symptomen und Testergebnissen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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