Andrew Mountbatten-Windsor: "Schande für die Krone" - Wirbel um geplantes Staatsbegräbnis für den Ex-Prinzen
Erhält Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor trotz der Verstrickungen in den Epstein-Skandal nach seinem Tod eine zeremonielle Beisetzung auf Steuerzahlerkosten? Aktuelle Berichte über derartige Pläne lösen in Großbritannien heftige Empörung aus.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor könnte laut aktuellem Bericht ein royales Staatsbegräbnis erhalten
- Hintergrund sind die sogenannten "Bridge"-Pläne der britischen Regierung
- Anwälte von Epstein-Opfern und Politiker sind empört
Das Drama um den bei der britischen Königsfamilie in Ungnade gefallenen Ex-Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor nimmt kein Ende. Während er und seine Ex-Frau Sarah Ferguson Pläne verfolgen sollen, mit Hilfe ihrer vor wenigen Tagen geborenen Enkelin das eigene Image aufzupolieren, sorgen nun auch Berichte über ein geplantes Staatsbegräbnis für den ehemaligen Duke von York für Wirbel.
Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor könnte royales Staatsbegräbnis laut Plänen der britischen Regierung
Wie die "Daily Mail"unter Berufung auf hochrangige Regierungsquellen in Whitehall berichtet,steht der 66-Jährige nach wie vor auf einer geheimen Liste der britischen Regierung, die festlegt, welchen Mitgliedern der Königsfamilie eine zeremonielle öffentliche Beisetzung zusteht. Und das, obwohl er sämtliche royalen Titel verloren hat, deshalb als Privatperson gilt und durch die Verstrickungen im Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sein öffentliches Ansehen ruiniert ist.
Hinter der brisanten Regelung stecken die sogenannten "Bridge"-Pläne der britischen Regierung – minutiös ausgearbeitete Beerdigungskonzepte, die für Mitglieder des Königshauses lange im Voraus erstellt werden. Für Mountbatten-Windsor rechnen royale Experten mit einer Zeremonie in der St George's Chapel auf Schloss Windsor – jenem historischen Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert, in dem auch Elizabeth II. und Prinz Philip beigesetzt wurden. Als Grabstätte käme der königliche Friedhof in Frogmore infrage, ein 13 Hektar großes Privatgelände im Windsor Home Park. Dort liegt unter anderem auch König Edward VIII., der 1936 nach seiner Abdankung in Ungnade fiel.
Empörung über mögliche Beisetzung für Andrew wegen Verwicklung in Epstein-Skandal
Die Enthüllung sorgt laut "Daily Mail" bei Opfervertretern und Politikern gleichermaßen für Empörung. Gloria Allred, US-Anwältin von 27 Epstein-Opfern, erklärte: "Andrew hat der Königsfamilie und dem Vereinigten Königreich durch seine Verwicklung mit Jeffrey Epstein Schande gebracht." Es stelle sich die Frage, warum diesem Mann die Ehre einer königlichen Beerdigung zuteilwerden solle – und warum britische Steuerzahler dafür aufkommen müssten. US-Anwalt Spencer Kuvin, der ebenfalls neun Epstein-Opfer vertrat, bezeichnete ein mögliches Staatsbegräbnis für Andrew auf Steuerzahlerkosten zudem als "Schande für die Krone".
Auch die konservative Abgeordnete Alicia Kearns forderte unmissverständlich: "Unter keinen Umständen sollte Andrew eine königliche Beerdigung erhalten ... Sämtliche derartigen Pläne sollten sofort aufgehoben werden." Der ehemalige Staatsminister und Experte für royale Finanzen, Norman Baker, bezeichnete die Regelung schlicht als Versehen. Ob die Pläne für den Ex-Prinzen künftig noch geändert werden, bleibt offen. Aktuell soll sich der 66-Jährige zudem guter Gesundheit erfreuen.
Weder das Cabinet Office noch der Buckingham Palace oder Andrew selbst haben sich bislang zu dem Bericht der "Daily Mail" geäußert.
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gom/news.de/stg
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