Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung im Allgäu sollten Skifahrer heute ernstnehmen!
Am 31.03.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 31.03.2026 um 15:43 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Allgäuer Alpen Mitte, Werdenfelser Alpen, Bayrische Voralpen West, Ammergauer Alpen Nord und Allgäuer Voralpen. Die Meldung gilt vorerst bis zum 01.04.2026, um 15:00 Uhr .
"Verwehte Schneemassen und der Neuschnee der letzten Tage können leicht ins Rutschen geraten!"
"Verwehte Schneemassen und der Neuschnee der letzten Tage können leicht ins Rutschen geraten!"; warnte die Meldestelle. Im Detail gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1500 Metern beträchtlich und darunter mäßig. Das Hauptproblem sind die Schneeverwehungen und der Neuschnee der letzten Tage. An vielen Stellen können sich schon bei geringer zusätzlicher Belastung Schneebrettlawinen lösen. Lawinengefährdete Stellen befinden sich in steilem Gelände in allen Expositionen entlang von Graten, in einiger Entfernung von Graten hinter Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden. Lawinen sind meist mittelgroß, können aber in den neuschneereichen Gebieten des Allgäu und des Werdenfelsgeländes gelegentlich auch groß werden. In steilem, felsdurchsetztem Gelände ist die Selbstauslösung mittelgroßer Lockerschneelawinen möglich.
Auf einzelnen, sehr steilen, sonnigen Hängen können sich kleine und mittelgroße Gleitschneelawinen lösen."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee, Neuschneeproblem und Gleitschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In den letzten Tagen sind flächendeckend rund 40 cm Schnee gefallen, in stark frequentierten Gebieten sogar einen halben Meter oder mehr. Der Schnee wurde stark verfrachtet, und es haben sich viele auslösegefährdete Schneeverwehungen gebildet. Einige davon sind mit einer weichen Schneeschicht bedeckt und schwer zu erkennen. Zudem sind stellenweise Graupel und schwache Zwischenschichten in den oberen Metern des Schneedecks eingebettet. Tiefere Schichten aus facettierten Kristallen lassen sich nur schwer aufbrechen. Auf der Südseite ist der Schnee oft bis zum Boden feucht und kann auf glattem Untergrund abrutschen." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen Bayerns individuell stark ausgeprägt.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 3 |
| Allgäuer Alpen | 3 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 3 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 2 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Berchtesgadener Alpen | 3 |
Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 31.03.2026 um 15:43 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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