Andreas Hoppe ist tot: Ex-"Tatort"-Kommissar mit nur 66 Jahren gestorben

Der deutsche Schauspieler Andreas Hoppe, der durch seine Rolle als "Tatort"-Kommissar Mario Kopper im bekannt wurde, ist gestorben. Er wurde nur 66 Jahre alt. Bis 2018 hatte er an der Seite von Ulrike Folkerts in Ludwigshafen ermittelt.

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Ex-"Tatort"-Schauspieler Andreas Hoppe ist gestorben. (Foto) Suche
Ex-"Tatort"-Schauspieler Andreas Hoppe ist gestorben. Bild: picture alliance/dpa | Uwe Zucchi
  • Schauspieler Andreas Hoppe im Alter von 66 Jahren gestorben
  • Er spielte bis 2018 den "Tatort"-Komissar Mario Kopper in Ludwigshafen
  • Kollegin Ulrike Folkerts empfahl ihn für die Rolle

Der ehemalige "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe ("Kopper") ist unerwartet im Alter von 66 Jahren bereits am 17. August gestorben. Dies teilte die Agentur Engelspost unter Berufung auf Hoppes Familie mit. Die Todesursache ist bislang unklar.

Andreas Hoppe ist tot: Ex-"Tatort"-Kommissar Mario Kopper mit 66 Jahren gestorben

Millionen Fernsehzuschauer kannten ihn als Kommissar Mario Kopper – den italienischstämmigen Ermittler, der im Ludwigshafener Tatort leidenschaftlich gerne am Herd stand. Mehr als 22 Jahre lang bildete Hoppe gemeinsam mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal eines der prägendsten Duos der ARD-Krimireihe. In insgesamt 57 Folgen jagten die beidenVerbrecher in der Pfalz, bevor Hoppe 2018 seinen Abschied nahm.

"Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist. Uns verbinden nicht nur 21 Jahre 'Tatort' Ludwigshafen, Lena und Kopper, wir kannten uns bereits aus den Jahren 1982 bis 1986, waren wir doch an der selben Schauspielschule, in der selben Schauspielklasse, haben zusammen die ersten Schritte Richtung Bühne gewagt", sagte Folkerts laut Mitteilung. "Ich bin traurig, Andi, das war viel zu früh, Du warst so ein besonderer Typ! Mein tiefes Mitgefühl für all diejenigen, die zuletzt ganz nah bei Dir waren! Ciao Kopper."

Er sei nahbar und glaubwürdig gewesen, immer mit dem Herz am rechten Fleck, erklärte SWR-Intendant Kai Gniffke. Hoppe habe den "Tatort" bereichert und geprägt. "Wir sind bestürzt, dass dieser großartige Schauspieler und Künstler so früh von uns gegangen ist", wird Gniffke in einer Mitteilung zitiert.

Andreas Hoppe ermittelte in ARD-Krimireihe an der Seite von Ulrike Folkerts

Andreas Hoppe erblickte laut SWR 1960 in West-Berlin das Licht der Welt. Er war der Sohn eines Betriebsingenieurs und einer Friseurin und wuchs in den Bezirken Schöneberg und Tempelhof auf. Zwischen 1982 und 1986 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er eine folgenreiche Bekanntschaft machte: Ulrike Folkerts gehörte zum selben Abschlussjahrgang.

Nach einem dreijährigen Engagement in Bielefeld und Auftritten an diversen Berliner Bühnen sowie in Film- und Fernsehproduktionen empfahl ihn Folkerts für die Rolle ihres neuen Partners. Ab 1996 ermittelte Hoppe daraufhin als Mario Kopper – zunächst für den Südwestfunk, später den SWR.

Schauspieler engagierte sich für nachhaltige Ernährung und den Tierschutz

Nach seinem Tatort-Aus widmete sich Hoppe mit Nachdruck dem Thema nachhaltige Ernährung.2009 erschien das Buch "Allein unter Gurken", in dem er die Ernährung mit regionalen Lebensmitteln thematisiert.Hoppe verfasste zudem ein Sizilien-Kochbuch. 

Darüber hinaus engagierte sich der Schauspieler für die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" und war ehrenamtlich als Wolfsbotschafter aktiv. Im autobiografischen Buch "Die Hoffnung und der Wolf" (2019) geht es um die Frage, wie ein Miteinander der Tiere und der Menschen aussehen könnte. Zuletzt lebte Hoppe laut SWR in Berlin-Charlottenburg sowie auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern.

"Tatort" als Ritterschlag für Andreas Hoppe

Das Engagement beim "Tatort" sei für ihn ein Ritterschlag gewesen, hatte Hoppe einst berichtet. Doch schließlich sei die Figur vom Sender nicht mehr gewollt oder gefördert worden. In der Zeit unmittelbar anschließend stand der hochgewachsene Schauspieler für das ZDF sowie für RTL und Sat.1 vor der Kamera.

Hoppe spielte zudem unter anderem im Film "Esperanza" (2006) und in der Miniserie "Die Triffids - Pflanzen des Schreckens" (2009). Auch hatte er Auftritte in den Fernsehserien "Das Traumschiff" und "Rosamunde Pilcher". 

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/news.de/dpa/stg

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