Stefan Mross: Entertainer rastet aus - bei seiner Abschiedsparty fliegen die Fetzen
Eigentlich sollte es eine harmlose Abschiedsparty werden, doch nach der Absetzung von "Immer wieder sonntags" hat Moderator Stefan Mross noch eine Rechnung mit den Sender-Bossen offen. Er stellte die Verantwortlichen zur Rede.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Nach Aus von "Immer wieder sonntags" - Moderator Stefan Mross attackiert Sender-Bosse
- Bei der SWR-Abschiedsparty nahm Mross kein Blatt vor den Mund
- Abgang nach Abrechnung auf der Bühne - Stefan Mross wütend wegen des Show-Aus
- So reagiert der SWR auf die Wut-Rede des Entertainers
Was als würdevoller Abschied von einer der beliebtesten Sonntagssendungen im deutschen Fernsehen geplant war, endete in einem handfesten Eklat. Nach der finalen Ausgabe von "Immer wieder sonntags" im Europa-Park Rust rechnete Moderator Stefan Mross (50) auf dem anschließenden Abschiedsempfang laut "Bild"-Informationen scharf mit der SWR-Führungsetage ab. Aber was genau war eigentlich passiert?
Eklat beim SWR-Abschiedsempfang - Stefan Mross verlässt wütend den Saal
Statt nostalgischer Rückblicke und versöhnlicher Worte lieferte der Entertainer eine emotionale Abrechnung, die es in sich hatte, heißt es laut dem Boulevard-Blatt. Demnach warf Mross SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler (54) offen vor, ihn hinausgeworfen zu haben, und bezeichnete die zuvor gehaltenen Lobreden auf die Show als scheinheilig. Am Ende verließ er demonstrativ den Saal – und kehrte nicht zurück.
Über zwei Jahrzehnte lang hatte Mross die Sendung moderiert. Dass der Abschied derart eskalieren würde, damit hatte beim SWR offenbar niemand gerechnet.
Sektempfang nach "Immer-wieder-sonntags"-Aus mit bitterem Nachgeschmack
Zunächst deutete nichts auf den kommenden Sturm hin. Der Abend begann entspannt bei einem Sektempfang, zu dem der SWR Mross und sein gesamtes Team eingeladen hatte. Die Stimmung wirkte zunächst gelöst – man wollte gemeinsam auf über zwei Jahrzehnte erfolgreiche Zusammenarbeit anstoßen.
Dann traten SWR-Intendant Kai Gniffke (65) und Programmdirektor Clemens Bratzler ans Mikrofon. Beide versuchten in ihren Ansprachen zu erklären, warum der Sender die quotenstarke Sendung aus dem Programm nimmt. Gleichzeitig überschütteten sie das Format und Mross' Leistungen der vergangenen 21 Jahre mit Lob.
Genau diese Kombination aus Absetzung und Lobhudelei sollte sich als Zündstoff erweisen. Denn als Stefan Mross schließlich als letzter Redner das Mikrofon ergriff, war ihm die Verärgerung bereits deutlich anzusehen.
Mross: "Das war wie eine Bestattungsrede"
Mross ging sofort in die Offensive und knöpfte sich zunächst die Ansprache von Intendant Gniffke vor. "Das war wie eine Bestattungsrede. Und bei jedem Negativen haben Sie geklatscht, ich weiß nicht warum", hielt er dem Senderchef laut "Bild"-Informationen entgegen. Er selbst habe in den vergangenen Monaten kein schlechtes Wort über den SWR oder die ARD verloren – und verglich die Trennung mit einer gescheiterten Ehe, was im Publikum für Gelächter sorgte.
Dann wandte er sich direkt an Bratzler – jenen Mann, der ihm im März das Aus der Sendung mitgeteilt hatte. Mross unterstellte dem Programmdirektor laut Medienbericht, die Absetzung sei eine Art persönliche Vergeltung für dessen eigene erfolglose TV-Vergangenheit. "Du hast mich rausgeschmissen!", rief er ihm angeblich entgegen. Es sei heuchlerisch, eine Stunde lang Loblieder auf ein Format zu singen, das man gleichzeitig beerdige. Auf die Frage, was künftig sonntags um 10.03 Uhr laufe, habe Bratzler ihm geantwortet: "Wahrscheinlich Wiederholungen von 'Immer wieder sonntags'." Als Bratzler daraufhin lautstark widersprach, erntete er Buh-Rufe aus dem Publikum.
"Da kann uns der Rest am A.... lecken!"
Mross machte keinen Hehl daraus, dass er dem Empfang am liebsten ferngeblieben wäre. Einzig die Loyalität gegenüber seiner Crew habe ihn dazu bewogen, überhaupt zu erscheinen. "Ich bin es meinem Team schuldig, das seit fast 22 Jahren hier Hand in Hand mit mir gearbeitet hat", erklärte er – und schob eine unmissverständliche Botschaft an alle anderen hinterher.
Zum Abschluss gab sich der 50-Jährige kämpferisch und bezeichnete sich selbst als Stehaufmännchen, das niemals umkippen werde. Dann erklärte er, den Saal wegen zu viel "negativer Energie" zu verlassen – nicht ohne seinem Team ein letztes Kompliment zuzurufen. Anschließend ging er tatsächlich und kam nicht wieder.
Gegenüber "Bild" erklärte Mross wenig später im Hotelgarten, sein Auftritt sei keineswegs spontan gewesen. "Sie war wohlüberlegt, weil ich im Vorfeld wusste, dass der SWR sich heute in erster Linie selbst feiern wird", sagte er über seine Rede.
SWR gibt sich diplomatisch
Der Sender reagierte betont zurückhaltend auf den Vorfall. Sendersprecher Jürgen Ruf verwies gegenüber "Bild" darauf, dass man Mross und seinem Team mit einer großen Sonderausgabe die verdiente Bühne bereitet habe – auch als Geschenk an die treue Fangemeinde. Die Entscheidung, "Immer wieder sonntags" einzustellen, sei dem SWR nicht leichtgefallen, betonte er.
Gleichzeitig machte Ruf deutlich, dass dem Sender trotz der "verständlichen Emotionalität" ein respektvoller Umgang wichtig sei. Zu den konkreten Aussagen von Mross auf dem Empfang wollte sich der Sprecher allerdings nicht äußern – mit dem Hinweis, es habe sich um eine interne Veranstaltung gehandelt.
Ob die Beziehung zwischen Mross und dem SWR nach diesem Abend noch zu kitten ist, bleibt offen. Der Moderator selbst hatte jedenfalls unmissverständlich klargemacht, dass er nach vorne blickt.
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