Abschied von Patrick Stewart: "Wir haben einen der Großen verloren" – Hollywood trauert um "Star Trek"-Legende
Die Filmwelt trauert um Patrick Stewart: Der "Star Trek"-Star ist im Alter von 86 Jahren gestorben. William Shatner, Hugh Jackman und Ian McKellen verabschieden sich mit bewegenden Worten von ihrem Freund und Kollegen. Ein letzter Auftritt als Professor X steht für Stewart noch aus.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- "Star Trek"-Star Patrick Stewart ist mit 86 Jahren gestorben
- William Shatner, Hugh Jackman und Ian McKellen trauern
- In "Avengers: Doomsday" ist Stewart noch einmal als Professor X zu sehen
Die Welt trauert um einen der größten Schauspieler seiner Generation: Sir Patrick Stewart ist am Mittwoch (28.10.2026) im Alter von 86 Jahren in seinem Zuhause in Los Angeles gestorben. Der britische Darsteller, der als Captain Jean-Luc Picard auf dem Raumschiff Enterprise Millionen Menschen begeisterte, war an Alzheimer sowie an der selteneren Lewy-Körperchen-Demenz erkrankt. Seine langjährige Sprecherin Kelly Bush Novak teilte mit, Stewart sei "in der warmen Umarmung von Familie und Freunden gehalten" worden, "umgeben von Live-Musik, Gebet, Tränen, Lachen und der Art von tiefer Emotion, wie nur er sie nach ein Leben langem Engagement für uns alle inspirieren konnte."
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Trauer um Patrick Stewart:Captain Kirk nimmt Abschied von Captain Picard
Rund um den Globus meldeten sich Weggefährten wie William Shatner, Hugh Jackman, Ian McKellen und George Takei mit bewegenden Abschiedsworten. Auch auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood wurde Stewarts Sternenplakette, die er im Dezember 1996 erhalten hatte, mit Blumen geschmückt.
Besonders berührt zeigte sich William Shatner, der als Captain James T. Kirk selbst zur Ikone des Science-Fiction-Franchise wurde. Der 95-Jährige würdigte Stewart auf Instagram: "Sir Patrick Stewart war ein Freund, ein Kollege und ein großartiger Schauspieler. Von der Bühne bis zur Brücke der Enterprise brachte er Intelligenz, Anmut und ein tiefes Gefühl von Menschlichkeit in alles ein, was er tat."
Während Shatner ab 1966 den draufgängerischen Kirk verkörperte, übernahm Stewart gut zwei Jahrzehnte später als besonnener Picard das Kommando. 1994 trafen beide Captains im Kinofilm "Star Trek: Treffen der Generationen" erstmals aufeinander. Auch danach blieben die beiden Darsteller verbunden. "Captain Picard stand für das Beste in uns, und das galt auch für den Mann, der ihn spielte", so Shatner. Sein Mitgefühl gelte Stewarts Ehefrau Sunny Ozell und der gesamten Familie.
"Wir haben einen der Großen verloren": Hugh Jackman trauert um Patrick Stewart
Auch Hugh Jackman, der an Stewarts Seite in den "X-Men"-Filmen als Wolverine vor der Kamera stand, reagierte tief bewegt. "Wir haben heute einen der Großen von Bühne und Leinwand verloren. Ich habe so viel von ihm gelernt. Ich werde dich, Patrick Stewart, für den Rest meiner Tage vermissen", schrieb der 58-Jährige auf Instagram.
George Takei, der in der originalen "Star Trek"-Serie den Steuermann Sulu gespielt hatte, nannte Stewart eine "echte und unersetzliche Legende", die eine ganze Generation von Sternguckern inspiriert habe. Sein Abschiedsgruß: "Ruhe in den Himmeln, Captain."
Schauspielerin Famke Janssen, die neben Stewart sowohl in "Star Trek" als auch in den "X-Men"-Filmen mitgewirkt hatte, bezeichnete ihn gegenüber "People" als Legende. Kim Cattrall sprach von einem "riesigen Verlust". Marvel Studios erklärte, Stewart sei "ein einzigartiges Talent, ein großzügiger Mitstreiter und ein wahrer Gentleman" gewesen.
Ian McKellen: "Er trug sein Herz auf der Zunge"
Einen besonders persönlichen Nachruf verfasste Ian McKellen auf Instagram. Die beiden hatten sich vor einem halben Jahrhundert als aufstrebende junge Darsteller bei der Royal Shakespeare Company kennengelernt. McKellen erinnerte sich, wie er Stewart einst auf einer Londoner Straße davon abgeraten habe, eine Rolle bei "Star Trek" anzunehmen – aus Sorge, dieser könne sich in Hollywood verlieren. "Zum Glück für uns alle ging er das Risiko ein", so McKellen.
Durch die "X-Men"-Filme, in denen sie ab dem Jahr 2000 als Professor X und Magneto vor der Kamera standen, wuchs eine enge Freundschaft. McKellen fungierte 2013 sogar als Trauzeuge bei Stewarts Hochzeit mit Sunny Ozell. Über seinen verstorbenen Freund schrieb er: "Er trug sein Herz auf der Zunge, was ihn zu einem Mann machte, auf den man sich verlassen konnte."
Letzter Auftritt als Professor X im Dezember im Kino
Noch einmal wird Stewart auf der großen Leinwand zu sehen sein – allerdings nicht als Captain Picard, sondern in seiner zweiten Paraderolle. Im Marvel-Blockbuster "Avengers: Doomsday", der am 18. Dezember in die Kinos kommt, verkörpert er ein letztes Mal den Mutanten Professor X. Im Trailer ist er bereits zu sehen, doch welches Schicksal seine Figur erwartet, bleibt ein streng gehütetes Geheimnis. Noch im Juli hatte Stewart in einem Interview mit "TV Insider" betont, wie sehr ihn neue Herausforderungen antrieben: "Dennoch erhalte ich nach wie vor interessante Angebote und liebe es, durch neue Arbeiten herausgefordert zu werden." An einen Ruhestand habe er nie gedacht: "Ich werde immer und ewig ein Schauspieler sein." Ian McKellen schloss seinen Nachruf mit den Worten, Stewarts Abschiedsvorstellung in "Avengers: Doomsday" stehe noch bevor.
Vom Yorkshire-Jungen zum Ritter der Königin: Das Leben von Patrick Stewart
Stewarts Karriere begann im Theater. Von 1966 bis 1982 gehörte er der renommierten Royal Shakespeare Company an, bevor ihn Mitte der 80er-Jahre die Rolle des Captain Picard in "Star Trek: The Next Generation" zum Weltstar machte. Über 15 Jahre und vier Kinofilme hinweg verkörperte er den besonnenen Kommandanten, ehe er 2020 mit der Serie "Star Trek: Picard" noch einmal zurückkehrte. Abseits der Kameras setzte sich Stewart öffentlich gegen häusliche Gewalt ein. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting würdigte ihn als jemanden, der "nie davor zurückschreckte, seine Stimme zu erheben, um für andere einzustehen". Queen Elizabeth II. schlug ihn 2010 zum Ritter. Privat war der dreifach verheiratete Stewart bis zuletzt mit der 38 Jahre jüngeren Musikerin Sunny Ozell zusammen, die ihm in seinen letzten Tagen zur Seite stand.
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bua/news.de/dpa/stg
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