Taylor Swift: Telefonlüge bis Ex-Freunde - die größten Kontroversen ihrer Karriere

Hinter dem glamourösen Erfolg von Taylor Swift verbergen sich jahrelange Fehden, lautstarke Kritik an ihrer Musik und ein Streit um ihr Lebenswerk. Welche Kontroversen ihre Fans bis heute spalten. Ein Rückblick.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Taylor Swift steht immer wieder im Zentrum heftiger Medienkritik. (Foto) Suche
Taylor Swift steht immer wieder im Zentrum heftiger Medienkritik. Bild: picture alliance/dpa/Invision | Jordan Strauss
  • Skandale, Kritik und Fehden überschatten Taylor Swifts Karriere
  • Streit mit Kanye West und Frust über ihre Männer
  • Wie Taylor Swift den Hass als musikalischen Motor nutzt

Taylor Swift gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen in der Musikindustrie. Ihre Karriere zieren nicht nur historische Meilensteine, sondern zahlreiche Kontroversen. Im Laufe der Jahre wurde die Kritik an ihr immer lauter. Angefangen bei ihrem Liebesleben weitete sich der Unmut bis in das eigene Fanlager aus. Genug Stoff für Social-Media-Kommentare und die Titelseiten diverser Klatschblätter.

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Taylor Swift und der Kampf um ihre Alben

Dabei klingt es fast schon nach Ironie, Geschichten über das Privatleben einer Frau zu schreiben, die mit emotionalem Storytelling Millionen Menschen bis heute bewegt. Umso schmerzhafter war es für sie, als ihr ehemaliges Plattenlabel "Big Machine", 2019 die Rechte an ihren ersten sechs Masteraufnahmen"Taylor Swift", "Fearless", "Speak Now", "Red", "1989" und "Reputation" an den Musikmanager Scooter Braun verkaufte. Taylor bekam keine Chance, ihre Werke selbst zu kaufen. Davon ließ sie sich nicht unterkriegen und schuf einen Präzedenzfall in der Musik, der bis dahin einzigartig war: Sie nahm einige der Alben unter dem Zusatz "Taylor's Version" neu auf. Ihre Fans unterstützten sie und kauften oder streamten nur noch diese Aufnahmen. Doch 2025 holte sie sich die Rechte und somit "ihr Lebenswerk" zurück, wie sie ihren Fans nach dem Kauf unter anderem auf Instagram mitteilte.

Langjährige Fehde mit Kanye West - Taylor Swift und der "Famous"-Skandal

Der Name Scooter Braun steht auch in Verbindung mit einem Mann, der eine jahrelange Fehde gegen Taylor aufrechterhielt: Kanye West (Ye). Doch der Manager spielt dabei keine zentrale Rolle. Vielmehr hat der Rapper den Superstar zur Zielscheibe auserkoren. Alles begann 2009 bei den MTV Video Music Awards, als er sie bei ihrer Dankesrede unterbrach, um zu verkünden, dass Beyoncé den Preis verdient hätte. Taylor selbst heizte die Lage nicht weiter an, dafür Kanye West mit seinem Song "Famous". Hier trat auch Kim Kardashian, die damalige Partnerin des Künstlers, in Erscheinung. Sie behauptete, dass Taylor unter anderem der Zeile "I made that bitch famous" am Telefon zustimmte. Die Sängerin sagte, dass sie das nie so gesagt habe. Die Reality-TV-Ikone veröffentlichte eine heimlich zusammengeschnittene Zeile des Gesprächs. Diese verbreitete sich schnell auf Social Media. Schnell wurde Taylor als Schlange gebrandmarkt. Erst Jahre später kam das ungeschnittene Video an die Öffentlichkeit und bestätigte, dass Taylor recht hatte.

Taylor Swift und die Männer

 

Ebenso schnell wie in der Auseinandersetzung mit Kanye werden ihre Kritiker laut, wenn es um ihre Partner geht. Schnell bekam sie den unschönen Titel "Serial Dater" (Serien-Daterin, Anm. d. Redaktion). Was einigen auch sauer aufstieß, war, dass sie ihre Trennungen in Songs verpackte. 

Namen nannte sie nicht, aber selbst Swifties gingen mit detektivischer Perfektion ans Werk und mutmaßten, um wem es geht. Nach der Trennung von Schauspieler Joe Alwyn und Musiker Matty Healy soll sie ihren Kummer über die beiden auf "The Tortured Poets Department" verarbeitet haben. Ob sie ihre Ex-Freunde wirklich thematisierte, bleibt ihr Geheimnis. Derartige Spekulationen sind ihr bewusst, wie sie im Interview mit dem "New York Times Magazine" und "Popcast" erzählte. "Kumpel, ich habe die Songs geschrieben", sagte sie dazu nur.

Taylor Swift als "Klima-Sünderin" gebranntmarkt

Im Laufe der Zeit entrüsteten sich viele Swifties. Viele wurden zu Anti-Fans. Die Gründe: Ihr Reichtum und ihr Verhalten. Durch die Eras-Tour wurde Taylor zur Milliardärin. Das gefiel fielen nicht, besonders nicht ihre Flüge im Privatjet. 2022 landete Taylor Swift auf Platz eins einer Liste der Stars mit dem höchsten CO₂-Ausstoß durch Privatjets. Ihr Jet legte in nur wenigen Monaten hunderte Flüge zurück, was ihr den Stempel der "Klima-Sünderin" einbrachte. Ihr Sprecher rechtfertigte sich damit, dass das Flugzeug regelmäßig an andere Personen verliehen werde. Für einen weiteren Medienrummel sorgte Swift, als ihr Anwaltsteam einem US-Studenten mit rechtlichen Schritten drohte. Dieser hatte öffentlich verfügbare Flugdaten ihres Jets getrackt und ins Netz gestellt. Der Versuch, den Account sperren zu lassen, löste den sogenannten Streisand-Effekt aus und lenkte noch mehr Aufmerksamkeit auf ihre Ultrakurzstreckenflüge. 

Unmut über Musik des Superstars

Viele ehemalige Anhänger verurteilten auch ihr Schweigen zu politischen Themen. Zudem warfen ihr einige vor, dass Travis Kelce sie veränderte. Das soll sich auch in den Bonussongs auf "The Life of a Showgirl: The Encore" zeigen. Die Zugabe sorgte für einen Aufschrei der Entrüstung. Der Vorwurf, sie mache nur noch schlechte Musik, hing über den Kommentarspalten. Generell wird ihr vorgeworfen, in ihrer Musik Klischees, wie veraltete Geschlechterbilder zu bedienen.

Taylor Swift kontert dem Hass mit Musik

Von den ganzen Vorwürfen und Schlagzeilen lässt sich Taylor Swift nicht unterkriegen. Sie nutzt sie als kreativen Motor und schlägt vor allem musikalisch zurück. Gegen das mediale Bild der Jetset-Freundin, die Männer nur für "ein Wochenende" datet, schrieb sie den Hit "Blank Space". "Ich habe das Gefühl, dass das Beobachten meines Liebeslebens mittlerweile zu einer Art nationalem Zeitvertreib geworden ist", sagte Swift 2014 im Interview mit "British Vogue". "Und ich fühle mich einfach nicht mehr wohl dabei, diese Art von Unterhaltung zu bieten." Das machte sie. Auch den Hass, der während der "1989"-Ära aufkam, verwandelte sie in ein Album. Mit Reputation stilisierte sie sich selbst als Schlange und nahm damit den Kritikern den Zündstoff für den "Hassrausch". Musik sei ihr Mittel gewesen, um sich da herauszuwinden, erzählte sie während der Grammy Museum Icons Session. 

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