Lawinenwarnung bis Stufe 2: Diese Meldung im Allgäu sollten Sie heute ernstnehmen!
Am 13.02.2026 wurde für einzelne Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 13.02.2026 um 16:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Allgäuer Voralpen und Allgäuer Alpen Mitte. Die Meldung gilt vorerst bis zum 14.02.2026, um 16:00 Uhr .
"Mit Neuschnee und stürmischen Westwinden, die leicht zu Schneeverwehungen führen können."
"Mit Neuschnee und stürmischen Westwinden, die leicht zu Schneeverwehungen führen können."; teilte die Zentrale in der Meldung mit. Zu den Folgen schreibt der Lawinenarndienst: "Oberhalb der Baumgrenze ist die Lawinengefahr erheblich, unterhalb der Baumgrenze gering. Windplattenlawinen sind problematisch. Mittelgroße Schneebrettlawinen können vielerorts bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Lawinengefährdete Stellen befinden sich an steilen Hängen mit Nordwest-, Nord- bis Südostausrichtung sowie in Rinnen und Mulden. Mit zunehmender Höhe nehmen sie an Anzahl und Größe zu.
Gelegentlich können auch mittelgrosse Schneebrettlawinen in anhaltenden Schwachschichten ausgelöst werden. Dies ist insbesondere auf sehr steilen, schattigen Hängen oberhalb von 1800 m mit hoher Zusatzbelastung denkbar, beispielsweise wenn eine oberflächliche Lawine in tiefe, schwache Schichten durchbricht."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Altschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Der Wind der letzten Tage hat den Schnee großflächig verweht und die Windplatte hat sich in windgeschützten Bereichen abgelagert. Stellenweise liegt sie auf Graupel, Oberflächenreif oder dünnen Wind- und Schmelz-Gefrier-Krusten, die leicht auslösen können. Zusätzlich sind in der Windplatte schwache Zwischenschichten eingebettet, die sich während Niederschlagspausen gebildet haben. Einzelne, schlechte Ergebnisse bei Schneedeckentests deuten darauf hin, dass tiefere Schichten, die aus facettierten Kristallen bestehen, oberhalb von etwa 1800 m weiterhin anfällig für Auslösungen sind. Auf der Südseite fehlt es bis in hohe Lagen an Altschnee, und exponiertes Gelände auf der Westseite ist oft verweht. In tieferen Lagen (unter 1500 m) ist der Altschnee feucht oder nass." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen in den einzelnen Regionen sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten voneinander abweichen können.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 2 |
| Allgäuer Alpen | 2 |
| Ammergauer Alpen | 1 |
| Werdenfelser Alpen | 2 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 1 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 1 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 1 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Berchtesgadener Alpen | 2 |
Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Diese können lediglich vereinzelt an sehr steilen Hängen ausgelöst werden.
- Für Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, wird empfohlen, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und die Absturzgefahr immer im Auge zu behalten.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 13.02.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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