Prinz William: Thronfolger bleibt stur und bricht mit König Charles' Royals-Tradition

Im britischen Königshaus werden Traditionen über Generationen hinweg in Ehren gehalten - doch Prinz William stellt sich quer. Eine von König Charles III. geliebte Gepflogenheit kommt dem Thronfolger keinesfalls in die Tüte.

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Traditionen werden im britischen Königshaus in Ehren gehalten - doch in einem Punkt weigert sich Prinz William beharrlich, seinem Vater König Charles III. nachzueifern. (Foto) Suche
Traditionen werden im britischen Königshaus in Ehren gehalten - doch in einem Punkt weigert sich Prinz William beharrlich, seinem Vater König Charles III. nachzueifern. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown
  • Prinz William liebäugelt mit Traditionsbruch
  • König Charles III. ist Kilt-Träger aus Leidenschaft - doch Prinz William meutert
  • Kein Schottenrock bei künftigem König William? Thronfolger meidet traditionelles Kleidungsstück

Eine Institution wie das britische Königshaus lebt von Traditionen, die Jahrhunderte zurückreichen - seitdem König Charles III. den Thron von seiner Mutter Queen Elizabeth II. geerbt hat, werden royale Rituale weiter sorgfältig gepflegt. In der darauffolgenden Generation, die von Charles' Thronfolger Prinz William angeführt wird, könnte es damit ein Ende haben - zumindest in einem Aspekt.

Prinz William bricht mit royaler Tradition, die sein Vater Charles so sehr liebt

Dabei handelt es sich, so führt es ein aktueller Beitrag im "Hello!"-Magazin aus, um eine Gepflogenheit, die König Charles III. mit sichtbarer Begeisterung immer dann weiterführt, wenn er sich im Norden Großbritanniens aufhält: Wann immer der Monarch in Schottland weilt, schlüpft der König freudestrahlend in einen Kilt und lässt seine eleganten Anzüge im Kleiderschrank. Erst vergangene Woche zeigte sich der 77-jährige Monarch bei einem Besuch in Dingwall in den Highlands in einem grün-blau-roten Tartan, inklusive der als Sporran bekannten fellbesetzten Tasche. Nur wenige Tage zuvor hatte er die Mey Highland Games im hauseigenen Balmoral-Tartan besucht. Der Sommerurlaub auf Schloss Balmoral steht unmittelbar bevor, und König Charles III. ist augenscheinlich auch modisch bereits voll in Schottland-Stimmung.

König Charles III. trägt Kilt mit Leidenschaft

Royals-Fans sei geraten, den Anblick des Monarchen in traditioneller schottischer Kluft so lange zu genießen, wie es noch möglich ist - denn wenn Prinz William eines Tages den Thron erbt, wird die Ära von Kilt tragenden Königen vorerst ein Ende haben. Der Prinz von Wales hat mit den schottischen Herren-Röcken nämlich gar nichts am Hut und wurde als Erwachsener bislang kein einziges Mal öffentlich in einem Kilt fotografiert – und das, obwohl er seit mittlerweile 26 Jahren offizielle Termine wahrnimmt. Damit könnte Prinz William eine rund 170 Jahre alte Tradition der britischen Monarchie still und leise beenden.

Prinz William lehnt Kilt-Tradition rundheraus ab - ganz anders als König Charles III.

Die Liste dessen, was der Thronfolger im Dienst bereits getragen hat, ist beachtlich: Samtmützen, Federschmuck, Umhänge, die stattliche Bärenfellmütze, kiloweise Goldborte, Zylinder, bestickte Silbersterne und schwere Juwelenketten. Nur eben keinen Kilt. Nie. Nicht ein einziges Mal als Erwachsener. Das letzte bekannte Foto von William in schottischer Tracht entstand um 1990, als er zusammen mit seinem Bruder Harry für offizielle Familienporträts posierte. Damals war er gerade einmal acht Jahre alt – und wirkte dabei laut "news.com.au" nicht gerade begeistert.

Dabei mangelt es dem Prinzen nicht an schottischen Bezügen: Wann immer William in Schottland weilt, trägt er die Titel Herzog von Rothesay und Lord of the Isles. Selbst bei seinem Studienabschluss an der University of St Andrews – mitten im Herzen Schottlands – entschied er sich für konventionelle Kleidung statt Highland-Tracht. Warum er den Kilt so konsequent meidet, hat William öffentlich nie erklärt.

Briten-Royals flanieren im Balmoral-Tartan, doch der Tradition droht ein jähes Ende

Die royale Begeisterung für den Kilt hat historische Wurzeln, die in die Regentschaft von Queen Victoria zurückreichen. 1857 entwarf Victorias aus Deutschland stammender Gemahl Prinz Albert den Balmoral-Tartan – ein Muster in Grau, Schwarz und Rot, das seither untrennbar mit der Königsfamilie verbunden ist. Schon Königin Victoria und Prinz Albert kultivierten die Verbindung zu den schottischen Highlands bewusst. König Charles selbst wuchs mit dieser Tradition auf. Bereits auf einem offiziellen Palastporträt von 1955 posierte er als kleiner Junge im Kilt. 1997 wurde er zusammen mit seinen Söhnen am Fluss Dee auf dem Balmoral-Anwesen in Tartan fotografiert. Auch Prinz Philip trug über Jahrzehnte hinweg bei öffentlichen Anlässen schottische Tracht – etwa beim Braemar Highland Gathering 2005, wo er im roten Tartan erschien, während Enkel William daneben im Anzug stand. Selbst Königin Camilla griff die Tradition auf: Bei der Eröffnung des schottischen Parlaments im Sommer trug sie einen leuchtend roten Kilt.

Briten-Monarchen im Schottenrock sind nicht nur ein modisches Statement

Prinz Williams Verweigerung des Kilts ist mehr als eine modische Marotte. Großbritannien ist eine 319 Jahre alte Union, die den Schotten einst weitgehend gewaltsam aufgezwungen wurde – ein Umstand, der bis heute nachwirkt. Das Unabhängigkeitsreferendum von 2014 scheiterte nur knapp. Die Royals haben sich deshalb stets bemüht, die Beziehung zu Schottland zu pflegen – angefangen bei Queen Victoria, die Balmoral eigens erwarb, um die Verbindung zu den Highlands zu stärken.

Charles bedient diese diplomatische Tradition mit Hingabe und besitzt Kilts in gleich mehreren Tartanmustern, darunter Hunting Stewart, Balmoral und Duke of Rothesay. Dass ausgerechnet der künftige König von Schottland dieses Symbol nationaler Identität beharrlich ignoriert, wirft Fragen auf. Wie "news.com.au" berichtet, steht Williams Haltung exemplarisch für seinen selektiven Umgang mit royalen Gepflogenheiten insgesamt: Was ihm nicht zusagt, lässt er schlicht bleiben.

170 Jahre royale Tradition stehen vor dem stillen Ende

Sollte William den Thron besteigen und bei seiner bisherigen Haltung bleiben, wäre eine royale Gepflogenheit Geschichte, die seit Prinz Alberts Balmoral-Tartan von 1857 ununterbrochen Bestand hatte. Eine offizielle Verpflichtung zum Kilt-Tragen existiert zwar nicht – doch bisher hielten sich alle männlichen Mitglieder der Königsfamilie freiwillig daran. An Angeboten mangelt es jedenfalls nicht: Schon 2023 erklärte der schottische Schneider John Sugden öffentlich, er würde dem Prinzen liebend gern einen Kilt anfertigen. Das Kleidungsstück könne dazu beitragen, die Highland-Tracht auch bei jüngeren Generationen wieder attraktiver zu machen. Eine Reaktion aus dem Kensington-Palast blieb aus. Bis auf Weiteres bleibt es also beim gewohnten Bild: Charles genießt seinen Balmoral-Sommer im Tartan – und sein Sohn trägt Anzug.

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