Manuel Otto ist tot: Spieleentwickler (30) stirbt offenbar im Live-Stream

Der Spieleentwickler Manuel Otto stirbt bei einem Zimmerbrand in Breitbrunn am Chiemsee – offenbar während eines Twitch-Livestreams vor den Augen seiner Community. Die Polizei geht von Suizid aus, die Ermittlungen laufen.

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Der Spieleentwickler Manuel Otto ist gestorben. (Foto) Suche
Der Spieleentwickler Manuel Otto ist gestorben. Bild: AdobeStock / Tony A
  • "Stick Run"-Team trauert um Entwickler Manuel Otto
  • 30-Jähriger stirbt bei Wohnungsbrand in Breitbrunn am Chiemsee
  • Kriminalpolizei ermittelt – Identifizierung noch nicht abschließend bestätigt

Die Gaming-Szene steht unter Schock: Am Dienstagabend (20. Oktober) ist ein 30-jähriger Mann bei einem Wohnungsbrand in Breitbrunn am Chiemsee ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben von "rosenheim24.de" um Manuel Otto, den Schöpfer des populären Online-Spiels "Stick Run". Die endgültige Identifizierung durch die Behörden steht jedoch noch aus.

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Manuel Otto ist tot: Spieleentwickler stirbt in Live-Stream

Das Feuer brach laut Polizei gegen 19.45 Uhr in einer Dachgeschosswohnung aus. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass es sich um einen Suizid gehandelt haben könnte. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen aufgenommen.

Besonders verstörend: Der tödliche Vorfall soll während eines Live-Streams auf der Plattform Twitch übertragen worden sein. Zuschauer seiner Online-Community wurden damit möglicherweise zu unfreiwilligen Zeugen. Twitch hat die Aufzeichnung sowie das zugehörige Video mittlerweile von der Plattform gelöscht.

Das "Stick Run"-Team äußerte sich auf X zu dem Vorfall: "Wir sind zutiefst besorgt über diese Situation." Zugleich richtete das Team einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: "Wir appellieren an die Community, keine unbestätigten Informationen oder Spekulationen zu verbreiten." Die Privatsphäre aller Betroffenen müsse gewahrt bleiben. Wer sachdienliche Hinweise zu den Umständen des Geschehens besitze, solle sich direkt an die zuständige Polizeidienststelle wenden, hieß es in der Stellungnahme weiter.

"Du wirst niemals vergessen werden": Emotionaler Abschied von Manuel Otto

Wenig später veröffentlichte das "Stick Run"-Team einen emotionalen Abschied auf X. In dem Beitrag wird der Tod von Marc-Manuel Alexander Otto bestätigt und an die Bedeutung seines Werks erinnert. Für unzählige Spielerinnen und Spieler sei "Stick Run" ein prägender Teil ihrer Kindheit gewesen. Das Spiel habe Menschen zusammengebracht und Verbindungen geschaffen, die weit über den Bildschirm hinausreichten.

"Danke, Manuel, dass du ein Teil unserer Kindheit warst. Du wirst niemals vergessen werden", schrieb das Team in seiner Abschiedsbotschaft. Die Gedanken der Beteiligten gälten seiner Familie, seinen Freunden sowie allen, deren Leben er mit seiner Arbeit berührt habe.

Kriminalpolizei schließt Fremdverschulden bislang aus

Die Kriminalpolizei Rosenheim führt die Untersuchungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft. Ziel ist es, die genauen Umstände des Todes lückenlos aufzuklären. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass weitere Personen an dem Geschehen beteiligt waren.

Ein Mitbewohner des Hauses hatte am Dienstagabend schnell reagiert und das Feuer in der Dachgeschosswohnung noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte größtenteils eindämmen können. Für den 30-Jährigen kam dennoch jede Hilfe zu spät.

Wenn Sie oder ein Angehöriger unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, sollten Sie sich Hilfe bei Experten holen, die Ihnen Wege aus dieser Situation aufzeigen. Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und 24 Stunden lang unter den Telefonnummern 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Weitere Hilfsmöglichkeiten finden Sie hier.

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