Ruth Moschner: Moderatorin rechnet mit AfD ab – Instagram-Post löst heftige Debatte aus

Ruth Moschner bezieht öffentlich Position und das sorgt für mächtig Wirbel. Die Moderatorin nimmt die AfD ins Visier und appelliert an ihre Follower, sich nicht von Wahlversprechen blenden zu lassen. Im Netz gehen die Meinungen weit auseinander.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Ruth Moschner hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. (Foto) Suche
Ruth Moschner hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Bild: Christian Charisius/dpa/dpa
  • Ruth Moschner hat sich auf Instagram mit deutlichen Worten an AfD-Anhänger gewandt
  • Die Moderatorin kritisiert die Partei scharf und stellt deren Wahlversprechen infrage
  • Der Beitrag sorgt in den sozialen Netzwerken für kontroverse Reaktionen und eine hitzige Debatte

Mit einem politischen Appell hat Ruth Moschner auf Instagram in ein Wespennest gestochen. Die TV-Moderatorin richtete sich in einem ausführlichen Beitrag direkt an Menschen, die mit der AfD sympathisieren. Zwar zeigte sie Verständnis für den Wunsch nach einem besseren Leben, übte zugleich aber deutliche Kritik an der Partei.

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"Menschenfeinde hassen Menschen!" Ruth Moschner mit deutlichen Worten an AfD-Wähler

Die Moderatorin erklärte, sie könne nachvollziehen, warum sich viele Menschen niedrigere Lebenshaltungskosten, höhere Renten, bezahlbaren Wohnraum und mehr Sicherheit wünschten. Gleichzeitig schrieb sie, wer die AfD unterstütze, nehme dafür "rassistische, antisemitische, menschenfeindliche Pläne" in Kauf. Moschner hatte sich bereits in der Vergangenheit öffentlich dafür ausgesprochen, ein mögliches AfD-Verbot prüfen zu lassen.

In ihrem Beitrag hinterfragte die 50-Jährige außerdem die Finanzierung der politischen Versprechen. Die AfD habe aus ihrer Sicht bislang keine überzeugende Antwort darauf geliefert. "Das Vorhaben ist schlicht finanziell nicht realisierbar. Alle Zahlen lassen sich widerlegen", schrieb Moschner. Zudem warnte sie ihre Follower davor, darauf zu vertrauen, dass sich die Partei dauerhaft auch für ihre eigenen Anhänger einsetzen werde. "Menschenfeinde hassen Menschen. Dahinter steckt keine Logik", erklärte die Moderatorin. Moschner machte zugleich deutlich, dass sich ihre Kritik nicht ausschließlich gegen die AfD richte. Sie schrieb, auch sie sei von den demokratischen Parteien vielfach enttäuscht und glaube nicht, dass dort immer alles demokratisch ablaufe. Dennoch sei Ausgrenzung für sie keine Lösung. "Menschenhass und Ausgrenzung werden aber niemals Wohnraum schaffen, sondern Krieg und Elend", betonte sie. Abschließend appellierte sie an ihre Follower: "Lasst uns lieber gemeinsam etwas Neues entwickeln. Als Gemeinschaft!"

Instagram-Post sorgt für heftige Reaktionen

Mit ihren Worten entfachte Ruth Moschner eine hitzige Diskussion. AfD-Politikerin Marie-Thérèse Kaiser kommentierte knapp: "Komplett dummer Beitrag." Andere forderten die Moderatorin auf, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren und die Menschen selbst entscheiden zu lassen. Ein Nutzer bezeichnete den Post als "den größten Blödsinn der Woche – und heute ist erst Montag". Zahlreiche Follower stellten sich jedoch hingegen hinter Moschner. Ein Kommentator verglich die Wahl der AfD damit, das eigene Auto anzuzünden, um einer teuren Werkstatt eins auszuwischen. "Wirklich toll, dass Du Deine Reichweite nutzt, um Aufklärung zu betreiben", lobte ein anderer die sachliche Herangehensweise der Moderatorin. Auch persönliche Bekenntnisse fanden sich unter den Kommentaren. Ein Nutzer des Jahrgangs 1969 schrieb, er sehe viele Ideale seiner Jugend verraten und sei vom "Desaster" der aktuellen Regierung enttäuscht – dennoch werde er "niemals rechts wählen". Mehrere Kommentatoren mahnten zudem, aus der Geschichte zu lernen, und empfahlen, wieder einmal ein Geschichtsbuch aufzuschlagen. "Mutig, stark und absolut notwendig", fasste ein Unterstützer zusammen. Ein anderer hoffte: "Danke, Ruth. Hoffentlich ziehen noch mehr Prominente nach."

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/bos/news.de/dpa/stg

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